Reisen und Schwangerschaft

Was ist eine Reisekrankheit.

Menschen reagieren auf Bewegungen höchst unterschiedlich. Am empfindlichsten reagieren Kinder zwischen dem 2ten und 12ten Lebensjahr.
Bewegungen werden von unserem Gleichgewichtsorgan registriert, das im Bereich des Innenohres angesiedelt ist. Wenn Sie sich z.B. im Inneren eines Schiffes befinden (unter Deck) können Ihre Augen nicht nachvollziehen, was ihr Gleichgewichtsorgan dem Gehirn meldet.
Häufig reagiert der Körper dann mit Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Kaltschweißigkeit u.a.m., was als Reisekrankheit bezeichnet wird.
 

Mir wird beim Reisen schlecht, was kann ich tun?

Man schätzt, dass in den Industrieländern 9 von 10 Menschen schon einmal von einer Reisekrankheit betroffen waren.Frauen haben dabei ein höheres Risiko als Männer, und besonders Kinder zwischen 2 und 12 Jahren leiden unter der Reisekrankheit. Aber selbst Hunde, Katzen, Pferde und sogar Fische erleiden eine Seekrankheit.

Beim Autofahren: Setzen Sie sich so weit wie möglich nach vorn und blicken Sie durch die Frontscheibe. So können Sie die Bewegungen des Fahrzeugs verfolgen und Gleichgewichtsorgan und Augen sind im Einklang.

Vermeiden Sie auch das Lesen von Büchern, das Studieren von Landkarten oder den Blick auf das Display Ihres Mobilfunkgerätes.

Auf einer Seefahrt: Der beste Platz ist immer noch an Deck in frischer Luft und der Möglichkeit, auf den Horizont zu blicken. Halten Sie sich in der Mitte des Schiffes auf, dort sind die Bewegungen am geringsten.

Was kann zusätzlich helfen?

Die Apotheken halten eine ganze Reihe von Medikamenten gegen Reisekrankheiten vor: es gibt Tabletten (z.B. Reisetabletten Ratiopharm® ), oder Kaugummi (Superpep®), Zäpfchen (Vomex A Supp® und Emesan®. Pflaster, wie Scopoderm TTS® sind zumindest in Europa aus dem Handel genommen worden (in der USA: Transderm Scop®, nur über eine internationale Apotheke zu erhalten).

Für Kinder und Schwangere sind Extrakte aus der Ingwerwurzel empfehlenswert:
z.B. Ingwer Fly and Drive®. Man kann aber auch kleine Ingwerscheibchen über einen längeren Zeitraum kauen oder tee trinken.
Ingwer hilft zwar nachgewiesenermassen gegen die typische Schwangerschaftsübelkeit, ein eindeutiger Beweis für die Wirkung bei der Reisekrankheit fehlt jedoch. 

Homöopathische Anwendungen sind möglich mit Cocculine®, Nausetum®, Weleda Nausyn® u.a.

 

Wie reist mit am besten mit Kindern und Heranwachsenden?

Kindern wird auf der Fahrt schnell langweilig: Sie kennen das: „Mamma, Papa, wann sind wir da ?“, kaum nachdem man abgefahren ist.
Hier ist jetzt Ihre ganze Kreativität gefragt. Liest Ihr Kind gerne und wird ihm nicht schlecht beim Lesen im Auto, ist ein spannendes Kinderbuch geeignet oder eine Hörkassette. Auch Bücher zum Ausmalen sind zur Ablenkung geeignet. Ausnahmsweise, es ist meist schwer zu verhindern, tut der Gameboy seine Pflichten. Gut sind auch Gesellschaftsspiele wie Mühle, Dame, ggf. Schach (am besten als Steckspiel oder fixiert durch Magneten) oder Kartenspiele.

Sind die Kinder davon ermüdet und die Fahrt ist immer noch nicht zu Ende bleibt immer wieder spannend: „ich sehe was, was Du nicht siehst, und das ist grün“ o.ä. Oder es werden Autoschilder gelesen, und überlegt welche Städte sich hinter den 2 oder 3 Buchstaben verbergen, und wo diese liegen könnten. Sie können sich Geschichten erzählen, lesen Sie etwas vor, oder zählen Sie alle roten, blauen oder schwarzen Autos oder alle Lastwagen.

Wenn die Kinder älter, sind eignen sich Hörkassetten mit ihren beliebtesten Abenteuern. Ganz cool ist natürlich ein tragbarer DVD-Player der hinter der Kopfstütze angebracht werden kann.
Für den Betrieb mehrerer elektrische Geräte benötigt man eine Auto-Mehrfachsteckdose.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sein wollen, haben sich Nachtfahrten bewährt. Es herrscht deutlich weniger Verkehr, d.h. man fährt gleichmäßiger und die Kinder schlafen meist schnell wieder ein. Natürlich gibt es einen Nachteil: Ihre Kinder kommen ausgeruht am Urlaubsziel an, Sie eher nicht.

Wenn möglich steigen Sie also in einen Auto-Reisezug, der Sie alle gemeinsam ausgeruht eine ganze Strecke weit bringt. Die Investition lohnt sich.

Kleinkindern und Heranwachsenden Kindern sollten Sie alle 2 Stunden eine Pause gönnen (sich selbst übrigens auch), damit sie die Zeit haben, sich zu bewegen. Wenn alles schläft, braucht dennoch der Fahrer diese Pausen.
Laufen Sie eine Raststätte an, auf der es einen Spielplatz gibt und machen Sie dort Lauf- und Spielübungen..

Denken Sie bitte an Auto-Kindersitze und Fensterrollos als Sonnenschutz,
Und nehmen Sie die Lieblingsgetränke und Lieblingsbonbons Ihrer Kinder, die es sonst nicht so oft gibt, mit.
Was immer auch passiert, versuchen Sie ruhig und entspannt zu wirken, es färbt auf die Kinder ab. Wir wünschen eine gute Fahrt.
 

Was sollte ich bei Reisen mit dem Auto beachten?

Sicher, Urlaubsreisen mit dem Auto sind möglich, aber sie sind strapaziöser als Bahnreisen oder das meist viel kürzere Reisen mit dem Flugzeug.

Beim Reisen mit dem Auto sind allerdings Pausen wichtig, die alle ein bis zwei Stunden erfolgen sollten und dann bitte nicht nur zum Sitzen in die Autobahngastsstätte, sondern gönnen Sie Ihrem schwangeren Bauch, Ihrem Kreuz und Ihren Beinen Bewegung und Entspannung.

