Geburtsklinik Checkliste

Worauf sollte man bei der Suche nach einer Geburtsklinik achten?

Checkliste:

  • Nähe zum Wohnort
    Da es schnell gehen kann, sollte die Fahrt nicht so lange dauern.
  • Sollte man zuvor die Fahrtstrecke abfahren?
    Das wäre sehr sinnvoll. Stoppen Sie die Zeit, fahren Sie bis zum Parkplatz, laufen Sie auch die Strecke bis zum Kreißsaal ab und bedenken Sie, mit Wehen kann das alles viel länger dauern. Bedenken Sie auch die längeren Fahrzeiten im Berufsverkehr.
  • Bei einer wahrscheinlichen Frühgeburt
    Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Klinik für Sie in Frage kommt, wenn es jetzt Ernst werden würde. Unter der 32. Schwangerschaftswoche (SSW) sollte dies ein Level 1 – Perinatalzentrum sein.
  • Bietet das Krankenhaus Informationsabende an?
    Dabei bekommen Sie häufig schon einen guten ersten Eindruck, wie ernst man es mit einer guten Information der werdenden Mutter nimmt. Häufig kann dabei auch schon der Kreißsaal und die Wöchnerinnenstation besichtigt werden.
  • Bietet das Krankenhaus Geburtsvorbereitungskurse an?
  • Bietet das Krankenhaus die Besichtigung des Kreißsaales an?
    Sie merken dann relativ schnell, wie die Stimmung des Personals ist und ob Sie in dieser Umgebung Ihr Kind bekommen möchten. Sie sollten sich dort auf Anhieb wohl fühlen.
  • Sollte man sich mehrere Geburtskliniken aussuchen?
    Unter "Nützliches" finden Sie bei mothers-talk Geburtskliniken in Ihrer Nähe. Suchen Sie sich nicht mehr als 3 im näheren Umfeld aus und besuchen Sie diese.
  • Kann man sich auf Klinik-Bewertungen verlassen?
    Hören Sie sich besser in Ihrem Umfeld (Familie, Freunde) um, anstatt sich auf die teilweise sehr subjektiv gefärbten Klinik-Bewertungen alleine zu verlassen. Sprechen Sie auch mit Ihrem Frauenarzt, weil er am besten abschätzen kann, ob eventuell ein Risiko bei Ihnen besteht und welche Klinik sich gegebenenfalls am besten damit auskennt.
  • Wann sollte man sich die Klinik aussuchen?
    Das sollte auf jeden Fall vor der 38. Schwangerschaftswoche (SSW) stattgefunden haben. In einigen, sehr begehrten Geburtskliniken muß schon bis zur 24. Schwangerschaftswoche (SSW) eine Anmeldung stattgefunden haben. Am besten informieren Sie sich frühzeitig
  • Falls Sie eine Beleghebamme haben, darf sie in der von Ihnen ausgewählten Klinik entbinden?
    Sie können sich aber auch in Ihrem Wunschkrankenhaus die Adressen von Beleghebammen geben lassen.
  • Kann in dem Krankenhaus der Arzt Ihres Vertrauens entbinden?
    Bei Privatversicherten gibt es meistens ein Arztwahlrecht
  • Haben Sie besondere Wünsche an den Geburtsablauf?
    z.B. Wannengeburt, spezielle Entbindungsstühle, Haltetaue etc.
  • Fragen Sie, ob Sie in jedem Fall vorher einen Einlauf bekommen (auch, wenn Sie das nicht möchten?)
  • Wird bei der Aufnahme ein CTG geschrieben?
  • Darf Ihr Mann bei der Geburt dabei sein?
  • Darf er, wenn er möchte, auch bei einem Kaiserschnitt dabei sein?
  • Kann er, wenn er möchte, über Nacht bei Ihnen bleiben?
  • Ist ein verlässliches Ärzte- und Hebammenteam rund um die Uhr verfügbar?
    Dieses sollte in einer Geburtsklinik der Fall sein, in Geburtshäusern meistens nicht.
  • Ist ein Anaesthesist rund um die Uhr im Haus?
    In der großen Perinatalzentren ist dieser manchmal sogar im Schichtdienst des Kreißsaales mit eingeteilt.
  • Wie schnell kann ein Kinderarzt zur Stelle sein?
  • Ist eine Kindernotfalleinrichtung vorhanden?
  • Wie lange dauert der Transport des Kindes in die Kinderklinik falls notwendig?
    Bewährt hat sich hierbei das Wand-an-Wand-System, d.h. die Neonatologie ist direkt neben dem Kreißsaal. So geht im Notfall keine Zeit verloren. Dabei findet sich meistens auch eine Klappe zwischen dem Sectio-OP und der Kinderintensivstation.
  • Welche Mittel werden zur Schmerzlinderung eingesetzt?
  • Kann man beim Kaiserschnitt zwischen Vollnarkose und PDA (Periduralanaesthesie = Injektion des lokalwirkenden Narkosemittels in die Lendenwirbelsäule zur Verminderung des starken Geburtsschmerzes) wählen?
  • Dürfen Sie vor der Geburt trotz CTG noch herumlaufen?
  • Wie hoch ist die Sectiorate?
    In den großen Perinatalzentren liegt diese meistens höher, heutzutage 30-40%.
  • Wie hoch ist die Dammschnittrate?
  • Wann soll ich mich in der Geburtsklinik anmelden?
    Dieses hängt von der Klinik ab und davon, ob ein Schwangershaftsrisiko vorliegt. Zwillingsschwangere z. B. sollten sich bis zur 34. Schwangerschaftswoche (SSW) angemeldet haben. Laut der Mutterschaftsrichtlinien steht jeder Schwangeren auch der Besuch der Geburtsplanungssprechstunde in der Geburtsklinik zu. Lassen Sie sich hierfür doch einen Termin geben, dann können Sie die für Sie wichtigen Fragen direkt vor Ort klären.