2. Barrieremethoden zur Verhütung im Wochenbett

a) Kondom: Das bekannteste Barrieremittel ist das Kondom.
Auch wenn es nicht zu den sichersten Verhütungsmitteln gehört, im Wochenbett mit seiner eingeschränkten Befruchtungsfähigkeit leistet es gute Dienste.
Bei sehr sorgfältiger Anwendung liegt der Pearl-Index bei unter 1, bei der normalen Anwendung ergeben sich aber viele Unsicherheitsfaktoren, die in erster Linie auf die fehlerhafte Anwendung, die falsche Kondomgröße oder die falsche Lagerung der Kondome (z.B. Hitze) zurückzuführen sind.

b) Diaphragma: Wenn Sie bereits früher mit einem Diaphragma verhütet haben, sind Sie in der Handhabung geübt. Das Diaphragma muss aber u.U. neu angepasst werden. Durch die enorme Überdehnung des Vaginalbereiches unter der Geburt können sich nach der Geburt die Größenverhältnisse verändert haben.
Zudem bildet sich auch der Beckenboden erst langsam wieder zurück. Die alte „Sicherheit“ (Pearl-Index 5-20 !) dürfte also erst nach 6-8 Wochen wieder erreicht werden.
Zur Erinnerung: der Pearl-Index gibt an, wie viele von 100 Frauen, die ein Jahr lang mit einer bestimmten Methode verhüten, schwanger werden.

c) Femidom: Das Femidom ist ein Kondom für die Frau, das bereits bis zu 10 Stunden vor dem Verkehr eingesetzt werden kann. Es besteht meist nicht aus Latex und kann daher auch bei einer Latexallergie eingesetzt werden.
Auch Femidom hat einen Pearl-Index von 5-25, je nach Untersucher. Aber es kann in Verbindung mit einem Sperma-abtötenden Gel im Wochenbett eingesetzt werden.

d) Portiokappe: Da auch der Muttermund nach der Geburt starken Veränderungen unterworfen ist, sollte eine Portiokappe erst 6-8 Wochen nach der Geburt Anwendung finden. Aber auch in der Stillzeit muss eine Portiokappe immer wieder auf ihren Sitz kontrolliert werden.
 

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