Versorgen Sie sich mit ausreichend Flüssigkeit und lassen Sie nie Ihr Baby Ihr Kleinkind oder auch Ihren Hund im Sommer allein im geschlossenen Wagen. Schon nach kurzer Zeit (15 min) können die Temperaturen bei Sonneneinstarhlung lebensgefährliche Bereiche erreichen.
(Bei einem Test in praller Sonne stieg die Temperatur nach einer halben Stunde um 16°, nach einer Stunde um 26°C! Das wären bei 30° Außentemperaturen im Sommer 56°C. Bei solchen Werten bricht die Temperaturregulierung des kleinen Körpers schnell zusammen).
 

Bis zu welcher Schwangerschaftswoche darf ich fliegen?

Die Lufthansa gestattet bei unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf Flüge bis 4 Wochen vor dem Entbindungstermin.
Danach ist ein Flug nur noch möglich, wenn eine Genehmigung über den medizinischen Dienst der Lufthansa eingeholt wurde. Gleiches gilt für eine Mehrlingsschwangerschaft. Sinnvoll ist aber in jedem Fall, eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes dabei zu haben.
Achten Sie bitte darauf dass es für Flüge in die USA und Kanada besondere Bestimmungen gibt.
 

Wann sollten Flüge in der Schwangerschaft besser unterlassen werden?

1. Abgeraten wird Schwangeren von Reisen in Malariagebiete. Malaria kann zu erheblichen Komplikationen bis zu Totgeburten führen. Muss dennoch einer Reise in diese Gebiete erfolgen, sind nach Rücksprache mit dem Hamburger Tropeninstitut die Medikamente: Chloroquin und Proguanil (vom 4. Monat an auch Mefloquin) erlaubt. Denken Sie dennoch stets daran, sich vor Mückenstichen zu schützen, durch Mücken-abweisende Lotionen, durch eine, den ganzen Körper bedeckende Kleidung, sowie nachts durch den Schutz unter Moskitonetzen.

2. Abgeraten von Flugreisen wird Schwangeren mit Herz-Kreislaufproblemen und Flugangst.

3. Nicht fliegen dürfen Schwangere, die eine Gestose haben (Praeeklampsie oder auch                       Schwangerschaftsvergiftung genannt), einhergehend mit erhöhtem Blutdruck, Wasser in den           Beinen und vermehrtem Eiweiß im Urin.
4. Auch Schwangere mit einer Placenta praevia (vorliegendem Mutterkuchen) dürfen 
wegen der         Gefahr der plötzlichen Blutungen nicht fliegen.

5. Schwangere mit Mehrlingen sollten nach der 28. SSW nicht mehr fliegen.

Insgesamt sind also die Risiken in der Schwangerschaft überschaubar und wenn Sie sich gut fühlen und sich schon lange auf diese Reise gefreut haben, gibt es keinen Grund, Sie von Fliegen abzuhalten, wenn Sie die oben genannten Besonderheiten berücksichtigen.
Guten Flug, also und gute Reise wünscht
Ihr mothers-talk-team.
 

Schwanger auf Kreuzfahrtschiffen.

Kreuzfahrten werden immer populärer, ihre Anzahl wächst von Jahr zu Jahr. Gerade für Schwangere können Kreuzfahrten besonders geeignet sein. Man bekommt verschiedene Orte zu sehen, hat aber sein „Wohnzimmer“ und seine Garderobe immer dabei, ohne ständig packen zu müssen. Und bei Bedarf legt man sich einfach bei frischer Luft in den Liegestuhl und entspannt.

Schwangere sollten aber die AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen) genau lesen, jede Reederei stellt eigene Bedingungen auf, zu denen sie Schwangere transportiert.
Setzen Sie sich vor einer Abreise mit dem Reisebüro aber auch mit der jeweiligen Reederei und selbstverständlich mit Ihrem Arzt in Verbindung.
Wichtig ist in jedem Fall ein Attest Ihres Arztes, am besten auch in englischer Sprache.Der Arzt muss die Reisetauglichkeit attestieren. Probleme wie Blutungen und vorzeitige Wehentätigkeit müssen ausgeschlossen sein.

Die meisten Reedereien lehnen eine Kreuzfahrt bei Schwangere, die die 28.SSW erreicht haben, ab.

War Ihnen zum Zeitpunkt der Buchung die Schwangerschaft noch nicht bekannt,
teilweise liegen ja Monate zwischen Buchung und Reisebeginn, wird Ihnen die
Reederei den vollen Preis zurückerstatten, wenn Sie unmittelbar nach Bekanntwerden der Schwangerschaft die Reise stornieren.
 

Worauf sollte ich bei Reisen in der Schwangerschaft noch achten?

  •  Wandern. Ein längerer Aufenthalt in Höhen über 2000m – max. 2500m wird nicht angeraten. Beim Wandern haben sie vermehrt Gelegenheit mit Zecken in Berührung zu kommen, auch der kalte und lange Winter (2013) ändert vermutlich nichts an der Zeckenplage und der damit verbundenen Gefahr einer Hirnhautentzündung, zumal sich ihr Ausbreitungsgebiet immer weiter ausdehnt. Die meisten Erkrankungen gibt es zwar in Bayern und Baden-Württemberg, aber selbst in Norddeutschland, Dänemark und Finnland sind Viren gefunden worden, die von den Zecken übertragen werden und die Lyme-Borreliose übertragen. Auffallend ist dann ein rundlicher roter Fleck mit fransiger Umrandung. Zu diesem Zeitpunkt können noch Medikamente eingenommen werden, man sollte sich allerdings schnellstens untersuchen lassen.
  • Schwangere sind anfälliger für Schwindel, weshalb Stürze häufiger vorkommen. Aus diesem Grunde sollte Klettern vermieden werden.
  • Skilaufen und Reiten sollten Sie nur noch machen, wenn Sie in diesem Sport geübt sind. 
  • Schwimmen wird wärmstens empfohlen, der Auftrieb des Wassers entlastet Ihre beanspruchte Wirbelsäule und das Kreuzbein. Vom Tauchen wird abgeraten, sie dürfen aber Schnorcheln.
  •  Vor Reisen zur Fußball-WM nach Brasilien sollten Sie sich im Tropeninstitut (Tel.Nr.: 0900-1234-999 – gebührenpflichtig) informieren. 

Medikamente auf Reisen. Was müssen Sie beachten?

Eine gut sortierte Reiseapotheke sorgt für mehr Sicherheit. Doch es gilt, die speziellen Zollvorschriften der einzelnen Länder zu beachten.
Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob eines der von Ihnen verwendeten Medikamente auf der „roten Liste“ Ihres Reiselandes stehen.

Medikamente und Babynahrung, die während der Reise oder während des Fluges benötigt werden unterliegen nicht meist den oben genannten Beschränkungen, sollten aber dennoch dem Sicherungspersonal vorgelegt werden. Am sinnvollsten ist zudem eine ärztliche Bescheinigung, die die Notwendigkeit der Einnahme bestätigt, wenn möglich auch auf Englisch.

