Listeriose

Was ist eine Listeriose?

Die Listeriose ist eine häufig schwer verlaufende Erkrankung, die durch ein bewegliches,         begeißeltes Bakterium (Listeria moncytogenes), das in der Natur weit verbreitet ist, ausgelöst wird.
Es findet sich in tierischen Ausscheidungen, in nicht ausreichend sterilisierter Milch, in biologisch gedüngtem Gemüse und im Fleisch von Kälbern und Lämmern.
Schwangerschaften enden nach einer Listeriose-Infektion bis zu 60 % mit einer Fehl- oder Frühgeburt.

 

Welche Symptome (Krankheitserscheinungen) treten bei der Listeriose auf?

Die Mehrzahl der Infektionen verläuft unbemerkt, es können aber auch grippeähnliche Erkrankungen auftreten, die ggf. mit Konjunktivitis (Augen-Bindehautentzündung), Durchfällen und Blutvergiftungen einhergehen.

Die Häufigkeit einer Infektion in der Schwangerschaft wird mit 1 % (ein Fall auf 1000 Schwangere) angegeben.                                                                           Bei Schwangeren kann es zu einem zweiphasigen Verlauf kommen: zunächst treten Fieber, Schüttelfrost, Lymphknotenschwellungen am Nacken, Kreuzschmerzen, Durchfall und Harnweginfekte auf.                                         Nach Abklingen des Fiebers kann es nach bis zu 14 Tagen erneut zum Fieberanstieg kommen. Die Ursache ist dann häufig ein sog. Amnioninfektionssyndrom mit der Gefahr der fieberhaften Fehl- oder auch Totgeburt.
Bei der Infektion von Neugeborenen kann es sich meist um eine vorgeburtlich, intrauterin (pränatal) erworbene Infektion handeln. Seltener findet eine Übertragung unter der Geburt (perinatal) oder Infektion nach der Geburt (neonatal) statt.
Bei der neonatalen Listeriose kann es zur Trink- und Atemschwäche, zu Erbrechen und Krämpfen kommen. Hohes Fieber, Vergrößerung von Leber und Milz können auf eine Sepsis mit hoher Sterblichkeit hinweisen.
Die Neugeborenen-Listeriose ist meldepflichtig.
 

Wie werden Listerien übertragen?

Listerien werden über Lebensmittel aufgenommen. Sie kommen in nicht wärmebehandelten Fleisch- und Fischprodukten sowie in der Milch vor. Zudem gelten Sprossen, Salat und vorgeschnittenes Obst als die am häufigsten mit Listeriose verseuchten Lebensmittel.
 

Wie lang ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit ist die Zeit zwischen Beginn der Infektion, durch Aufnahme der Listerien über die Nahrung, bis zum Ausbruch der Krankheit.                                

Sie liegt zwischen 5 und 70 Tagen und kann daher nur schwer bestimmt werden.

Wie verläuft die Listeriose-Erkrankung?

Wenn die Listeriose nur leichte Krankheitssymptome aufweist, bleibt die Erkrankung häufig unerkannt, so verlief die Infektion lt. Robert-Koch-Institut (2012) bei 15,4 % der Schwangeren ohne Symptome.

55 % berichteten über fieberhafte Verläufe.
In schweren Fällen, die bei Schwangeren 
aber nur sehr selten beobachtet werden, kann es aber auch zu Fieber und Durchfall kommen, in extremen Fällen sind auch Todesfälle beschrieben.

 

Wie wird die Listeriose diagnostiziert?

Die Diagnose wird bei Listeriose-Verdacht durch Nachweis des Erregers gestellt.   In der Schwangerschaft sollte dann ein Rachen- und ein Vaginalabstrich, sowie Urin und ggf. Blut und Fruchtwasser für die Untersuchung abgenommen werden.

Bei Neugeborenen sollte ein Abstrich aus dem Ohr und eine Liquorprobe (über eine Punktion des Wirbelkanals) eingesandt werden.
 

Wie wird die Listeriose diagnostiziert?

