3. Drittel (3. Trimenon)

 

3. Drittel (3. Trimenon)

Flugreisen, Fliegen (Urlaub)

Flugzeuge haben einen Druckausgleich, so dass auch ein Flug über 10.000 m einem Aufenthalt auf einem Berg bis 2.000 m Höhe entspricht. Es besteht kein Sauerstoffmangel.

Einige Airlines befördern nur bis zur 35. Schwangerschaftswoche; einige Länder verweigern eventuell die Einreise, z.B. die USA.

Eine Strahlenbelastung (Höhenstrahlung) kann wegen des Flugzeugs als Faradayschen Käfig weitestgehend ausgeschlossen werden.
Besonders bei Langstreckenflügen werden zur Vermeidung von Thrombosen Gummi- Stützstrümpfe empfohlen, sowie das rhythmische Auf- und Abbewegen der Füße und häufigeres Aufstehen.

Was kann gegen Schwangerschaftsstreifen unternommen werden?

Schwangerschaftsstreifen sind abhängig vom Typ des Bindegewebes, z.T. sind sie genetisch bedingt (z.B. wenn auch die Mutter diese Streifen hatte).
Schwangerschaftsstreifen treten vermehrt bei stärkerem Unterhautfettgewebe auf und werden durch Rauchen verstärkt.

Eincremen tut sicherlich Mutter und Kind gut, ob es gegen die Streifen hilft ist nicht sicher nachgewiesen. Besser hilft anscheinend das Zupfen der Bauchhaut. Wie zeigt Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Hebamme.

Wie verhält es sich mit der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft?

Es gibt hier keinen Standard.
In der Regel nehmen Frauen 12 ? 14 Kilo zu. 14 Kilo sind hier als Obergrenze zu betrachten.

Ein Mehr an Gewicht bleibt nach der Geburt meist bestehen oder muss mühsam wieder abgenommen werden.

Was tut man, wenn sich die Wehen nicht einstellen wollen und der Geburtstermin bereits überschritten ist?

Eine so genannte Übertragung ist immer eine Gefahr für Mutter und Kind. Nach dem Überschreiten des errechneten und durch Ultraschall bestätigten Stichtages sollte das weitere Vorgehen mit dem Frauenarzt oder der Hebamme oder mit beiden. besprochen werden.

Alle Kinder, die zwischen der 38+0. bis 41+6. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, gelten als zeitgerecht geboren. Die über diesen Termin hinaus getragenen Kinder, also über den 294. Tag hinaus, werden als „übertragen“ bezeichnet. Es sollte dann aber immer noch einmal geprüft werden, ob bei der Bestimmung des Schwangerschaftsalters vielleicht ein Rechenfehler unterlaufen ist (durch Beachtung der Ultraschallwerte im 1. Schwangerschaftsdrittel), oder ob es sich um eine Wehenschwäche handelt.

Die Häufigkeit der Terminüberschreitungen liegt bei etwa zehn Prozent aller Schwangerschaften, die der Übertragungen bei einem Prozent. Diese niedrige Quote ist wahrscheinlich auf das Eingreifen der betreuenden Ärzte und Hebammen zurückzuführen. Diese Zahlen haben sich in letzter Zeit auch international kaum verändert. In deutschsprachigen Ländern sollen Übertragungen noch seltener vorkommen, weil mit den Ultraschalluntersuchungen im ersten Trimeon (12.-14.SSW) der Geburtstermin recht sicher vorausgesagt werden kann.

Wann fährt man in die Klinik (wie merkt man, dass es los geht)?

Lösen des Schleimpfropfs
Vor dem Muttermund ist ein schützender Schleimpfropf. Dieser löst sich meist vor Geburtsbeginn und geht als blutiger Schleim ab. Doch ist dies kein sicheres Anzeichen für einen Geburtsbeginn, denn der Schleimpfropf kann sich auch Tage oder gar Wochen vor der eigentlichen Geburt lösen, ohne dass etwas passiert.

Blasensprung
Ein Blasensprung ist ein sicheres Zeichen. Denn wenn die Fruchtblase „gesprungen“ ist, soll die Geburt ab SSW 34+0 innerhalb 24-48 Stunden losgegangen sein, da sonst die Infektionsgefahr durch aufsteigende Keime zu groß ist. In der Klinik wird man dann sehen, ob die Wehen von selbst einsetzen oder ab sie etwas „angeschubst“ werden müssen (Einleitung).

Ob es wirklich „richtige“ Geburtswehen sind, werden Sie erst wissen, wenn Sie den Unterschied zu Ihren bisherigen Schwangerschafts- und Vorwehen deutlich wahrnehmen. Fahren Sie in die Klinik, wenn sich die Abstände zwischen den Wehen verkürzen (alle 10 Minuten oder weniger) und die Wehen immer intensiver werden ( mindestens seit zwei Stunden regelmäßig).

Wann muss eine Geburt eingeleitet werden?

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen zu einer Einleitung entschieden wird. Wenn nach einem Blasensprung nicht innerhalb von 12 -24 Stunden Wehen einsetzen, wenn der errechnete Geburtstermin schon mehr als 10 -14 Tage vorbei ist oder aufgrund Erkrankungen der Mutter oder des Kindes. Gründe und Vorgehen werden vorher gründlich besprochen.