Decken Sie sich ausreichend mit Ihren verordneten Medikamenten ein. Bei einem Einkauf im Ausland können Sie nie ganz sicher sein, ob es sich um Fälschungen handelt und aus welchen Inhaltsstoffen sie sich zusammensetzen. Zudem ist der Import (Einfihr) von Medikamenten aus Nicht-EU-Ländern verboten.
 

Darf in der Schwangerschaft geimpft werden?

Wenn Sie unbedingt exotische Länder besuchen wollen, sollten Sie vorher ein Tropeninstitut befragen, welche speziellen Risiken in diesen Ländern zu beachten sind, und gegen welche Infektionen Sie sich durch Impfungen schützen sollten.
In der Schwangerschaft sollte nur geimpft werden, wenn dies unbedingt notwendig ist, so die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts und gibt die Empfehlung: " mit Lebendimpfstoffen gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln, und Varizellen darf nicht geimpft werden“.
Folgende Impfungen dürfen nur eingeschränkt und immer nach Rücksprache mit einem Tropenmediziner durchgeführt werden: Impfungen gegen Cholera, FSME (aktiv), Hepatitis A (aktiv), Hepatitis B (aktiv), Influenza, Japanische Enzephalitis, Meningokokken-Meningitis, Pneumokokken, Tollwut, Typhus.

Unbedenklich sind Impfungen gegen Tetanus, Diphterie (im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel) und Polio.
Zu der Problematik des Impfens in der Schwangerschaft gibt es keine zuverlässigen, zahlenmäßig ausreichenden Daten, da Impfungen in der Schwangerschaft generell nur selten durchgeführt werden.
 

Sonneneinstrahlung und Schwangerschaft.

Die starke Sonneneinstrahlung, besonders in den südlichen Gefilden, besonders in der Zeit zwischen 10.00 und 14.00 Uhr kann gefährlich werden. Ein extrem hoher UV-A und UV-B-Schutz durch Cremes, Milch oder Spray ist daher unerlässlich.

UVA-Strahlen lösen zwar keinen Sonnenbrand aus, sie können aber ganz erheblich die Haut altern lassen und zur Entstehung eines Hautkrebses beitragen. Dieser alarmiert in zunehmendem Masse die Hautärzte. Jährlich erkranken ca. 200.000 Deutsche an Hautkrebs und keine Krebsart steigt so rasant, weshalb regelmäßige Hautkontrollen durch den Fachmann angesagt sind. Alle 2 Jahre können Kassenpatienten ab 35 Jahren ein Hautkrebs-Screening kostenlos durchführen lassen. „Die Haut vergisst nichts“ z.B. Sonnenbrände und Besuche von Sonnenstudios.
Es ist aber nicht nur wichtig, dass Sie die Cremes oder die Sonnenschutzmilch oder Gel verwenden, es muss auch dick aufgetragen werden. Für das Eincremen des ganzen Körpers sollte fast ein Viertel der Tube oder Flasche verwendet werden. Wenn Sie, bei einem Lichtschutzfaktor von 50, nur die Hälfte der erforderlichen Menge zum Einreiben verwenden haben Sie nur noch einen Lichtschutzfaktor von ca. 7!
Auch ohne Sonnenbrand kann aber Ihre Haut stark jucken. UV- und Infrarotstrahlen fördern das Austrocknen der Haut. Seien Sie mit Seifen nicht zu großzügig, ein Tropfen Duschgel reicht, anschließend sollte die Haut wieder mit einer Feuchtigkeitscreme eingesalbt werden.

Patienten, die zu Herpes (z.B. an den Lippen) neigen, sollten mit Ihrem Haus- oder Hautarzt besprechen, ob eine Prophylaxe mit Aciclovir® (3x300mg/Tag) sinnvoll ist. Manchmal hilft auch schon das Abdecken der Lippen mit z.B. Labiosan®.
 

Was besagt der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, um wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Lichtschutzfaktor 25 bedeutet aber nicht, dass Sie 25 mal länger in der Sonne bleiben können als ungeschützt.
Meiden Sie als Schwangere unbedingt die starke Mittagssonne und halten Sie sich auch sonst überwiegend im Schatten auf. In den übrigen Zeiten decken Sie Ihren Bauch mit einem Tuch ab.

Es gilt die sog. ABC-Regel:
A = Ausweichen (der Sonne); aber selbst im Schatten kommt es durch die Reflexion von Wasser, Sand oder Schnee dazu, dass bis zu 80% der Infrarotstrahlung dennoch die Haut erreicht. Suchen Sie als schwangere in der Mittagszeit besser geschlossene Räume auf.

B = Bekleiden (dunkle Kleidung schützt besser als helle); leichte Baumwolle schützt nicht, es sei denn es ist UV-schützende Kleidung, die nach UV-Standard 801 geprüft wurde. Die entsprechende Angabe dazu sollten sie auf dem Etikett der Kleidungfinden.

C = Cremen (aber richtig, d.h. dick auftragen.)

Wichtig ist auch, dass der Lichtschutzfaktor dem eigenen Hauttyp entspricht.

Hauttypen:
Typ 1: Bereits nach 10 Minuten besteht Sonnenbrandgefahr im Hochsommer bei heller Haut mit Sommersprossen und blonden oder roten Haaren.
Typ 2: Bereits nach ca. 20 Minuten bei heller Haut und blonden Haaren.
Typ 3: Sonnenbrandgefahr nach ca. 30 min. bei mittelfarbige Haut, dunklen Haaren und braunen Augen.
Typ 4: Bei dunkler Haut und dunklen Haaren: Sonnenbrandgefahr im Hochsommer nach 40 min.
Faustregel: Je intensiver die Sonneneinstrahlung und je empfindlicher die Haut, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.
 

Sonnenallergie, wodurch kann sie hervorgerufen werden?

Eine Sonnenallergie macht sich bemerkbar durch Bläschen und Rötungen auf der Haut, besonders im Brustbereich und an den Oberarmen. Sie tritt besonders nach ausgiebiger Sonneneinstrahlung auf und geht auf 3 wesentliche Ursachen zurück:

• die zuvor schon beschriebene UVA-Strahlung
Zersetzungsprodukte von Fettstoffen, die in vielen Sonnenschutzmitteln vorkommen und die zudem noch Emulgatoren (Zusatzstoffe) beinhalten.
• angebrochene Sonnenschutzmittel aus vergangenen Jahren. Sie werden leicht ranzig und können ebenfalls eine Allergie auslösen.

Zur Verhinderung einer Sonnenallergie verwenden Sie neue Sonnenschutzmittel ohne Fettstoffe und Emulgatoren auf fettfreier Gelbasis, sog. Hydrodispersionsgele. Gegen den Juckreiz bei aufgetretener Allergie helfen ebenfalls Gele (z.B. Fenistil-Gel®), das auch bei Mückenstichen angewendet werden kann.
Sonnenschutzinformationen über Internet und Handy und sogar den nahe gelegenen Hautarzt – zumindest in Deutschland finden Sie unter www.uv-check.
 

