Wadenkrämpfe

Was sind Muskelkrämpfe?

Gerade bei der Fußballwelmeisterschaft haben wir es mehrfach gegen Ende eines Spieles beobachten können. Austrainierte, mit allen erdenklichen Nahrungsmittels versorgt incl. ausreichende Flüssigkeitszufuhr, winden sich mit Wadenkrämpfen auf dem Spielfeld. Was sind das für Krämpfe und warum treten Sie auf?

Als Wadenkrampf bezeichnet eine heftige, schmerzhafte Kontraktion (Zusammenziehen) eines Muskels, der ohne vorher erkennbares Signal auftritt. Besonders häufig ist der Wadenmuskel davon betroffen. Nach einiger Zeit nach
lässt
der Krampf nach. Gleiches kann Ihnen im Restaurant, beim Sitzen auf einem Stuhl, nachts und in der Schwangerschaft passieren.

Es gibt also keine einheitliche Ursache, wenn es um die Ergründung des Phänomens Muskelkrämpfe geht. Insofern stehen auch heute noch Forscher vor einem Rätsel. Es scheint weder an zu geringer Flüssigkeitsaufnahme noch generell am Elektrolytmangel (Magnesium, Calcium u.a.) zu liegen. Diese sog. Ionen sind in unserem Blut auch als Stromleiter tätig, um die Verbindung zwischen Nerven und Muskeln zu gewährleisten. Warum diese Verbindung manchmal schlagartig nicht funktioniert, ist bis jetzt unklar.

 

Warum kommen Wadenkrämpfe bei Schwangeren so häufig vor?

Auch, wenn das gegen die oben genannten Argumente spricht, hier spielt wahrscheinlich der Magnesiummangel eine Rolle. Im Laufe der Schwangerschaft steigt der Magnesiumbedarf an. Man kann davon ausgehen, dass ohnehin bei vielen Menschen ein Magnesiummangel besteht, der sich anscheinend in der Schwangerschaft noch einmal erhöht.

Da ein Magnesiummangel auch bei der Schwangerschaftsübelkeit, besonders aber bei vorzeitigen Wehen und der Präeklampsie als Auslöser vermutet wird, empfehlen Wissenschaftler seit längerem, Schwangeren zusätzlich Magnesium zu verabreichen, z.B. in Form von Tabletten. Überdosierungen sollen selten sein.
Eine Nebenwirkung des Magnesiums ist ein dünnerer Stuhl – eher hilfreich bei Frauen mit Verstopfungen.
 

Was kann ich selbst gegen Muskelkrämpfe, speziell Wadenkrämpfe tun?

• Im Falle eines Wadenkrampfes können Sie folgendes tun:                                   Der Betroffene sitzt oder liegt, die 2. Person hebt das gestreckte Bein an, hält das   Bein mit einer Hand am Hacken fest und drückt den Fuß kräftig in Richtung               Schienbein, solange, bis sich der Krampf löst.                                                   Wenn Sie alleine sind, stellen Sie sich auf Ihre Hacken und ziehen die Fußspitzen,   so weit es geht nach oben. Halten Sie sich dafür am Schrank oder Türpfosten fest. • Hilfreich sollen warme Fußbäder sein, Einreibungen mit Arnika oder                         hyperämisierenden (erwärmenden und durchblutungsfördernden) Salben,                 besonders zur Nacht.
• Ruhen Sie sich aus und legen Sie, so oft es geht, die Beine hoch.
• Auch, wenn der Wirkungszusammenhang nicht belegt ist, sollten Schwangere mit   höherer Krampfbereitschaft ausreichend Magnesium zu sich nehmen, entweder in   Form von Magnesium-Tabletten
(z.B.   500 mg/Tag) oder homöopathisch als          • Bei der Ernährung sollten Sie Bananen und getrocknete Aprikosen bevorzugen,      sowie Vollkornbrot und Nüsse
• Freunde der Homöopathie wählen 
Magnesium phorphoricum oder Cuprum               Aceticum D4 .