Was sollte man zur Geburt mit in die Klinik nehmen?

Die „Kliniktasche“ sollten Sie drei Wochen vor dem errechneten Termin packen und dabei an folgendes denken:

Dokumente
Mutterpass (diesen allerdings noch nicht jetzt in die Tasche stecken, sondern zunächst noch immer bei sich tragen), Mutterpässe eventuell vorangegangener Schwangerschaften, Versicherungskarte der Krankenkasse, Unterlagen einer eventuellen Zusatzversicherung fürs Krankenhaus (Arztwahl, Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer), Einweisung zur Geburt, Familienstammbuch, Heiratsurkunde, Geburtsurkunde von Mutter und Partner für den Fall, dass Sie nicht verheiratet sind und das Kind den Familiennamen des Vaters bekommen soll, wichtige Telefonnummern, ein wenig Bargeld (eventuell für Taxe zur Klinik).

Kleidung und Kosmetika
Bequeme Kleidung für Mutter und auch schon fürs Kind, Jogginghosen oder ähnliches. bequeme Pantoffeln, eingelaufen und rutschfest, T-.Shirts, Blusen oder ähnliches, bequem und vorne zu öffnen, warme Socken, Strickjacke und Bademantel, Haargummi und Haarspange, Lippenpflegestift, Gesichtsspray, Massageöl, Aromaöl, Badezusatz, Damm-Massageöl, Musik (CD, MP3-Player oder ähnliches), Bücher oder Zeitschriften, Lutschbonbons, Traubenzucker, Verpflegung, Knabberkram, Kekse, Obst, Snacks, Lieblings-Tee, Fotoapparat, Diabetikerinnen sollten ein eigenes Blutzucker-Meßgerät und Teststreifen mitbringen.

Wochenstation
Große, kochfeste Baumwollschlüpfer, Jogginganzug und andere bequeme Sachen, Schlafzeug, Schreibzeug, Still-BHs (zwei Nummern größer als normal), Stilleinlagen, Waschzeug, Fön, Handtücher, fürs Kind Baumwollmützchen, Söckchen, Decke zum Einschlagen.

Für den Weg nach Hause
Bequeme Kleidung und Schuhe, eine Garnitur fürs Kind: Body oder Hemdchen und Jäckchen, Pulli, Strampler, Socken, Jacke, Mütze, Autositz oder Tragetasche (die Befestigung im Auto bitte vorher schon mal üben), Decke.

Was sind Wehen und wie fühlen sie sich an?

Als Wehen bezeichnet man das mehr oder weniger schmerzhafte Zusammenziehen (Kontraktion) der Gebärmutter. Wehen werden im einzelnen und abhängig von der jeweiligen Phase der Schwangerschaft und der Geburt nach ihrer Häufigkeit, ihrer Dauer, Regelmäßigkeit, Intensität und ihrer Wirkung unterschieden.

Was sind Schwangerschaftswehen?
Sie treten während der ganzen Schwangerschaft auf, auch schon in der Frühschwangerschaft. Sie sind meistens schmerzlos, oder machen sich unregelmäßig vier- bis zwölf Mal am Tag mit einem leichten Ziehen bemerkbar. Der Muttermund öffnet sich dabei nicht. Unter den Wehen steigert sich die Blutzirkulation und das Wachstum wird angeregt.
Die Gebärmutter (Uterus) besteht aus einem kunstvollen Geflecht von Muskelfasern, von denen sich mal die eine und mal die andere zusammenzieht, kontrahiert. Daher auch der Name Kontraktion. Diese Kontraktionen werden im verlaufe der Schwangerschaft häufiger und stärker, da sich immer mehr Muskelfasern daran beteiligen. Sie trainieren sozusagen für das große Ziel, die Geburt. (Ihrem Mann erklären Sie das am besten an einer Fußballmannschaft. Wenn jeder nur für sich spielt, können selbst große Fußballer scheitern – s. WM 2010 in Südafrika.). Je besser ein Team – also auch die Muskelfasern – zusammenspielt, um so effektiver funktioniert das.

Was sind vorzeitige Wehen?
Das sind Wehen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche mit Wirkung auf den Muttermund und/oder den Gebärmutterhals einsetzen, meistens als Folge von Stress oder vaginalen Infektionen. Die Frequenz der vorzeitigen Wehen liegt deutlich über der von Schwangerschaftswehen. Zusätzlich kann sich häufig der Bauch der Mutter verhärten und ein Druckgefühl im Becken „nach unten“ einstellen. Da in solchen Fällen immer auch eine Frühgeburt droht, suchen Sie bitte baldmöglichst Ihren Arzt oder ein Krankenhaus auf.

Was sind Senkwehen?
Bei Senkwehen wird etwa von der 36. Schwangerschaftswoche an und meistens unregelmäßig der Bauch der Mutter deutlich härter, und das ist oft mit einem Ziehen im Rücken und leichten Schmerzen verbunden. Nachfolgend gehen in aller Regel die Beschwerden mit der Atmung (Sie bekommen wieder leichter Luft) und der Druck auf den Magen zurück, während der Harndrang häufiger wird. Zweck der Senkwehen ist, dass das Kind tiefer ins Becken eindringt und der untere Teil der Gebärmutter dadurch gedehnt wird.

