• Welche Bedeutung hat das dritte Ultraschallscreening (29.-32.SSW)?

1. An erster Stelle steht hier die Wachstumsentwicklung des Feten in den vergangenen 30 Schwangerschaftswochen im Vordergrund. 

 

2. Entspricht das Kind mit seinen Kopf-, Rumpf- und Extremitätenmassen der Woche, die wir nach Festlegung des Geburtstermins im Rahmen des ersten Screenings erwarten?

 

3. Liegt das Kindsgewicht (berechnet nach spez. Tabellen) im Bereich des zu erwartenden Gewichts?

Gibt es Anzeichen für eine Mangelentwicklung, z.B. im Rahmen einer beginnenden Gestose („Schwangerschaftsvergiftung“ – Erkrankung, die mit Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Wasser in den Beinen auch als Präeklampsie bezeichnet wird)?

Im Rahmen einer solchen Mangelentwicklung (häufig bleibt der Brustkorb gegenüber dem Kopf in seinem Wachstum zurück – erst bei zunehmender Mangelversorgung der Blutgefäße, bleibt auch der Schädel zurück) wird man auf eine sog. Doppler-Untersuchung zurückgreifen.

Die Doppleruntersuchung geht auf den Salzburger Chr. Doppler zurück und ermöglicht den Nachweis von unterschiedlichen Blutflussgeschwindigkeiten in Blutgefäßen. Damit können Strömungsprofile z.B. von den Gefäßen, die die Gebärmutter versorgen, von Nabelschnurgefäßen und Hirngefäßen aufgezeichnet werden, die sich unter pathologischen (krankhaften) Bedingungen in typischer Weise verändern und so einen Aufschluss über den Schweregrad der Durchblutungs-Beeinträchtigung geben.

Auch bei Raucherinnen, Diabetikerinnen und bei Übertragung können Doppleruntersuchungen hilfreich sein.

Die sorgfältige sonographische Untersuchung im dritten Trimenon (im 3. Drittel der Schwangerschaft) erhöht noch einmal die Entdeckungrate von Fehlbildungen, diezuvor noch nicht erkannt waren und ermöglicht die Einschätzung der Entwicklung bekannter Fehlbildungen, um ggf. früher als geplant die Geburt einzuleiten.

 

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