Allgemein

Wann sollte man in die Klinik fahren? Wie merkt man, dass es los geht?

Lösen des Schleimpfropfs
Vor dem Muttermund sitzt ein schützender Schleimpfropf. Dieser löst sich meist vor Geburtsbeginn und geht als blutiger Schleim ab. Doch ist dies kein sicheres Anzeichen für einen Geburtsbeginn, denn der Schleimpfropf kann sich auch Tage oder gar Wochen vor der eigentlichen Geburt lösen, ohne dass etwas passiert.

Blasensprung
Ein Blasensprung ist ein sicheres Zeichen. Denn wenn die Fruchtblase "gesprungen" ist, soll die Geburt ab SSW 34+0 innerhalb 24-48 Stunden stattfinden, da sonst die Infektionsgefahr durch aufsteigende Keime zu groß ist. In der Klinik wird man dann sehen, ob die Wehen von selbst einsetzen oder ab sie etwas "angeschubst" werden müssen (Einleitung).

Wehen                                                                                                                                                                                                                                            Ob es wirklich "richtige" Geburtswehen sind, werden Sie erst wissen, wenn Sie den Unterschied zu Ihren bisherigen Schwangerschafts- und Vorwehen deutlich wahrnehmen. Fahren Sie in die Klinik, wenn sich die Abstände zwischen den Wehen verkürzen (alle 10 Minuten oder weniger) und die Wehen immer intensiver werden ( mindestens seit zwei Stunden regelmäßig).

Was sollte man zur Geburt mit in die Klinik nehmen?

Die "Kliniktasche" sollten Sie drei Wochen vor dem errechneten Termin packen und dabei an folgendes denken:

Dokumente
Mutterpass (diesen allerdings noch nicht jetzt in die Tasche stecken, sondern zunächst noch immer bei sich tragen), Mutterpässe eventuell vorangegangener Schwangerschaften, Versicherungskarte der Krankenkasse, Unterlagen einer eventuellen Zusatzversicherung fürs Krankenhaus (Arztwahl, Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer), Einweisung zur Geburt, Familienstammbuch, Heiratsurkunde, Geburtsurkunde von Mutter und Partner für den Fall, dass Sie nicht verheiratet sind und das Kind den Familiennamen des Vaters bekommen soll, wichtige Telefonnummern, ein wenig Bargeld (eventuell für Taxe zur Klinik).

Kleidung und Kosmetika
Bequeme Kleidung für Mutter und auch schon fürs Kind, Jogginghosen oder ähnliches. bequeme Pantoffeln, eingelaufen und rutschfest, T-.Shirts, Blusen oder ähnliches, bequem und vorne zu öffnen, warme Socken, Strickjacke und Bademantel, Haargummi und Haarspange, Lippenpflegestift, Gesichtsspray, Massageöl, Aromaöl, Badezusatz, Damm-Massageöl, Musik (CD, MP3-Player oder ähnliches), Bücher oder Zeitschriften, Lutschbonbons, Traubenzucker, Verpflegung, Knabberkram, Kekse, Obst, Snacks, Lieblings-Tee, Fotoapparat, Diabetikerinnen sollten ein eigenes Blutzucker-Meßgerät und Teststreifen mitbringen.

Wochenstation
Große, kochfeste Baumwollschlüpfer, Jogginganzug und andere bequeme Sachen, Schlafzeug, Schreibzeug, Still-BHs (zwei Nummern größer als normal), Stilleinlagen, Waschzeug, Fön, Handtücher, fürs Kind Baumwollmützchen, Söckchen, Decke zum Einschlagen.

Für den Weg nach Hause
Bequeme Kleidung und Schuhe, eine Garnitur fürs Kind: Body oder Hemdchen und Jäckchen, Pulli, Strampler, Socken, Jacke, Mütze, Autositz oder Tragetasche (die Befestigung im Auto bitte vorher schon mal üben), Decke.

Wann meldet man sich in der Geburtsklinik an?

Am sinnvollsten geschieht das zwischen der 30. und 36. Schwangerschaftswoche, weil man sich dann auch schon gedanklich mit der Geburt auseinandergesetzt, Fragen gesammelt und auch schon bestimmte Vorstellungen hat. Die Anmeldung dient dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, enthält aber nicht die Verpflichtung, in dieser Klinik auch sein Kind zur Welt zu bringen.

Sollte der Partner unbedingt bei der Geburt dabei sein?