Was sind Vorwehen?
Sie treten in den Wochen kurz vor der Geburt mitunter regelmäßig und unter Umständen in kurzen Abständen von nur einer Minute auf, halten über einige Stunden so an, gehen dann aber wieder zurück oder werden unregelmäßiger. Beim ersten Kind werden diese Vorwehen oft fälschlich auch als Geburtswehen gedeutet. Der Zweck der Vorwehen besteht darin, dass der Gebärmutterhals weicher wird, sich verkürzt und der Muttermund sich bis zu zwei Zentimeter öffnet. Das Kind kann dann tiefer in den Beckeneingang rutschen und Geburtswehen auslösen, doch manchmal vollzieht sich der Übergang in die Geburtswehen auch erst nach Stunden und vereinzelt sogar erst nach Tagen.

Wie fühlen sich Geburtswehen an?
Sie treten rhythmisch auf, sind krampfartig schmerzhaft und sowohl von zunehmender Dauer als auch von höherer Frequenz und stärkerer Intensität. Am Anfang der Geburtswehen treten sie, etwa jeweils 30 bis 90 Sekunden anhaltend, zwei- bis dreimal innerhalb einer halben Stunde auf, später zwei- bis dreimal in zehn Minuten. Ihr Zweck ist die Öffnung des Muttermundes und das weitere Absinken des Kindes.

Was sind Presswehen?
Sie entstehen, wenn der Muttermund vollständig (10 Zentimeter) eröffnet ist und das Kind sich tief genug im Becken befindet. Presswehen treten alle ein bis zwei Minuten auf, haben eine hohe Intensität mit starkem Druck (unwillkürlicher Pressdrang). Alles dies dient dazu, das Kind hinauszuschieben.

Braucht man einen Geburtsvorbereitungskurs?

Zur Vorbereitung auf die Geburt gibt es verschiedene Kurse, die alle auf die Wehen, auf die Geburt und auf die erste Zeit mit dem Baby vorbereiten. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, andere Frauen oder Paare kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Die Kurse werden von Hebammen geleitet, die Kosten für maximal 14 Stunden übernehmen die Krankenkassen. Die Teilnahme des Partners ist dabei nicht selbstverständlich mit einbegriffen.

Inhalt und Umfang der Kurse können unterschiedlich sein, aber folgende Punkte sind immer darin enthalten:

  1. Grundlagen der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbettes.
  2. Lernen von Entspannungs-, Atem- und Massagetechniken, um die Wehen besser verarbeiten zu können.
  3. Informationen über die Möglichkeiten der Schmerzlinderung und die Versorgung vor, während und nach der Geburt. Ebenso Informationen über eventuelle Schwierigkeiten bei der Geburt und die dadurch notwendigen Eingriffe.
  4. Zeit für Fragen und für die Bearbeitung von Ängsten und Unsicherheiten, Stärkung des Selbstbewusstseins und die Intuition. Es sollen Ihnen und dem Partner die nötigen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen vermittelt werden, um so die Geburt zum positiven Erlebnis werden zu lassen.
  5. Hinweise auf mögliche Veränderungen in der Partnerschaft, erste Tipps fürs Stillen und das Leben mit dem Säugling.

Die Kurse sind oft lange im Voraus ausgebucht, also melden Sie sich bitte rechtzeitig ab der 20. Schwangerschaftswoche an. Wo und wann es Kurse gibt, erfahren Sie in der Praxis, der Geburtsklinik oder auch im Internet (siehe auch unter „Nützliches“ Geburtskliniken).

Wann meldet man sich in der Geburtsklinik an?

Am sinnvollsten geschieht das zwischen der 30. und 36. Schwangerschaftswoche, weil man sich dann auch schon gedanklich mit der Geburt auseinandergesetzt, Fragen gesammelt und auch schon bestimmte Vorstellungen hat. Die Anmeldung dient dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, enthält aber nicht die Verpflichtung, in dieser Klinik auch sein Kind zur Welt zu bringen.

Sollte der Partner unbedingt bei der Geburt dabei sein?

Generell wird die Anwesenheit des Partners bei der Geburt von den meisten Frauen gewünscht. Der Partner kann dabei eine wichtige, unterstützende Rolle einnehmen. Es kann aber auch sein, daß aufgrund der psychischen und auch körperlichen Belastbarkeit manchmal eine Anwesenheit dem Partner nicht unbedingt zugemutet werden sollte. Grundsätzlich kann sich der Partner jederzeit eine Auszeit unter der Geburt nehmen und nicht das Gefühl haben, sich einem Zwang unterziehen zu müssen.

Eine häufig gestellte Frage ist die Anwesenheit des Vaters bei einem Kaiserschnitt. Es wird den Vätern generell ermöglicht, auch bei einem Kaiserschnitt, zumindest bis zur Geburt des Kindes, anwesend zu sein. Dies kann allerdings nicht in allen Fällen garantiert werden, insbesondere, wenn ein Kaiserschnitt sehr rasch erfolgen muss. Zu berücksichtigen ist auch die Narkoseform der Mutter. Bei einer Vollnarkose ist die Anwesenheit des Vaters leider nicht möglich, anders, wenn die Mutter wach ist und der Kaiserschnitt unter einer rückenmarksnahen Betäubung (PDA oder Spinalanästhesie) durchgeführt wird.