ACHTUNG: Medikamente und Hitze:

Beachten Sie bitte, dass viele Medikamente keine Hitze vertragen, und z.B. Kinderzäpfchen bei Hitze aufweichen. Verwenden Sie statt dessen Kindersäfte oder Tropfen. Achtung, wenn Insulin benötigt wird, es verliert unter 0° C und über 40°C seine Wirkung.
Zudem gibt es eine ganze Reihe von Medikamenten, die fototoxisch wirken, d.h. zu sonnenbrandähnlichen Hautveränderungen führen. Dazu gehören allerdings viele Medikamente, die von Schwangeren ohnehin nicht eingenommen werden sollen, wie Tetracycline (Doxycyclin®), Ciprofloxacin, Schmerzmittel wie Naproxen und Diclofenac, spezielle Antidepressiva aber auch Johanniskrautextrakte.
Erkundigen Sie sich vor der Reise bei Ihrem Arzt und achten Sie im Beipackzettel auf Hinweise zu fototoxischen Reaktionen.

Bedenken Sie auch, dass bei Reisen mit Zeitverschiebungen die Medikamenteneinnahme angepasst werden muss. Das gilt u.a. für Blutdruck- senkende Medikamente und besonders für Hormonpräparate – letztere aber spielen eher für Kinderwunschpatientinnen oder aber für junge Frauen (zur Verhütung) eine Rolle.
 

Malariagefahr im Urlaub und schwanger, worauf sollte ich achten?

Malaria ist immer noch die am häufigsten nach Deutschland eingeführte Krankheit. Im Jahre 2011 wurden 562 Fälle dem RKI (Robert-Koch-Institut) gemeldet, nur noch einer führte zum Tode.
(70 % der Erkrankten hatten keine Malaria-Prophylaxe durchgeführt).

Grundsätzlich sollte auch bei einem nur minimalen Malariarisiko auf eine konsequente Expositionsprophylaxe geachtet werden.
Neben imprägnierten Moskitonetzen und einer eher hellen Kleidung, werden hierbei auch Repellents (chemisches Insektenabwehrmittel) wie DEET (Diethyltoluamid) z.B. Nobite®Haut sensitiv verwendet. Wegen des Allergierisikos ist das allerdings für Schwangere nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen erst ab dem 2. Trimenon geeignet, für Kleinkinder hingegen aber nicht. Zusätzlich ist auch eine schon vor der Reise beginnende Chemoprophylaxe oder eine für den Notfall mitgeführte Standy by-Therapie möglich.
 

Krank von der Reise zurück?

Die Deutschen sind ja häufig schon Reiseweltmeister gewesen. Die Anzahl der Auslands-Reisenden, die krank zurückkehren ist in den letzten Jahren angestiegen.

Kommt ein Patient, speziell eine Schwangere, krank oder fiebernd von der Reise zurück, muss der Arzt kurzfristig feststellen, a) was ist die Ursache, b) wie schwer ist die Erkrankung und c) wie kann sie behandelt werden?
Man unterscheidet reisebedingte Erkrankungen, reiseassoziierte Erkrankungen und solche, die unabhängig von der Reise aufgetreten sind.
Ihr Arzt wird Sie nach Vorerkrankungen, nach der Einnahme von Medikamenten und nach Ihrem Reiseziel ebenso befragen wie nach Impfungen, die bei Ihnen bereits erfolgt sind.

Verschiedene Impfungen schließen ja schon einmal einige Erkrankungen aus, wie Hepatitis A und B, aber auch Gelbfieber. Einige Impfungen schließen allerdings den Ausbruch einer Erkrankung nicht sicher aus, wie Typhus- und Cholera-Impfungen.

Eine durchgeführte Malaria-Prophylaxe verringert stark die Wahrscheinlichkeit, an einer Malaria zu erkranken. Dennoch sollte eine gezielte Diagnostik erfolgen.
 

Welche Bedeutung hat der Reiseort für die Diagnostik einer Reiseerkrankung?

Die Kenntnis der besuchten Reiseregion kann schon einmal die Ursache der Erkrankungen eingrenzen. Dazu gibt es mittlerweile weltweite Erfassungssysteme für Erkrankungen von Reiserückkehrern, das GeoSentinel-Netzwerk (www.istm.org/geosentinel).
Danach finden sich bei Reise-Rückkehrern folgende Erkrankungen der Reihe nach:

• Magen-Darm-Erkrankungen (akute bakterielle Diarrhoe(Durchfall) und Durchfall, ausgelöst durch   Amöben oder durch Giardien (Geißeltierchen).
• Fieberhafte Erkrankungen wie Malaria und das Dengue-Fieber
• Hauterkrankungen
• Atemwegserkrankungen
• Sexuell übertragene Erkrankungen
• Erkrankungen, die durch Impfungen hätten vermieden werden können und
• HIV , das Virus, das AIDS auslösen kann.

Wichtig ist zudem, ob Sie sich nur kurzfristig oder über einen längeren Zeitraum an Ihrem Reiseziel aufgehalten haben.
Bei Kurzzeitreisen trifft man auf Krankheiten mit kurzer Inkubationszeit
(Dengue-Fieber).
Bei deutlich längeren Aufenthalten werden häufiger Erkrankungen mit einer längeren Inkubationszeit diagnostiziert, wie Wurmerkrankungen oder eine Tuberkulose.

Mittlerweile gilt, dass jedes unklare Fieber nach Tropenaufenthalt solange als Malaria anzusehen ist, bis diese Diagnose sicher ausgeschlossen ist.
 

Was tun bei Reisedurchfall?

Reisetips wie: „peel it, cook it or forget it“ helfen ebenso wenig eine Durchfallerkrankung (Diarrhoe) zu verhindern wie der gewöhnungsbedürftige Whisky-Schluck auf nüchternen Magen, denn z.B. Eiswürfel, häufig auch aus besseren Hotels, werden meist nicht mit abgekochtem Wasser gemacht, und Muscheln sind immer nur so gut, wie das Wasser, in dem sie aufgewachsen sind.

Was also tun? Probiotika stehen zwar bei vielen ganz oben auf der Liste, bessern aber eine Diarrhoe nicht.                                                                                                                                 Die bei Kindern so wirksamen Rehydratations-Lösungen (Lösungen zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes) wirken bei Erwachsenen schlecht, hier reicht auch Orangensaft mit Salz und Zucker, um das flaue Gefühl, das Wasser und Elektrolytverlust auslösen, zu mindern.
Loperamid, z.B. Immodium® oder Lopedium® verkürzt die Erkrankung nur wenig, „gibt aber durch seine rasche Wirkung dem Reisenden seine Würde zurück“,wie es auf dem 11.Forum für Reisen und Gesundheit in Berlin 2010 formuliert wurde.