Generell wird die Anwesenheit des Partners bei der Geburt von den meisten Frauen gewünscht. Der Partner kann dabei eine wichtige, unterstützende Rolle einnehmen. Es kann aber auch sein, daß aufgrund der psychischen und auch körperlichen Belastbarkeit manchmal eine Anwesenheit dem Partner nicht unbedingt zugemutet werden sollte. Grundsätzlich kann sich der Partner jederzeit eine Auszeit unter der Geburt nehmen und nicht das Gefühl haben, sich einem Zwang unterziehen zu müssen.

Eine häufig gestellte Frage ist die Anwesenheit des Vaters bei einem Kaiserschnitt. Es wird den Vätern generell ermöglicht, auch bei einem Kaiserschnitt, zumindest bis zur Geburt des Kindes, anwesend zu sein. Dies kann allerdings nicht in allen Fällen garantiert werden, insbesondere, wenn ein Kaiserschnitt sehr rasch erfolgen muss. Zu berücksichtigen ist auch die Narkoseform der Mutter. Bei einer Vollnarkose ist die Anwesenheit des Vaters leider nicht möglich, anders, wenn die Mutter wach ist und der Kaiserschnitt unter einer rückenmarksnahen Betäubung (PDA oder Spinalanästhesie) durchgeführt wird.

Wer ist alles bei der Geburt des Kindes im Kreißsaal dabei?

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass bei jeder Geburt eine Hebamme anwesend sein muss, die bei einer normal verlaufenden Geburt die Hauptverantwortung trägt und die Schwangere die ganze Zeit über unterstützt. In einem Krankenhaus wird häufig auch ein Arzt dabei sein, der sich aber in aller Regel im Hintergrund hält, solange keine Komplikationen auftreten.

Bei Risikogeburten liegt dagegen die Hauptverantwortung beim Arzt, der von der Hebamme unterstützt wird. Die Schwangere hat also immer eine Hebamme an ihrer Seite. Wird auch ein Kinderarzt benötigt, kann er herbeigerufen werden, doch hält er sich aus dem eigentlichen Geburtsgeschehen heraus.

Im Falle eines Kaiserschnittes kommt meist noch eine weiterer Arzt zum Assistieren hinzu sowie eine OP-Schwester und der Narkosearzt (Anästhesist) natürlich.

Braucht man vor der Geburt einen Einlauf?

Viele Frauen möchten gerne einen Einlauf vor der Geburt in falscher Hoffnung, dass so die Gefahr von Stuhlgangabgang unter der Geburt beseitigt wird. Dem ist aber leider nicht so. Auch wenn die Vorstellung, im Beisein des Partners unter der Geburt Stuhlgang zu verlieren, viele Frauen als Zumutung empfinden, so ist es doch ein natürlicher Vorgang am Ende der Geburt (der nicht durch einen Einlauf verhindert werden kann) und keiner (außer der Hebamme) bemerken wird.

Ein Einlauf ist zudem eine sehr unangenehme medizinische Behandlung, die zu starken Darmkrämpfen führen kann. Dies empfinden Frauen unter schon vorhandenen Wehenschmerzen als sehr belastend.

Der Einlauf hat allerdings durchaus (psychische) Vorteile. Frauen können sich hemmungsloser ihrem Pressdrang hingeben. Zudem kann ein Einlauf beginnende aber noch wirkungslose Wehen rhythmischer und stärker werden lassen durch die erhöhte Darmperistaltik und die damit verbundene Gebärmuttermassage. Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Für eine Rasur der Schamhaare oder einen Einlauf vor der Geburt besteht kein Anlass.

Was sind die Vorteile von aufrechten Gebärhaltungen?

Außer der Arbeit der Mutter (Wehenkraft) und des Babys kann noch die Schwerkraft genutzt werden. Aufrechte Gebärhaltungen finden sich bei allen Kulturen und durch alle Zeiten. Das Liegen während der Entbindung ist eine Erfindung unserer Zeit. Hält die Frau ihren Oberkörper aufrecht, sind die Wehen effektiver. Der Körper kann viel besser erlebt und bewegt werden. Durch Beckenbewegungen kann das Kind besser seinen Weg durch das Becken finden, als bei passivem Liegen. Insgesamt können Frauen ihre Wehen besser durch Bewegung verarbeiten.

Hängetücher, Sprossenwand und Gebärhocker unterstützen die Mutter in ihrer aufrechten Haltung. Der Beckenboden bleibt frei, und der Körper ist gut abgestützt. Der werdende Vater kann seiner Partnerin bei der Geburtsarbeit gut zur Seite stehen und Körperkontakt halten.