Was ist ein Blasensprung und was macht man dann?

In der Regel spürt man, dass mehr oder weniger viel Flüssigkeit aus der Vagina läuft. Aber keine Angst, wenn die Fruchtblase platzt bevor die Wehen einsetzen, denn ohne Wehen kann kein Kind geboren werden! Bei den meisten Frauen platzt die Fruchtblase am Anfang oder Ende der ersten Geburtsphase. Bei einigen Frauen dagegen geschieht dies gegen Ende der Schwangerschaft, leider jedoch vor Beginn der Wehen.Das nennt man einen vorzeitigen (=vor Wehenbeginn) Blasensprung. Die Menge an Fruchtwasser, die man verliert, ist sehr unterschiedlich. Es könnte nur ein wenig oder ein ganzer Schwall sein (0,5-1,0 Liter). Die Flüssigkeit ist meist klar oder gelblich, manchmal kann auch ein wenig Blut dabei sein.

Vor der 37. SSW, bei Beckenendlage oder wenn das Köpfchen noch nicht fest im Beckeneingang ist, sollte man sich sofort hinlegen, einen Krankentransport rufen und sich in eine geburtshilfliche Klinik bringen lassen. Denn wenn das Köpfchen des Kindes noch nicht fest im Becken ist, kann es in sehr seltenen Fällen zum so genannten Nabelschnurvorfall kommen. Das heißt, die Nabelschnur rutscht vor das kindliche Köpfchen und wird dann durch das nachdrängende Köpfchen eingeklemmt. Dies geschieht sehr selten, stellt aber eine Vorsichtsmaßnahme dar. Am besten ist es, seine Hebamme bei einem Blasensprung zu kontaktieren, um das weitere Vorgehen mit ihr zu besprechen.

Darf man Sex in der Schwangerschaft haben?

Sex in der Frühschwangerschaft:
Sex ist in dieser Zeit erlaubt, wenn keine Blutungen auftreten, und das heißt: kein Sex bei drohendem Abort. Bei aller sexuellen Aktivität ist unbedingt auf die Hygiene des Mannes zu achten, unter anderem also Reinigung des Penis auch unter der Vorhaut.

Sex bei Verdacht auf vorzeitige Wehen:
Hier ist es notwendig zunächst Ihren Arzt zu befragen. Sieht er kein erhöhtes Risiko, sollten Sie dennoch vorsichtig sein und nur geschützten Geschlechtsverkehr haben. Wehen werden durch Prostaglandine ausgelöst, die im Samensekret reichlich vorhanden sind. Also Präservativ benutzen und sich auf eine Stellung einigen, die so genannte Löffelchen-Stellung, bei der der Penis nicht zu tief eindringen kann.

Sex in der späteren Phase der Schwangerschaft:
Auch dann sollte die Löffelchenstellung bevorzugt werden. Die sonst übliche Missionarsstellung ist ungeeignet, weil dabei der von dem Mann ausgehende Druck auf den schwangeren Bauch zu stark ist.

Sex kurz vor der Geburt:
Gegenüber dem Geschlechtsverkehr kurz vor der Geburt hatte man früher vor allem hygienische Bedenken. Allerdings haben Roma und Sinti seit Jahrtausenden den Sex unmittelbar vor der Geburt praktiziert, ohne freilich zu wissen, dass sich im Samensekret das die Wehen fördernde Prostaglandin befindet, was den Schluss zulässt, dass Sex dicht vor der Geburt am Ende besser sein könnte, als der heute zur Einleitung der Geburt übliche Einlauf oder die warme Badewanne. Überdies wird heute zur Geburtseinleitung das Prostaglandin in Form von Zäpfchen an den Muttermund gebracht.

Sex nach der Geburt:
Es sollte hier der so genannte Wochenfluss abgewartet werden, der sich im allgemeinen nach der Geburt vier Wochen lang hinzieht. Danach ist Geschlechtsverkehr nicht zu beanstanden, doch sollte vorsichtshalber ein Präservativ zur Vermeidung von Infektionen benutzt werden. Zu einer glücklichen Familie, so lehrt es die Erfahrung, gehört auch eine befriedigende Partnerschaft, die in Sachen Sexualität nicht zu lange ?auf Eis? gelegt werden sollte.

Was kann man gegen vorzeitige Wehen tun?

Oberstes Gebot: bauen Sie eventuellen Stress ab und verschaffen Sie sich ausgiebige Ruhephasen. Und dann müssen Sie wissen: bis zu zwölf Mal am Tag sind Kontraktionen normal. Dabei zieht sich die Gebärmutter zusammen und der Bauch wird hart. Sollten die Kontraktionen jedoch häufiger und in regelmäßigen Abständen auftreten, dann sollten Sie den Arzt oder die Hebamme aufsuchen. Es muss dann, in der Regel mit Ultraschall, ein CTG geschrieben und der Muttermund untersucht werden, und es werden meistens Magnesiumpräparate oder ein stärker Wehen-hemmendes Medikament verschrieben. Auch eine vaginale Infektion sollte ausgeschlossen werden, weil dabei Prostaglandine freigesetzt werden, die ihrerseits Wehen auslösen können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Sie auch krank geschrieben werden.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)?