Solche sog. Bewegungshemmer, die die Beweglichkeit des Darmes einschränken, sollten allerdings nur fieberfreien Patienten gegeben werden, um Komplikationen zu vermeiden. Bei einer Reisediarrhoe hat sich in mehreren Studien das Tanninalbuminat (TannacompⓇ) zur Prophylaxe und zur Therapie bewährt.

Die Kombination mit einem Antibiotikum z.B. Rifaximin, als Xifaxamim® im Handel, scheint die Krankheit deutlich zu verkürzen. Es ist zudem auch für Schwangere geeignet, weil es nicht resorbiert wird, also nicht in den Körper aufgenommen wird.

An entsprechenden Schutzimpfungen wird gearbeitet, sie sind entweder noch nicht zugelassen oder sollen erst demnächst in den Handel kommen.
Eine Indikation zur antibiotischen Therapie besteht bei:
• einem bakteriell ausgelösten Durchfall z.B. durch Shigellen,
• einer Giardiasis (Metronidazol) oder auch bei einer Infektion mit Amöben.


 

Last-Minute-Reise? Reisen und Schwangerschaft -Kurzfassung für eilige Leser

Sie fühlen sich in der Schwangerschaft durch Ihren Arzt oder Ihre Hebamme gut betreut, nehmen alle Termine wahr, achten auf gesunde Ernährung und besuchen Geburtsvorbereitungskurse und, und, und…

Dennoch kann von Ihnen oder Ihrem Partner der Wunsch nach ein wenig Entspannung geäußert werden. Die sollten Sie sich auch gönnen. Vielleicht ist es auf lange Zeit der letzte gemeinsame Urlaub zu zweit.
Allerdings sollte die Vorbereitung die speziellen Belange der Schwangerschaft berücksichtigen. So bedenken Sie bitte einiges:

  • Wählen Sie ein nicht zu fernes Reiseziel. Insbesondere, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sein wollen, planen Sie alle 2 Stunden eine Pause ein, nicht gleich in ein Restaurant setzen, sondern erst einmal einen Spaziergang machen.
  • Ziehen Sie vor der Reise Stützstrümpfe an (immer erst, nachdem Sie die Beine 5 Minuten hoch gelagert haben). Sie entlasten damit die Venen, die durch die Schwangerschaft und nun durch langes Sitzen zusätzlich stark belastet werden (Thrombosegefahr).
  • Lassen Sie sich vor der Reise noch einen Untersuchungstermin bei Ihrem Arzt/Ärztin und/oder Ihrer Hebamme geben. Vergessen Sie Ihren Mutterpass nicht.
  • Planen Sie in Ihrer Reiseapotheke ausreichend Magnesium ein. Es hilft bei vorzeitigen Wehen und bei Wadenkrämpfen.
  • Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung und ist sinnvoll.  Eine Auslandskrankenversicherung ist nur sinnvoll, wenn Sie ein solche nicht schon über den ADAC (z.B.) oder über Ihre Kreditkarte haben (z.B. Business – Miles and More – Mastercard). Denken Sie aber daran einen Auslandskrankenschein Ihrer Krankenversicherung mitzunehmen.
  • Fast alle weltweiten Notrufnummern finden Sie unter mothers-talk/Nützliches. Lassen Sie sich bei der Ankunft in Ihrer Unterkunft die Adressen von Frauenärzten, Hebammen und Geburtskliniken geben.
  • Was sollten Sie meiden?
    Verzichten sollten Sie auf alle Extremsportarten wie z.B. Tauchen, Wanderungen auf über 2000 Meter Höhe, Surfen und Rafting. Auch zum Skilaufen wird wegen der Sturzgefahr nicht geraten (zumindest für ungeübte Skifahrer, aber auch Geübte sollten zurückhaltend fahren und das auch nur bis zur 24.SSW.) 
  • Verzichten Sie auf Saunabesuche, wenn Sie es nicht regelmäßig gewohnt sind (Schwangere haben leichter Kreislaufprobleme, die Hitze könnte dem Kind schaden). Aus dem Grunde meiden Sie bitte auch die direkte Sonneneinstrahlung insbesondere des Bauches.
  • Meiden Sie in den ersten Schwangerschaftswochen Whirlpools wegen der Infektionsgefahr. Scheideninfektionen können Auslöser von Frühgeburten sein.
  • Meiden Sie fettreiche und eiweißarme Speisen und bestellen Sie Ihr Essen am besten dort, wo Sie eine sachgemäße Zubereitung vermuten können. Essen Sie keine Rohkost und Halbgegartes, und trinken Sie, insbesondere in warmen Regionen oder größeren Höhen, ausreichend Flüssigkeit (Mineralwasser aus Flaschen mit Originalverschluss oder abgekochtes Wasser).

Im Anhang finden Sie Vorschläge für Ihre Reisevorbereitung:
z.B. Reiseapotheke
z.B. Reisetips von A – Z
z.B. UrlaubsCheckliste
z.B. Urlaubs-Checkliste für Reisen mit Babys
 

Krebserkrankungen durch starke Sonneneinstrahlung mit Sonnenbrand und häufigen Besuch von Solarien?

Wußten Sie, dass der "schwarze Hautkrebs", das Maligne Melanom, mittlerweile der häufigste bösartige Tumor bei jungen Frauen ist? Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven berichtet in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass bei Frauen zwischen 20 und 29 Jahren das Maligne Melanom an der Spitze der Krebserkrankungen steht.

Allein in diesem Jahr (2013) sollen demzufolge 234.000 Menschen neu an einem Hautkrebs erkranken, davon 206.000 an dem sog. "Weißen Hautkrebs", einem Krebs, der nur selten Tochtergeschwülste bildet und ca. 28.000 an dem gefährlicheren Malignen Melanom.

Wer ist besonders gefährdet? Normalerweise haben Menschen ca. 20 sog. Naevi (Muttermale). Sollten es über 50 sein, ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen einen Hautarzt aufzusuchen. Ab dem 35.Lebensjahr hat ohnehin jeder gesetzlich Versicherte die Möglichkeit zu einer kostenlosen Hautkrebsfrüherkennung.

 

 

Was sollte man in der Schwangerschaft meiden?

 1.  Verzichten sollten Sie auf alle Extremsportarten wie z.B. Tauchen, wegen der Gefahr der Stickstoffblasenbildung beim Auftauchen und der daraus entstehenden Möglichkeit einer Schädigung des Ungeborenen,  Wanderungen über  2000 Meter Höhe wegen des Sauerstoffmangels. Vom Surfen, Rafting, wird ebenso abgeraten wie vom Skilaufen (zumindest bei Anfängern und nur bis zur 24. SSW bei Fortgeschrittenen) wegen der damit verbundenen Sturzgefahr.