Was sind die Vorteile einer Wassergeburt?

Das Wasser trägt die Gebärende ein wenig und entlastet so ihren Körper. Durch die Wellenbewegungen und die Wärme des Wassers kann sich die Beckenmuskulatur besser entspannen. Für das Baby mag sich der Wechsel vom warmen Fruchtwasser ins warme Badewasser bei der Geburt nicht so unangenehm gestalten. Befürchtungen, das Wasser könnte in die Lunge geraten, sind unbegründet. Erst wenn das Gesicht des Neugeborenen mit Luft in Berührung kommt, holt es zum ersten mal Luft. Bis dahin wird es noch über seine Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt. Aber bitte versteifen Sie sich nicht all zu sehr auf die Wassergeburt! Nicht für jede Frau ist diese Methode geeignet. Es gibt einige Bedingungen für eine Wassergeburt: Keine PDA, keine Herztonauffälligkeiten, kein Wehentropf, kein erhöhter Blutdruck, keine übertragbaren Infektionskrankheiten und vieles mehr. Somit reduziert sich die tatsächliche Zahl der Geburten, die im Wasser stattfinden. Zur Entspannung unter der Geburt rate ich als Hebamme, in jedem Fall einmal die Badewanne auszuprobieren, man muss ja nicht gleich darin entbinden!

Wie lange bleibt man nach der Geburt in der Klinik?

Bei einer "Ambulanten Entbindung" und einer komplikationslosen Geburt können Sie bereits nach 4 Stunden die Klinik verlassen. Keine Angst! Es ist sehr angenehm, sich  in vertrauter Umgebung von der Geburt zu erholen, ohne durch Klinikroutine gestört zu werden.

Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Sie eine Hebamme haben, die noch am gleichen Tag nach Ihnen und Ihrem Baby schaut, das Stillen und die Säuglingspflege erklärt, den Wochenfluss und den Höhenstan der Gebärmutter kontrolliert und einen kompetenten Ansprechpartner für Sie darstellt. So steht einem entspannten Start ins neue Familienglück nichts mehr im Weg.

Stationäre Entbindung: Wenn Sie lieber im Krankenhaus bleiben möchten, dann richten Sie sich auf durchschnittlich 3 Tage bei einer normalen Geburt und 3-7 Tage nach einem Kaiserschnitt ein.

Wer hilft, wenn Fragen oder Probleme auftauchen?

Jede Mutter hat über ihre Krankenkasse Anspruch auf eine Hebamme, die auch nach der Entlassung aus der Klinik die Mutter mit Rat und Tat unterstützt.

Wichtig ist es, sich schon in der Schwangerschaft eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung zu suchen. Besuche in Stillgruppen oder Babytreffs bieten den Müttern gute Möglichkeiten Tipps und Anregungen zu bekommen.

Wie gestalten sich die ersten Tage mit einem Neugeborenen?

Ein Neugeborenes zu versorgen ist eine wunderschöne Aufgabe, die die Mutter rund um die Uhr beansprucht. Auch bei gut informierten Eltern tauchen anfangs noch viele Fragen und Unsicherheiten auf.

Besonders das Stillen eines Babys ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Neugeborene sind kleine Individuen mit ganz eigenen Trinkgewohnheiten und unterschiedlichem Temperament.

Hilfreich ist es sich in der Klinik für das Rooming-in zu entscheiden. Es erleichtert den Eltern das Kennenlernen des Kindes und hilft ihnen frühzeitig auf die Signale des Kindes zu reagieren.

Trotzdem können die ersten Tage nach der Geburt recht anstrengend für die Mutter sein und es dauert manchmal eine Weile, bis Mutter und Kind zu einer harmonischen Stillbeziehung zusammen finden.

Können sich speziell bei Reiterinnen Schwierigkeiten bei der Entbindung ergeben?

Körperliche Belastungen während der Schwangerschaft haben keinen Einfluss auf die Dauer der Schwangerschaft, die Dauer der Entbindung und das kindliche Wohlbefinden bei der Geburt.

Sie haben aber positive Auswirkungen auf die Schmerzempfindung unter der Geburt, denn der Anstieg von ß-Endorphinen (opioiden Peptiden) ist bei trainierten Frauen unter der Geburt signifikant höher.

Zusätzlich gestaltet sich der Wochenbettverlauf wegen der körperlichen Fitness meist unkompliziert.