Übergewichtige Frauen mit einem BMI von über 30 mg/qm.
Frauen, die bereits in einer vorangegangenen Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes hatten.
Ältere Frauen und
Frauen mit Diabetes im engsten Verwandtenkreis.

Soll man einen Zucker-Belastungstest (oraler Glucose-Belastungstest, oGTT) machen?

Ärzte und Hebammen empfehlen, dass jede Schwangere einen solchen Test in der 20.-24. Schwangerschaftswoche machen lassen sollte, um eine für Mutter und Kind gefährliche Zuckererkrankung in der Schwangerschaft frühzeitig zu erkennen.

Man geht morgens nüchtern zum Frauenarzt (nachdem man drei Tage zuvor normal gegessen hat), es wird Blut abgenommen und man bekommt einen mäßig lecker schmeckenden Zuckertrunk gereicht (75g Traubenzucker in 400 ml Wasser). Nach zwei weiteren Stunde wird abermals Blut abgenommen und der Blutzucker bestimmt.

Bei auffälligen Werten wird eine Diät oder auch Insulin verordnet, diese Aufgabe übernimmt meist ein darin geschulter Diabetologe.
Normal sind Werte bis 125 mg%, über 200 mg% droht ein Diabetes.

Unbehandelt werden Kinder meist zu groß und schwer, aber dennoch unreifer, die Fruchtwassermenge steigt an, was wiederum zu vorzeitigen Wehen führen kann.

Stimmt es, dass Babys schon im Mutterleib atmen?

Ja, das ist richtig, und das Atmen beginnt etwa in der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche. Eine große Zahl von Muskeln ist für das Atmen notwendig, und sie müssen lernen, koordiniert zu atmen. Das wird bereits im Mutterleib trainiert.

Jeder dieser frühen Atemzüge dient der so wichtigen Lungenreifung. Mit jedem Atemzug des Kindes im Fruchtwasser gelangt auch Flüssigkeit in die Lunge, und ab der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche, wenn sich das Fruchtwasser verändert, vermehren sich die fetthaltigen Substanzen im Fruchtwasser und überziehen die Lungenwände. Das dient dazu, dass sich beim ersten Atemzug des Kindes außerhalb des Mutterleibs die Lungen – Innenwände nicht verkleben.

Was ist ein Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes)?

Gestationsdiabetes ist ein Diabetes, der erstmalig in der Schwangerschaft auftritt.
Dabei besteht eine erhöhte Gefährdung für Mutter und Kind:

Mütter mit Gestationsdiabetes entwickeln häufiger einen Bluthochdruck und eine Präeklampsie sowie vermehrt Harnwegsinfekte. Die Kaiserschnittsrate ist erhöht. Nach der Geburt besteht bei einem unbehandelten Gestationsdiabetes die Gefahr, einen echten Diabetes mellitus zu entwickeln.

Ungeborenen Kinder hingegen müssen mit dem vermehrten Glucoseangebot (Zucker) zurecht zurecht kommen, sie müssen mehr Insulin produzieren (fetaler Hyperinsulinismus). Das erhöht die Gefahr einer Makrosomie (großes Kind) mit einer Reihe von weiteren Komplikationen.

Achtung: bei unbehandeltem Gestationsdiabetes besteht die Gefahr des Fruchttodes.

Wird der Blutzuckerbelastungstest von den Krankenkassen bezahlt?

Dieser Test ist in den meisten Bundesländern unverständlicherweise noch nicht als Kassenleistung anerkannt und ist eine Igel-Leistung, die also selbst bezahlt werden muss.

Gibt es Depressionen in der Schwangerschaft?

Im allgemeinen ist die Zeit der Schwangerschaft eine fröhliche, erwartungsvolle Zeit.

Stimmungsschwankungen sind aufgrund der hormonellen Veränderungen und der hohen Erwartungen, die mit der Schwangerschaft verbunden sind, durchaus normal. Allerdings leiden 10% aller schwangeren Frauen an depressiven Verstimmungen, mit lange anhaltenden Symptomen, die die Diagnose – Schwangerschaftsdepression – nach sich ziehen können.

Welche Symptome deuten auf eine Schwangerschaftsdepression hin?

Symptome einer Schwangerschaftsdepression können sein:

  • Konzentrationsprobleme
  • Reizbarkeit
  • Schlafprobleme
  • Lustlosigkeit, Freudlosigkeit
  • Anhaltende Traurigkeit
  • Extreme Mattigkeit

Wenn mehrere dieser Symptome zusammen auftreten und länger als 14 Tage anhalten, sollten Sie ihren Arzt / ihre Ärztin aufsuchen und von ihren Problemen erzählen. Manchmal hilft schon ein intensives Gespräch, um hohen Erwartungsdruck und Versagensängste abzubauen. Bei anhaltenden Problemen könnte eine begleitende, stützende Psychotherapie nützlich sein.

