B-Streptokokken

Was ist eine B-Streptokokken-Infektion?

Streptokokken der Gruppe B zeichnen sich durch das säure-und hitzestabile spezifische Antigen B aus. (Antigene sind Substanzen, die von dem Organismus als artfremd erkannt werden und die eine Immunantwort durch Bildung von Antikörpern auslösen).

Noch bis in die 60er Jahre wurden sie als harmlos angesehen. Mittlerweile nimmt man die B-Streptokokken bei Früh- und Neugeborenen sehr ernst, da sie sich mittlerweile zum häufigsten Erreger von Neugeborenen-Infektionen entwickelt haben.
Zur Beruhigung, die Infektionsrate liegt nur zwischen 0,8 und 1,7 %.

 

 

Was sind die Symptome einer B-Streptokokken-Infektion?

Streptokokken der Gruppe B zeichnen sich durch das säure-und hitzestabile spezifische Antigen B aus. (Antigene sind Substanzen, die von dem Organismus als artfremd erkannt werden und die eine Immunantwort durch Bildung von Antikörpern auslösen).

Noch bis in die 60er Jahre wurden sie als harmlos angesehen. Mittlerweile nimmt man die B-Streptokokken bei Früh- und Neugeborenen sehr ernst, da sie sich mittlerweile zum häufigsten Erreger von Neugeborenen-Infektionen entwickelt haben.
Zur Beruhigung, die Infektionsrate liegt nur zwischen 0,8 und 1,7 %
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Wie ist der Krankheitsverlauf einer B-Streptokokken-Infektion?

Man unterscheidet eine Frühform (early-onset). Sie beginnt sofort nach der Geburt und eine Spätform (late-onset), die etwa 1-6 Wochen nach der Geburt einsetzt.
Besonders bei der Frühform besteht eine große Gefahr für Neugeborene mit massiven Atemschwierigkeiten und der Gefahr des septischen Schocks.
Bei der späten Form besteht das Risiko einer Meningitis (Hirnhautentzündung).
 

Diagnostik der B-Streptokokken-Infektion:

Der Nachweis von B-Streptokokken auf einem Kultur-Nährboden von Haut- und Schleimhautabstrichen beweist zunächst einmal nur ihre Besiedlung; aus ihr leitet sich nur dann eine Behandlungsnotwendigkeit ab, wenn die unten genannten Risiken zutreffen.
Am sichersten sind Abstriche zwischen der 36. und 38. SSW, wobei ein vaginal-rectaler Abstrich (aus Scheide und After) erfolgen sollte.
 

Behandlung einer B-Streptiokokken-Infektion:

Für die Therapie der Wahl stehen Penicillin oder Ampicillin zur Verfügung.
Die antibiotische Behandlung bei Risikopatientinnen unter der Geburt durch eine intravenöse Behandlung hat zu einer starken Verringerung der Infektionen der Neugeborenen geführt.

Aber auch die Behandlung mit sog. Laktobakterien (Milchsäurebakterien) kann dazu beitragen, alle anderen Bakterien aus dem Vaginalmilieu zu verdrängen. So bewirkte die Behandlung mit Milchsäure-Gel ab der 15. SSW, dass bereits in der 17. SSW keine B- Streptokokken mehr nachweibar waren.                                                                                Da es aber rel. schnell wieder zu einer Neubesiedlung mit Streptokokken kommen kann, sollte das Milchsäure-Gel alle 3 Tage angewendet werden, und 4-wöchentlich ein Scheidenabstrich vorgenommen werden.

 

 

Verhalten und Vorbeugung einer Infektion mit B-Streptokokken:

 Ein Infektionsrisiko für Dritte wird als sehr gering eingeschätzt. Somit sind keine besonderen Verhaltensweisen zu beachten.

Zur Vorbeugung hat man versucht, allen Patientinnen, bei denen B-Streptokokken nachgewiesen werden konnten, prophylaktisch
Penicillin zu geben.
Aber kurz nach Absetzen der Behandlung war die Scheide erneut mit den Streptokokken besiedelt.
Sinnvoller ist es, nur Risikopatientinnen mit einer intrapartalen (unter der Geburt) Antibiotikaprophylaxe (IAP) zu behandeln.

 

Bei welchen Risiken sollten prophylaktisch Penicilline gegeben werden?

Als Risiken werden genannt (American College of Obstetricians and Gynecologists):                                                                                                                                              a) Vorzeitige Wehen vor der 37.SSW
b) Vorzeitiger Blasensprung ca. 18 Stunden vor der Geburt
c) unter der Geburt
d) Geburt eines mit B-Streptokokken infizierten Kindes bei einer vorangehenden Schwangerschaft.