Bei Reiterinnen kann es wegen ihres durchtrainierten, muskulösen Beckenbodens zur Verzögerung des Geburtsvorganges kommen. Andererseits ist die Gefahr von nachgeburtlichen Senkungsbeschwerden vermindert.

An welche Formalitäten muss man denken, wenn das Baby geboren ist?

 

  1. Anmeldung beim Standesamt.

    Dort wird die Geburtsurkunde ausgestellt (das kann häufig auch bereits im Krankenhaus erledigt werden).

    Verheiratete benötigen eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch; Notwendig sind beide Geburtsurkunden, die Geburtsurkunden der bisherigen gemeinsamen Kinder und eine Anzeige, wie das jetzige Kind heißen soll (am besten in schriftlicher Form mit Vor- und Nachnamen, von beiden Eltern unterschrieben).

    Bei nicht verheirateten Paaren muss die schriftliche Anerkennung der Vaterschaft erfolgen, nur so ist gewährleistet, dass beide Eltern das Sorgerecht erhalten (s. auch neue Rechtsprechung 2009), wonach auch ein getrennt lebender Vater das Sorgerecht beantragen kann) und das Kind ggf. den Nachnamen des Vaters erhalten kann.

  2. Mit der Geburtsurkunde

    a) wird das Kind bei der Krankenkasse angemeldet
    b) kann Elterngeld beantragen werden
    c) kann ein Antrag auf Kindergeld gestellt werden (Arbeitsamt, Familienkasse)
    d) kann das Baby auf der Steuerkarte eingetragen werden (meist im Einwohnermeldeamt); als Hartz IV-Empfänger muss das Sozialamt informiert werden

 

Sollte der angehende Vater bei der Geburt anwesend sein?

In den meisten Fällen wünscht die Frau, dass der Partner bei der Geburt dabei ist. Er kann nämlich während der Geburt eine wichtige, unterstützende Rolle übernehmen.

Jahrhundertelang war es den Vätern niemals gestattet, bei der Geburt direkt dabei zu sein. Sie wurden nach Hause oder auf den Flur vor dem Kreißsaal geschickt. Erst in der Zeit um 1980 herum, also erst vor wenigen Jahren, änderte sich diese Einstellung, so dass Väter die Geburt begleiten durften, zumal viele von ihnen neuerdings auch an den Kursen zur Geburtsvorbereitung und anderen Kursen teilnehmen und so ebenfalls auf die Geburt vorbereitet werden.

Doch Theorie und Praxis, Wunsch und Wille gehen manchmal auseinander, nämlich beispielsweise dann, wenn der Mann eben kein Blut sehen kann, wenn er sich in der ihm unbekannten Atmosphäre eines Kreißsaals überfordert fühlt oder auch, wenn er die Wehen und Ihre Strapazen während der Geburt nicht ertragen kann. Aber auch, Sollte dem Partner die im Kreißsaal zu erwartenden seelischen und körperlichen Belastungen nicht zugemutet werden, kann sich der Partner aber auch eine "Auszeit" nehmen und den Kreißsaal zeitweise verlassen, um nicht den Eindruck zu haben, er müsse sich anhaltend einem unangenehmen Zwang unterziehen.

Hier ist viel Einfühlungsvermögen von Ihnen beiden notwendig, und Sie sollten beide vor der Geburt ohne jeden Druck von außen eine Entscheidung darüber treffen, ob der Mann bei der Geburt dabei sein sollte, muss oder darf, oder ob er wegbleiben soll. Immerhin gibt es auch Frauen, die selbst wünschen, dass der Partner bei der Geburt nicht anwesend ist und Sie sich also nur für kurze Zeit trennen.

Oft wird auch gefragt, ob der Partner bei einer Kaiserschnitt-Entbindung dabei sein darf. Generell wird ermöglicht, wenigstens bis zur Geburt des Kindes anwesend zu sein. Das kann allerdings nicht in allen Fällen zugesichert werden, insbesondere dann nicht, wenn der Kaiserschnitt sehr schnell erfolgen muss. Auch wenn die Entbindung in Vollnarkose gemacht werden muss, kann der Vater nicht dabei sein. Es ist dann aber wieder möglich, wenn die Mutter ohne Betäubung ist und der Kaiserschnitt unter einer Rückenmark-Narkose erfolgt.

Was bedeutet die Geburt für mein Baby?