2.   Verzichten Sie auf Saunagänge, wenn Sie es nicht regelmäßig gewohnt sind, oder kürzen Sie die Saunagänge ab (Schwangere haben leichter Kreislaufprobleme, die Hitze könnte dem Kind schaden). Aus dem Grunde meiden Sie bitte auch die direkte Sonneneinstrahlung insbesondere des Bauches.

3.   Meiden Sie in den ersten Schwangerschaftswochen Whirlpools wegen der Infektionsgefahr. Scheideninfektionen gehen mit vermehrter Frühgeburtlichkeit einher!

4.   Meiden Sie fettreiche und eiweißarme Speisen, und bestellen Sie Ihr Essen am besten dort, wo Sie eine sachgemäße Zubereitung vermuten können. Essen Sie keine rohen, ungekochten Nahrungsmittel. Und trinken Sie, insbesondere in warmen Regionen oder größeren Höhen ausreichend Flüssigkeit (kein Leitungswasser sondern abgekochtes Wasser oder aus Sprudelflaschen). Seien Sie besonders in den Mittelmeerländer vorsichtig mit Eisverkäufern, die ihr Eis selber zubereiten (Salmonellengefahr) und wählen Sie besser abgepacktes Fertigeis. 

 

Wie reist es sich am besten mit Kleinkindern?

Kinder diesen Alters fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung also zu Hause am wohlsten. Insofern sollte man sich zweimal überlegen, ob man sich, dem Kind und ggf. auch den Mitreisenden den unvermeidlichen Reisestress zumuten möchte. 

Wer mit Babys oder Kleinkindern in Urlaub fährt, benötigt einen großen Wagen in dem das halbe Kinderzimmer verstaut wird.

Von Reisen mit Säuglingen im ersten halben Jahr wird abgeraten. Zumindest muten Sie den Babys und kleinen Kindern lieber Reisen an die Ostsee zu, statt Sylt (wegen des Reizklimas an der Nordsee) und ins Mittelgebirge statt ins Hochgebirge (wegen des geringeren Sauerstoffgehalts in der Luft).

Tropen sind für Kleinkinder nicht geeignet. Die dort häufig grassierenden Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber und Typhus können bei Kindern sehr schwer verlaufen, bzw. erfordern entsprechende Impfungen soweit möglich. Zudem können Durchfallerkrankungen durch nicht abgekochtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel bedrohliche Auswirkungen haben. Die Kinder verlieren dann in kurzer Zeit extrem viel Wasser und sind viel zu schwach, um ausreichend zu trinken. Hier sollte unverzüglich das nächste Krankenhaus angelaufen werden.

Vereinzelt gibt es Hotels, die Kinderwagen, Töpfchen, Babyflaschenwärmer und Badewanne bereit halten (zu erfragen unter www. newlifehotels.com) sie sind aber eher die Ausnahme.

  • Legen Sie Ihre Abfahrtzeit so, dass es kurz vor dem üblichen Einschlafen losgeht, legen Sie Kuscheltuch und eine entsprechende Decke und vielleicht noch den Schnuller bereit; wenn es eine Spieluhr zum Einschlafen gewohnt ist, auch die. Schlafende Kleinkinder lassen Sie am entspanntesten fahren.
  • Bitte bewahren Sie keinerlei Sachen auf der Ablage hinter dem Kind auf, die beim scharfen Bremsen nicht nur auf Ihr Kind fallen könnten.
  • Denken Sie an einen ausreichenden Sonnenschutz. Die kindliche Haut ist sehr sonnenempfindlich.
  • Die sicherste Ernährung für einen Säugling auf Reisen ist das Stillen.
  • Untersuchen Sie am Urlaubsort die Umgebung nach möglichen Unfallgefahren ab. Besonders in den Ländern südlich der Alpen achten Sie auf wackelige Geländer, Stacheldraht an der Hotelgrenze u.ä. 
  • Badeunfälle sind leider bei Kindern besonders häufig. Kinder sollten nie ohne Schwimmflügel oder Schwimmgürtel unbeaufsichtigt am Strand spielen.
  • Tiere sind gerade in den wärmeren Gegenden nicht frei von Krankheitserregern wie Parasiten und Würmern. Daher Vorsicht beim Streicheln.
  • Damit Sie einen möglichst beschwerdefreien Urlaub mit Babys und Kleinkinder genießen können: Eine Checkliste für Reisen mit Babys und Kleinkinder finden Sie unter "Nützliches".

Darf ich in der Schwangerschaft fliegen?

Natürlich geht Fliegen am schnellsten. Allerdings haben viele Schwangere Sorgen, wenn es um den Flug in großer Höhe geht, da Sauerstoffmangel, Ozon- und Strahlenbelastungen befürchtet werden.
1. Ein möglicher Sauerstoffmangel braucht Sie nicht zu ängstigen, da die Druckkabine des Flugzeugs in einer Flughöhe von ca. 12.000 m einen Sauerstoff(partial)druck bewirkt, als würden Sie sich in bis zu 2400 m Höhe aufhalten. Bis maximal zu dieser Höhe dürfen Sie sich auch in den Bergen bewegen.
Sauerstoffmängel sind laut Aussage des Chefarztes der Lufthansa kein Thema: Im Falle eines möglichen Druckverlustes fallen für alle Passagiere die Sauerstoffmasken aus der Decke und ersetzen so den fehlenden Sauerstoff.

2. Auch die Strahlenbelastung braucht Sie nicht zu beunruhigen. Im Flugzeug befindet man sich quasi in einem Farradayschen-Käfig, der die meiste Strahlenbelastung fernhält. Allerdings gilt das nicht für das Begleitpersonal (Stewardessen), die sich ja ständig im Flugzeug in großer Höhe aufhalten.
Bislang gibt es allerdings keine einzige Studie, die eine Strahlengefährdung nachgewiesen hat, obwohl man befürchtet, dass bei einer zu hohen Belastung die Hirnentwicklung des Föten in der 8.-15. Schwangerschaftswoche gefährdet sein könnte. Soweit uns bekannt ist, sind entsprechende Messgeräte in den Flugzeugen nicht vorhanden.

3. Den im Sommer 2013 diskutierte Ozon- und Gasgehalt in den Druckkabinen kann ob der kurzen Einwirkzeit von wenigen Stunden vernachlässigt werden. Bislang ungeklärte Auswirkungen könnte das aber für das Kabinenpersonal bedeuten.