Welche Ursachen gibt es für Schwangerschaftsdepressionen?

Folgende Ursachen sind häufig zu beobachten:

  • Schwangerschaftshormone, die psychische ups and downs verursachen
  • Beziehungsprobleme
  • Depressive Erkrankungen in der Familie
  • Stressige Lebensumstände
  • Angst um den Arbeitsplatz
  • Allgemeine Zukunftsängste
  • Schwieriger Schwangerschaftsverlauf
  • Hoher Erwartungsdruck
  • Perfektionismus

Im allgemeinen gilt, dass intensive Begleitung mit stützenden Gesprächen bei einer Schwangerschaftsdepression die beste Hilfe bietet. Zusätzlich zu Gesprächen gibt es auch Medikamente, die zeitweilig, allerdings nur bei schwerem Verlauf und nur unter ärztlicher Aufsicht, eingenommen werden können.

Wie funktioniert Ultraschall?

Ultraschall ist ein Bild gebendes Verfahren. Im Schallkopf des Ultraschallgerätes werden Kristalle in Schwingungen versetzt. Sie erzeugen einen Schall, dessen Frequenzen oberhalb des hörbaren Bereiches liegen.

Diese Schallwellen durchdringen das Gewebe und werden je nach Festigkeit und Struktur (z.B. Knochen) wieder reflektiert, vom Schallkopf aufgenommen, in elektrische Impulse umgewandelt und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht.
Mittlerweile haben die Ultraschallgeräte ein so hohes Auflösevermögen, dass bereits feine fetale Strukturen schon in der 12.-14. Schwangerschaftswoche erkennbar sind.

Warum tritt Sodbrennen in der Schwangerschaft vermehrt auf?

In der fortgeschrittenen Schwangerschaft steigt der Druck auf Darm und Magen, ausgelöst durch die größer werdende Gebärmutter. Dadurch kann der Magensaft hoch gepresst werden, da auch der Schließmuskel, der das Zurückfließen des Magensaftes in die Speiseröhre verhindern soll nicht mehr optimal schließt.

Was fördert Sodbrennen?

Sehr häufig liegt es an der falschen Ernährung: Werden Speisen zu fettreich oder zu süß angerichtet oder zu stark gewürzt kann das Sodbrennen ebenso auslösen wie zu kalte oder zu heiße Getränke. So sollte auf frittierte Speisen, Mayonnaise ebenso verzichtet werden wie auf fette Fleisch- ,Wurst- und Backwaren.
Auch Speisen, die zu lange im Magen bleiben wie Kohl, Zwiebeln, hart gekochte Eier sollten ebenso gemieden werden wie frisches Brot.

Auch übermäßiger Stress und psychische Belastung kann eine vermehrte Magensäureproduktion auslösen.

Der Genuss von Alkohol, Nikotin, Schokolade und möglicherweise die erhöhte Hormonproduktion in der Schwangerschaft scheinen den Schließmuskel zu schwächen. Außerdem fördern sie die Magensaftproduktion ebenso wie Kaffee.

Was kann man gegen Sodbrennen tun?

Schreiben Sie sich auf, was Sie gegessen oder getrunken haben, bevor das Sodbrennen eintrat. Prüfen Sie zunächst, ob irgendetwas, was unter „was fördert Sodbrennen“ aufgeführt ist, auf Sie zutrifft und stellen Sie Ihre Ernährung um. Bevorzugen Sie fettarme Speisen. Verwenden Sie Fett sparende Kochmethoden wie Dünsten und Garen. Meiden Sie frittierte Speisen (auch Pommes Frites). Fleisch und Fisch in Folie ohne zusätzliches Fett zubereiten. Eigelb und Sahne meiden.

Essen Sie mehrfach am Tag kleine Mahlzeiten anstatt sich 1-2 mal am Tag zu „überessen“. Essen Sie langsam und kauen Sie gut durch.
Verzichten Sie auf die Genussmittel.

Meiden Sie kohlensäurehaltige Getränke (auch Cola) und Weine und trinken stattdessen kohlensäurearme Wasser und Kräutertees aus der Apotheke.
Sollte das immer noch nicht reichen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es gibt einige Medikamente (Antacida), die in der Schwangerschaft eingenommen werden können, da sie aus dem mütterlichen Magen nicht resorbiert werden, also auch nicht auf das Ungeborene übergehen können. Eine 100%ige Erleichterung ist aber auch damit leider nicht garantiert.

Soll ich einem Blutzuckertest (Glucose-Toleranztest) machen?

Etwa 3-7 % aller Schwangeren entwickeln einen Gestationsdiabetes, er wird aber vermutlich nur bei jeder 10. Schwangeren entdeckt.

Mit einem oGTT (oralen Glucosetoleranztest) kann man einen Geststationsdiabetes erkennen oder weitestgehend ausschließen.
Hierzu wird beim Frauenarzt zunächst der Nüchtern-Blutzucker bestimmt, dann 75g Glucose in 400 ml Wasser gelöst, getrunken und nach 1 bzw. 2 Stunden folgt erneut eine Blutzuckerbestimmung.