Die Geburt bedeutet für ein Baby einen einschneidenden Wechsel von einem Lebensmilieu in ein völlig anderes. Das Ungeborene kannte im Mutterleib keinen Tag – Nacht – Rhythmus. Schlief die Mutter, war es häufig munter und turnte im Bauch. War die Mutter wach, ließ es sich von ihren Bewegungen beruhigen und in den Schlaf schaukeln.

Es war mit der Mutter auf das Engste verbunden, lebte geborgen in einer wohltemperierten Hülle, umgeben von beruhigenden Geräuschen, wie z.B.: dem mütterlichen Herzschlag und wurde über die Nabelschnur mit allem Notwendigen zum Wachsen und Gedeihen versorgt.

Nach der Geburt, die eine Menge von dem Neugeborenen abverlangt, vermisst es die Enge des Mutterleibes und muss sich langsam an einen ganz anderen Lebensrhythmus gewöhnen:

  1. Säuglinge haben ein unterschiedliches Schlafbedürfnis und müssen das Durchschlafen erst lernen.
  2. Neugeborene und Säuglinge brauchen, vor allem in den ersten Lebensmonaten, viel Zuwendung und Körperkontakt. Sie müssen ihren Rhythmus erst entwickeln und lernen, sich selbst zu beruhigen.
  3. Schreit das Baby, ist es sehr wichtig, dass die Eltern auf sein Weinen reagieren, seine Bedürfnisse erfüllen und ihm Geborgenheit vermitteln.

Was passiert im Krankenhaus?

 muss noch beantwortet werden

Wie sieht ein Kreißsaal aus?

 Die Frage muss noch beantwortet werden.

Wann muss eine Geburt eingeleitet werden?

Es gibt verschiedene Gründe, die eine Einleitung nach sich ziehen:                        

  • Wenn nach einem Blasensprung nicht innerhalb von 12 -24 Stunden Wehen einsetzen,
  • wenn der errechnete Geburtstermin schon mehr als 10 -14 Tage vorüber ist,
  • bei einer schwerwiegenden Erkrankung der Mutter z.B. bei Fieber oder bei einer Gestose                                                                                                                                                                  Gründe und Vorgehensweise werden vorher gründlich besprochen.  

Habe ich einen Anspruch auf Hebammenhilfe?

Die Kosten für Hebammenhilfe werden von Krankenkassen und Sozialämtern für die Zeit der Schwangerschaft, Geburt, im Wochenbett und während der Stillzeit übernommen.

Folgende Leistungen bieten Hebammen an:

In der Schwangerschaft:
• Beratung
• Geburtsvorbereitungskurse
• Vorsorgeuntersuchungen
• Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden (z.B. Übelkeit, Ödeme, Karpaltunnelsyndrom,   Schlafstörungen u.v.m.)
• Wendungshilfe bei Beckenendlage

• Körperarbeit zur Geburtsvorbereitung (z.B. Yoga,Gymnastik u.v.a.) Nicht alle Kurse werden von der Krankenkasse übernommen, vorher abklären!
• Geburtsvorbereitende Akupunktur (wird in der Regel nicht von der Kasse bezahlt)
• Säuglingspflegekurse (wird in der Regel nicht von der Kasse bezahlt)

Betreuung während der Geburt:
• in einer Klinik (mit stationärer Aufnahme oder ambulant)
• im Geburtshaus
• zu Hause

Betreuung und Beratung im Wochenbett und während der Stillzeit:
• auf der Wochenstation einer Klinik während des stationären Aufenthalts
• zu Hause (bis zu 16 Besuche in den ersten acht Wochen nach der Geburt, in den             ersten zehn Tagen nach der Geburt bei Bedarf täglich)

Was sind eigentlich Wehen und fühlen sie sich an?

Die Gebärmutter besteht größtenteils aus Muskelgewebe, das in dünnen Schichten spiralenförmig und sich immer wieder überkreuzend die Gebärmutterwand bildet. Durch diese Anornung der einzelnen Muskelstränge kann auch ein vergleichsweise dünnes Gewebe eine enorme Kraft erzeugen, die notwendig ist, um das Kind "auszutreiben".
Als Wehen bezeichnet man das mehr oder minder schmerzhafte Zusammenziehen (Kontraktion) der Gebärmutter (Uterus). Wehen werden abhängig von der Schwangerschafts- bzw. Geburtsphase nach ihrer Häufigkeit, Dauer, Regelmäßigkeit, Intensität und Wirkung unterschieden.