Die Diagnose wird bei Listeriose-Verdacht durch Nachweis des Erregers gestellt.   In der Schwangerschaft sollte dann ein Rachen- und ein Vaginalabstrich, sowie Urin und ggf. Blut und Fruchtwasser für die Untersuchung abgenommen werden.

Bei Neugeborenen sollte ein Abstrich aus dem Ohr und eine Liquorprobe (über eine Punktion des Wirbelkanals) eingesandt werden.
 

Wie wird die Listeriose diagnostiziert?

Die Diagnose wird bei Listeriose-Verdacht durch Nachweis des Erregers gestellt.   In der Schwangerschaft sollte dann ein Rachen- und ein Vaginalabstrich, sowie Urin und ggf. Blut und Fruchtwasser für die Untersuchung abgenommen werden.

Bei Neugeborenen sollte ein Abstrich aus dem Ohr und eine Liquorprobe (über eine Punktion des Wirbelkanals) eingesandt werden.
 

Wer ist durch die Listeriose am meisten gefährdet?

Gefahr besteht vor allem für ältere Menschen aber auch für Schwangere und Neugeborene.                                                                                                 Besonders bei diesem Personenkreis ist die immunologische Abwehr vermindert, weshalb es trotz Antibiotikabehandlung zum Überleben des Erregers kommen kann. 

Worauf muss ich achten, um andere nicht zu infizieren?

Die Bakterien werden über den Stuhl ausgeschieden.                                                 
Die Rate an Ausscheidern (Personen, die Listerien ausscheiden) liegt bei ca. 1 %, allerdings bei 25 % bei Kontaktpersonen von Infizierten, was daraufhin deutet, dass bei sorgfältiger Hygiene eine Vielzahl von Infektionen vermieden werden könnten.

Die Neugeborenen-Listeriose stellt eine Gefahr für Wöchnerinnen und andere Neugeborene dar.
 

Behandlung der Listeriose.

Um die Listeriose-Infektion bei Schwangeren mit den Folgen Fehl- und Totgeburt zu verhindern, muss sofort, bei den ersten verdächtigen Symptomen mit der Antibiotikabehandlung begonnen werden.

Mittel der ersten Wahl stellen Ampicillin und Penicillin dar, an zweiter Stelle Erythromycin. Die Behandlung sollte über 2-4 Wochen durchgeführt werden.  

Wie kann ich einer Listeriose-Infektion vorbeugen?

Eine Impfung ist nicht möglich.

Die Vorbeugung spielt besonders für Schwangere eine wesentliche Rolle.
Für die Vermeidung von Infektionen ist es wichtig, zu wissen, dass die Bakterien auch in der Lage sind, sich bei Temperaturen bis 0,5 °C zu vermehren. Dies kann zu einer hohen Keimbelastung bei lang haltbaren Lebensmitteln führen.

Lebensmittel, die häufig mit Listerien verseucht sein können:
1. Rohes Fleisch wie Tartar, Wurstaufschnitt (besonders Salami), Streich- und               Mettwurst
2. Rohe Milch und deren Produkte, Weichkäse wie Camembert, die Rinde vom             Briekäse, Harzer Roller und Roquefort u.a. sowie Frischkäse (Ricotta, Feta).
3. Muscheln und andere Meeresfrüchte, ungeräucherter Lachs
4. Grüner Salat

 

Welche Hygienemassnahmen sollten beachtet werden?

1. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife nach Umgang mit Fleisch, Fisch,Gemüse und               Salaten
2. Zubereiten der Speisen auf getrennten Arbeitsflächen mit
    unterschiedlichen Messern
3. Sorgfältiges Waschen von Kopfsalat u.ä.
4. Tiefkühlkost nicht langsam auftauen, am besten unter der Mikrowelle. Speisen sorgfältig             erhitzen (ohne Kälteinseln).
5. Nicht verzehrte Mahlzeiten im Kühlschrank aufbewahren (möglichst nicht über 24 Stunden)         ohne Kontakt zu möglicherweise mit Listerien belasteten Salaten u.ä.

Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.was-wir-essen.de/ /download/lebensmittelinfektionen_schwangerschaft.pdf