Der Einstundenwert sollte unter 140 mg/dl, der 2-Stundenwert unter 120 mg/dl liegen.
Bei deutlich höheren Werten kann ein auf Diabetes spezialisierter Arzt zu Rate gezogen werden.

Was macht eine Hebamme?

Hebammen sind die Fachfrauen für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillen.
Hebammen sind dafür speziell ausgebildet worden und dürfen per Gesetz eigenständig arbeiten.

Welche Leistungen bieten Hebammen an?

  1. In der Schwangerschaft
    • Beratung
    • Geburtsvorbereitungskurse
    • Vorsorgeuntersuchungen
    • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden
    • Wendungshilfe bei Beckenendlage
    • Körperarbeit (Yoga, etc.)
    • Akupunktur, alternative Heilmethoden
    • Säuglingspflegekurse, Tragetuchkurse, Stillkurse, etc.
  2. Betreuung unter der Geburt
    • in der Klinik (Klinikhebammen oder Beleghebammen)
    • im Geburtshaus
    • zu Hause
  3. Nach der Geburt
    • in der Klinik (Wochenstation)
    • zu Hause (Wochenbettbetreuung, bis zu 16 Besuchen in den ersten acht Wochen)
    • Stillberatung (bis zum Ende der Stillzeit, max. bis zum Ende des 2.Lebensjahres des Kindes)
    • Beikosteinführung
    • Rückbildungskurse
    • Baby-Massage-Kurse
    • Stillgruppen

Kann sich jede Frau direkt an eine Hebamme wenden? Was kostet die Betreuung?

Sie können sich frei für die Hebamme Ihrer Wahl entscheiden.
Die Kosten für die Betreuung übernimmt die Krankenkasse.
Privat Versicherte müssen sich über ihre Leistungsansprüche bei ihrer privaten Krankenversicherung informieren.

Wann sollte man sich mit einer Hebamme in Verbindung setzen?

Für die Hebammenhilfe außerhalb der Klinik (vor und nach der Geburt) setzt man sich möglichst früh (ab 12. Schwangerschaftswoche) mit einer freiberuflich tätigen Hebamme in Verbindung. Während eines Hausbesuches, in einer Praxis oder am Telefon berät Sie die Hebamme zu allen Fragen.

Wie finde ich eine Hebamme in meiner Nähe?

Freiberufliche Hebammen findet man in Hebammenlisten der Geburtskliniken, des Frauenarztes oder direkt beim Hebammen-Landesverbandes des jeweiligen Bundeslandes.

Sie haben bereits ein Kind per Kaiserschnitt (Sectio) bekommen, können sie noch eine normale Entbindung erleben?

Grundsätzlich ja, denn die Chance für eine vaginale Geburt liegt lt. Statistik zwischen 60 und 85 %. Allerdings kommt es auf den Grund an, der zum Kaiserschnitt geführt hat.

Ein Geburtsstillstand oder eine Verschlechterung der kindlichen Herztöne muss bei einer weiteren Schwangerschaft nicht auftreten. Auch eine Beckenendlage oder einer Fehleinstellung des Köpfchens zum mütterlichen Becken muss bei einer weiteren Schwangerschaft nicht vorliegen. Bei einem Missverhältnis zwischen Köpfchen und mütterlichem Becken (zu kleines Becken bei einem großen Köpfchen) ist bei einer erneuten Schwangerschaft natürlich mit einem gleichen Problem zu rechnen. Ein Schwangerschaftsdiabetes ist bei der 2. Schwangerschaft möglicherweise besser eingestellt, eine Gerinnungsproblematik besser behandelt, so dass man eine Spontangeburt wagen kann. In jedem einzelnen Fall muss gesondert abgewogen werden, was das Beste für Mutter und Kind ist.

Denken Sie daran, Ärzte und Hebammen haben es immer mit 2 Patienten gleichzeitig zu tun.

Welche Voruntersuchungen sollten dann erfolgen (Wunsch natürliche Geburt nach Kaiserschnitt)?

Zunächst müssen natürlich all die Dinge abgeklärt werden, die überhaupt zum Kaiserschnitt (Sectio) geführt haben. Treten sie wieder auf oder können sie diesmal vernachlässigt werden?

Zusätzlich muss aber per Ultraschall die Lage der Plazenta (Mutterkuchen) beurteilt werden. Ist die Plazenta an der Vorderwand der Gebärmutter im Bereich der Kaiserschnittnarbe lokalisiert, besteht die Gefahr, dass sie sich nach der Geburt nur schwer löst (Plazenta accreta) und es zu schweren Blutungskomplikationen kommen kann. In einem solchen Fall kann möglicherweise ein 3D-Power Farbdoppler-Bild die zahlreichen zusammenhängenden Gefäße erkennen. Zudem sollte ebenfalls per Ultraschall kurz vor der Geburt (ca. 4 Wochen) die Dicke der Gebärmutter im Bereich der Kaiserschnittnarbe untersucht werden. Ist dieser Bereich zu dünn, könnte das ein Hinweis auf die Gefahr eines Risses unter der Geburt bedeuten.

Muss bei Frühgeborenen generell ein Kaiserschnitt gemacht werden?