4. Es heißt: Reisen verdoppelt die Thrombosegefahr. Besonders bei langen Flügen besteht, durch das lange Sitzen, die Gefahr von Durchblutungsstörungen in den Beinen. Das gleiche gilt aber auch für Autofahrten und Bahnreisen, wenn Sie nicht mindestens alle 2 Stunden aufstehen und herumlaufen.
Vorbeugend sollten deshalb Kompressionsstrümpfe (Unterschenkelstützstrümpfe) angezogen werden, am besten im Liegen, nachdem die Beine zuvor ein paar Minuten hoch gelagert wurden.
Im Flugzeug sollte man immer wieder einmal mit den Füßen auf und ab wippen, um 
die Blutzirkulation in den Beinen in Gang zu halten. Stehen Sie auch immer wieder auf und gehen auf dem Gang hin und her.
4. Wichtig ist, viel Wasser oder Tee zu trinken, sonst dickt das Blut noch mehr ein
5. Wegen des in der Kabine bestehenden Unterdrucks ist es ratsam, Joghurts und
Milchdöschen vorsichtig zu öffnen.
 

Worauf sollte man besonders bei Flugreisen in der Schwangerschaft noch achten?

Denken Sie bitte daran, dass bei Flugreisen im europäischen Raum bestimmte flüssige oder gelartige Produkte nur mitgeführt werden dürfen, wenn Sie in einer verschließbaren Klarsichthülle (Zipper) aufbewahrt werden und maximal 100 ml fassen. Der Beutel muss dem Sicherheitspersonal getrennt vorgelegt werden. Medikamente und Babynahrung, die während des Fluges benötigt wird unterliegen diesen Beschränkungen nicht, sollten aber dennoch dem Sicherungspersonal vorgelegt werden.

  1. Wandern. Ein längerer Aufenthalt in Höhen über 2000 m wird nicht angeraten. Schwangere sind zudem anfälliger für Schwindel, weshalb Stürze häufiger vorkommen. Aus diesem Grunde sollte Klettern vermieden werden. Skilaufen und Reiten sollten Sie nur noch machen, wenn Sie in diesem Sport geübt sind.                                                                                                     Beim Wandern haben sie vermehrt Gelegenheit mit Zecken in Berührung zu kommen, auch der kalte und lange Winter (2013) ändert vermutlich nichts an der Zeckenplage und der damit verbundenen Gefahr einer Hirnhautentzündung, zumal sich ihr Ausbreitungsgebiet immer weiter ausdehnt. Die meisten Erkrankungen gibt es zwar in Bayern und Baden-Württemberg, aber selbst in Norddeutschland, Dänemark und Finnland sind Viren gefunden worden, die von den Zecken übertragen werden und die Lyme-Borreliose übertragen. Auffallend ist dann ein rundlicher roter Fleck mit fransiger Umrandung. Zu diesem Zeitpunkt können noch Medikamente eingenommen werden, man sollte sich allerdings schnellstens untersuchen lassen.
  2. Vor Reisen zur Fußball-WM nach Brasilien sollten Sie sich im Tropeninstitut (Tel.Nr.: 0900-1234-999 – gebührenpflichtig) informieren, insbesondere über das afrikanische Zeckenbissfieber, Malaria usw. 

Sie sind schwanger und möchten noch einmal zu zweit in den Urlaub fahren. Schwanger und Reisen, geht das?

Sie fühlen sich in der Schwangerschaft durch Ihren Arzt oder Ihre Hebamme gut betreut, nehmen alle Termine wahr, achten auf gesunde Ernährung und besuchen Geburtsvorbereitungskurse und, und, und… Dennoch kann von Ihnen oder Ihrem Partner der Wunsch nach ein wenig Entspannung geäußert werden. Die nämlich sollte Sie sich auch gönnen. Vielleicht ist es auf lange Zeit der letzte gemeinsame Urlaub zu zweit.

Zahlreiche Gedanken schießen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie eine Reise schon lange geplant und gebucht haben und gerade erfahren, dass Sie schwanger sind:

 

Muss ich die Reise absagen?

Habe ich eine Reise-Rücktrittsversicherung?

Zahlt die im Falle einer Schwangerschaft?

Darf ich fliegen, oder wie lange darf ich Autofahren?

Darf ich ins Gebirge fahren, in die Tropen? Und, und, und…

 

Vielleicht fragen Sie sich zunächst, bin ich ein ängstlicher Typ oder mache ich mir eher weniger Sorgen. Für die sorgenfreien Schwangeren gibt es eher weniger Einschränkungen, dennoch sollten auch Sie einiges beachten; die ängstlichen sollten sich die nächsten Fragen aufmerksam durchlesen.

Allerdings sollten Sie bei der Vorbereitung die speziellen Belange der Schwangerschaft berücksichtigen. So planen Sie bitte einiges etwas längerfristig vor.

 

Dazu sehen Sie bitte unter ‚Nützliches‘ – Reiseinformationen:

a) Urlaubscheckliste
b) Weitere Reisetips
c) Reiseapotheke

 

Was sollte man bei Reisen in der Schwangerschaft berücksichtigen?

1. Wählen Sie ein nicht zu fernes Reiseziel. Schwangere sollten Reiseziele innerhalb Europas wählen.

2. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sein wollen, planen Sie alle 2 Stunden eine halbstündige Pause ein, setzen Sie sich               nicht  gleich in ein Restaurant, sondern machen erst einmal einen Spaziergang.

 

3. Ziehen Sie vor der Reise Stützstrümpfe an (immer erst, nachdem Sie die Beine 5 Minuten hoch gelagert  haben). Sie                   entlasten damit die Venen, die durch Schwangerschaft und nun zusätzlich durch langes Sitzen stark belastet werden                    (Thrombosegefahr).

 

4. Lassen Sie sich vor der Reise noch einen Untersuchungstermin bei Ihrem Arzt oder der Hebamme geben. Vergessen Sie             den Mutterpass nicht.

 

5. Schließen Sie eine Reiserücktrittsversicherung mit Rücktransport ab. (Eine Schwangerschaft wird im allgemeinen nicht           als Grund für einen Reiserücktritt akzeptiert; es sei denn, Ihnen wird wegen einer  Erkrankung eine Reiseunfähigkeit vom             Arzt attestiert). Die allein reicht aber nicht:

        Schließen Sie auch eine  Reiseabbruchversicherung ab. Nur die zahlt den Abbruch der Reise für Sie und Ihren Partner für         den Fall, dass Sie die Reise abbrechen müssen. Es gibt Anbieter mit Kombinationsverträgen.

 

6. Eine Auslandskrankenversicherung ist nur sinnvoll, wenn Sie ein solche nicht schon z.B. über den ADAC oder über Ihre           Kreditkarte haben. Denken Sie aber an einen Auslandskrankenschein und an Ihre Versicherungskarte.

 

Gesetzlich Versicherte erhalten zwar von Krankenversicherung mit den neuen Versichertenkarten automatisch die EHIC (European health insurance card – Europäische Krankenversicherungskarte), die aber längst nicht alle medizinischen Behandlungen abdeckt. In den USA und Asien zahlt die Krankenkasse nichts.