Schwangerschaftswehen:
Treten die ganze Schwangerschaft über auf (auch schon in der Frühschwangerschaft)
Meist schmerzlos, oder nur kurzes, leichtes Ziehen. 4-10 mal pro Tag, unregelmäßig (Keine Muttermundsöffnung)
Zweck: Steigerung der Blutzirkulation, Muskelwachstum („Training“)

vorzeitige Wehen:
Wehentätigkeit vor der 37.SSW mit Wirkung auf Muttermund und/oder Gebärmutterhals (meist als Folge von Stress oder vaginalen Infektionen)
sehr häufiges Hartwerden des Bauches, deutlich über der Frequenz von Schwangerschaftswehen, evtl. Druckgefühl im Becken

Senkwehen:
Etwa ab der 36.SSW, meist unregelmäßig, deutliches Hartwerden des Bauches, oft mit Ziehen im Rücken und leichten Schmerzen verbunden. In der Folge meist weniger Beschwerden mit Magen (Druck lässt nach) und Atmung, jedoch häufiger Harndrang.
Zweck: Das Kind tritt tiefer ins Becken, der untere Teil der Gebärmutter wird gedehnt.

Vorwehen:
In den letzten Wochen vor der Geburt. Meist schmerzhaft und mitunter regelmäßig (u.U. in Abständen von 1 Minute) über einige Stunden auftretend, dann aber wieder nachlassend oder unregelmäßig werdend. Beim 1.Kind fälschlicherweise oft als Geburtsbeginn gedeutet.
Zweck: Gebärmutterhals wird weicher/ verkürzt sich und der Muttermund kann sich bis zu 2cm öffnen, somit kann das Kind tiefer in den Beckeneingang rutschen und Geburtswehen auslösen (manchmal Übergang in Geburtswehen nach Stunden, aber auch erst nach Tagen!)

Geburtswehen:
rhythmisch, schmerzhaft (krampfartig), mit zunehmender Dauer, Frequenz und Intensität
Frequenz zu Beginn: ~ 2-3 Wehen in 30 min., später 2-3 Wehen in 10 min., Dauer: 30 bis 90 sek.
Zweck:Eröffnung des Muttermundes und später das Tiefertreten des Kindes

Presswehen:
wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist (10cm) und das Kind tief genug im Becken (Beckenboden)
Frequenz: alle 1-2 min., hohe Intensität, starker Druck (unwillkürlicher Pressdrang)
Zweck: Hinausschieben des Kindes

 

Was ist ein Blasensprung und was mache ich dann?

 In der Regel spürt man, dass mehr oder weniger viel Flüssigkeit aus der Vagina läuft. Aber keine Angst, wenn die Fruchtblase platzt, bevor die Wehen einsetzen;  ohne Wehen kann kein Kind geboren werden!

Bei den meisten Frauen platzt die Fruchtblase am Anfang oder Ende der ersten Geburtsphase. Bei einigen Frauen dagegen geschieht dies gegen Ende der Schwangerschaft, leider jedoch vor Beginn der Wehen. Das nennt man einen vorzeitigen (=vor Wehenbeginn) Blasensprung.                                                                                  Die Menge an Fruchtwasser, die man verlieren kann, ist sehr unterschiedlich. Es kann nur wenig oderauch ein ganzer Schwall sein (0,5-1,0 Liter). Die Flüssigkeit ist meist klar oder gelblich, manchmal kann auch ein wenig Blut dabei sein.
Vor der 37.SSW, bei Beckenendlage oder wenn das Köpfchen noch nicht fest im Beckeingang ist (was häufiger bei Mehrgebärenden vorkommt), sollte man sich sofort hinlegen, einen Krankentransport rufen und sich in eine Geburtshilfliche Klinik bringen lassen. Denn wenn das Köpfchen des Kindes noch nicht fest im Becken ist, kann es in sehr seltenen Fällen zum so genannten Nabelschnurvorfall kommen. Das heißt, die Nabelschnur rutscht vor das kindliche Köpfchen und wird dann durch das nachdrängende Köpfchen eingeklemmt. Wie gesagt, dies geschieht sehr selten, stellt aber eine Vorsichtsmaßnahme dar. Es ist ratsam, sich ab der 37.SSW bei den Vorsorgeuntersuchungen sagen zu lassen, ob das Köpfchen schon fest im Becken ist. . Denn dann kann der Nabelschnurvorfall nicht mehr auftreten und man kann normal und ohne Eile in die Klinik oder ins Geburtshaus fahren. Am besten ist es, seine Hebamme bei Blasensprung zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen mit ihr zu besprechen.