Deshalb ist es wichtig, eine Auslandskrankenversicherung* bzw. eine private Reisekrankenversicherung abzuschließen, da auch viele Privat-Krankenkassen im Ausland nicht mehr die volle Leistung erbringen; zudem übernehmen sie den teilweise sehr teuren Krankenrücktransport nach Hause nicht. *(die Stiftung Warentest hat  41 derartige Versicherungen verglichen, Finanztest 5/2010). 

Diese Versicherungen zahlen den Rücktransport, wenn er medizinisch sinnvoll ist. Das aber entscheidet der Arzt der Versicherung in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt. (Hier sollten Sie besonders das Kleingedruckte lesen und vergleichen. Ist z.B. "ein Rücktransport medizinisch sinnvoll oder notwendig?" „Notwendig“ schränkt das Recht auf einen Rücktransport erheblich ein).

Die Kostenübernahme ist aber auch nur bei unvorhergesehen medizinischen Behandlungen sichergestellt. Chronisch Kranke müssen sich vor Urlaubsbeginn vom Arzt attestieren lassen, dass eine Reise für sie unbedenklich ist.

 

 7. Informieren Sie sich ggf. über das Auswärtige Amt , ob von Reisen in bestimmte Regionen abgeraten wird. Gegenwärtig               sind der Nahe Osten wegen der politischen Unruhen und Mexiko wegen der hohen Kriminalitätslage nicht empfehlenswert.          (www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/laenderinformationsdienst.jsp).

 8. Besonders, wenn Sie in tropische Regionen fahren, informieren Sie sich z.B. beim Bernhard-Nocht-Institut  für                               Tropenmedizin in Hamburg (www.tropenkrankenhaus.de)(Tel.Nr.: 0900 1234-999 ? gebührenpflichtig)  nach speziellen                   Infektionen in Ihrem Reiseland und der Möglichkeit einer vorherigen Impfung.

 

9. Sie sollten sich nicht längere Zeit in Höhen über 2000m aufhalten.

 

10. Wenn Sie sich über die hygienischen Umstände in Ihrem Reiseland nicht sicher sind, vermeiden Sie Leitungswasser, Eis,             schwach gekochtes Gemüse oder ungeschältes Obst.

 

11. Fast alle weltweiten Notrufnummern finden Sie unter mothers-talk: "Nützliches".

 

12. Ebenfalls unter "Nützliches" finden Sie:

        a) Urlaubscheckliste
        b) Weitere Reisetips
        c) Vorschläge für eine Reiseapotheke


       (Planen Sie in Ihrer Reiseapotheke ausreichend Magnesium ein, es hilft bei vorzeitigen Wehen und bei Wadenkrämpfen). 

       Lassen Sie sich bei der Ankunft in Ihrer Unterkunft am Urlaubsort die Adressen von Frauenärzten, Hebammen und                        Geburtskliniken geben.

 

 

13.   Lassen Sie sich bei der Ankunft in Ihrer Unterkunft am Urlaubsort die Adressen von Frauenärzten, Hebammen und                       Geburtskliniken geben.


14.   Besonders bei Reisen mit dem Auto ins Ausland ist es ratsam, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

 

 

 

Welche Schwangerschaftsmonate sind zum Reisen am günstigsten?

Die ersten Schwangerschaftsmonate sind häufig gekennzeichnet durch Übelkeit, manchmal Erbrechen, Müdigkeit usw. Die ersten 3 Monate sind daher zum Reisen eher ungeeignet. In den ersten 3 Monaten treten auch häufiger noch Blutungen auf, so dass Sie Ärzte zum Ausschluss einer Fehlgeburt aufsuchen müssten.

Das ist im Ausland nicht immer ganz einfach. Allerdings, wenn Sie sich pudelwohl fühlen, muss auch in dieser Zeit nicht von einer Reise abgeraten werden.

Im mittleren Schwangerschaftsdrittel sind die Beschwerden meist am geringsten, weshalb Reisen in dieser Zeit geplant und durchgeführt werden sollten.

 

Im dritten Schwangerschaftsdrittel wird die Beweglichkeit durch den Leibesumfang geringer, es kommen Kreuzschmerzen hinzu, vorzeitige Wehen können auftreten und eine Reihe von Fluggesellschaften nimmt Sie ab 34. SSW nur noch mit ärztlichem Attest oder auch gar nicht mehr mit.

 

Warum wird meist das Reisen mit der Bahn in der Schwangerschaft empfohlen?

Bei nicht allzu weiten Reisen ist die Bahn das empfehlenswerteste Verkehrsmittel für Schwangere,

Sie reisen viel entspannter, sie haben genügend Bewegungsfreiheit, können aufstehen, wann Sie wollen, haben keinen Stress, keine Staus und deutlich geringere Unfallgefahren.
Sie können den Stress weiter reduzieren, in dem Sie sich Platzkarten reservieren, und das Gepäck ggf. 4 – 6 Tage vor dem Reisebeginn über den Haus-zu-Haus-Service der Deutschen Bahn abholen lassen. (nach unseren Informationen kostet das erste Gepäckstück ca. 15,00 €, jedes weiter unter 10 €).

Dieser Service gilt innerhalb Deutschlands und Österreich, für Südtirol, Frankreich und die Niederlande. Koffer und auch Sondergepäck wie Kinderwagen und Fahrräder werden abgeholt und direkt ins Ferienquartier geliefert.

Ansonsten können Sie sich Fahrräder und Autos am Zielbahnhof vorbestellen.
Etwas preiswerter (ca. 9 EUR pro Gepäckstück) wird es, wenn man das Gepäck vor der Abreise selbst aufgibt. Es wird dann am Zielort zugestellt.
 

Wie kann ich den jet-lag vermeiden?

Durch das Überfliegen mehrerer Zeitzonen ändert sich der Tag- und Nacht-Rhythmus. Diese Zeitverschiebung löst bei einer ganzen Reihe von Menschen unterschiedliche Reaktionen aus, von Abgeschlagenheit über Müdigkeit und abnehmender Konzentrationsfähigkeit bis zur allgemeinen Erschöpfung.

Wichtig ist, sich vor Ort dem dortigen Tag- und Nachtrhythmus so schnell wie möglich anzupassen, sich viel im Tageslicht aufzuhalten und schon die erste Nacht zum Schlafen nutzen. Vermeiden Sie übermäßige Anstrengungen.

Die CRM-Reisemedizin für Ärzte (www.crm.de) empfiehlt, sich bereits einige Tage vor der Abreise an die Bedingungen Ihres Reiseziel-Ortes anzupassen. Bei Reisen nach Westen sollten Sie länger Aufbleiben und entsprechend später Aufstehen.
Bei Reisen in östliche Richtung wird angeraten, früher als gewohnt ins Bett zu gehen und entsprechend früher aufzustehen.