Kleinen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1500g möchte man gern den Stress einer vaginalen Geburt ersparen und führt häufig einen Kaiserschnitt durch. Hat das gegenüber einer Spontanentbindung positive Auswirkungen auf das Kind?

Dazu liegen nach dem 9. Perinatologischen Weltkongreß in Berlin (2009) widersprüchliche Ergebnisse vor. Weder die Überlebensraten der Kinder, noch die Morbidität (Krankheitshäufigkeit) der Frühgeborenen unterscheiden sich wesentlich voneinander, ob das Kind nun spontan oder per Kaiserschnitt (Sectio) entbunden wurde.

Wie sieht ein übertragenes Kind aus?

Ein übertragenes Kind hat so genannte Waschfrauenhände, also schrumpelige Hände, wie wir sie haben, wenn wir lange in der Badewanne liegen. Die Haut des Kindes ist dann besonders an den Fingerspitzen schrumpelig und die Fingernägel überragen das Nagelbett. Es fehlt das, was man die „Käseschmiere“ nennt, die weißliche, schmierige Auflage auf der Neugeborenen-Haut, die aus abgeschilferten Hautzellen und dem Talg aus Talgdrüsen des ungeborenen Kindes besteht. Diese Schicht schützt vor Infektionen und fettet die Haut des Kindes ein. Und wahrscheinlich spielt sie auch als Gleitmittel bei der vaginalen Geburt eine Rolle.

Je länger sich die Geburt verzögert, umso mehr nimmt die „Käseschmiere“ ab, was auch ein Hinweis ist, dass das Kind übertragen wurde. Im nächsten Stadium sieht man im Fruchtwasser das „Kindspech“ (Mekonium), also den ersten Stuhlgang, der normalerweise erst nach der Geburt erfolgt. Er verfärbt das Fruchtwasser grün. Das bedeutet nun, dass bereits in der Gebärmutter die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff nicht mehr ausreichend ist, sei es, dass die Plazenta stark verkalkt ist oder eine Kompression der Nabelschnur vorliegt.

Was ist so gefährlich an einer Übertragung?

Das Maß aller Dinge ist hier die Sterblichkeit rund um die Geburt, die perinatale Mortalität. Sie ist mit einer Tragzeit von 280 Tagen am niedrigsten und steigt danach langsam an. Der Anstieg ist der Grund dafür, dass nach Überschreiten des Geburtstermins regelmäßige, alle zwei Tage stattfindende Untersuchungen empfohlen werden. Dabei geht es darum, Stresssituationen des Kindes, die zu Stuhlabgang (Mekoniumabgang) führen, frühzeitig zu erkennen, weil dadurch die Gefahr besteht, dass das nunmehr grünlich gewordene Fruchtwasser in die Lunge des ungeborenen Kindes gerät und möglicherweise zu akuter Atemnot, einem Atemnotsyndrom, führt.

Welche Kontrollen werden bei einer Übertragung durchgeführt?

Der Überwachung des Kindes dient in erster Linie das Cardiotokogramm (CTG), das alle zwei Stunden geschrieben werden sollte. Dabei lassen sich mit Ultraschall die Herzfrequenz des Kindes und auch der Wehendruck erkennen und messen. Am Verlauf der Herzfrequenz, besonders auch in Beziehung zu vielleicht vereinzelt auftretenden Wehen, etwa wenn die Frequenz in einer Wehe abfällt, lässt sich das Wohlergehen des Kindes genau bestimmen. Arzt und Hebamme können daraus sogar erkennen, ob eine Umschlingung durch die Nabelschnur oder eine unzureichende Versorgung der Plazenta vorliegt. Mit Ultraschall kann auch die Menge des Fruchtwassers bestimmt werden, was allerdings nur einen subjektiven Wert ergibt. Umstritten ist dann auch die so genannte Doppeluntersuchung bei einer Übertragung. Auch der Wehen-Belastungstest, bei dem mit in die Vene gegebenen Hormon-Tropfen Wehen erzeugt und mit CTG die Herzaktionen beobachtet werden, kann keine absolut zuverlässige Aussage über das Befinden eines Kindes machen. Verändert sich die Herzfrequenz auffällig, wird man zur Einleitung der Geburt raten. Eine Amnioskopie (Fruchtwasserspiegelung von der Scheide aus) wird nur noch selten vorgenommen.

Was ist eine Amnioskopie?

Eine Amnioskopie ist die Betrachtung des Fruchtwassers mit einem Amnioskop, einem konisch zulaufenden, mit einem runden Stopfen verschlossenes Rohr, das vorne etwa einen Zentimeter und weiter hinten etwas mehr als zwei Zentimeter groß ist. Das Amnioskop wird, wie es auch bei einer sonstigen gynäkologischen Untersuchung üblich ist, in die Scheide und weiter in den Muttermund eingeführt und dann der Stopfen abgezogen. Versehen mit einer Lichtquelle, kann dann durch die Amnionmembran die Farbe des Fruchtwassers ermittelt und zum Beispiel grünes Fruchtwasser bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Mit der Einführung des Amnioskops, etwa um 1960 herum, begann der eigentliche Siegeszug der vorgeburtlichen Medizin, eng verbunden mit dem Namen des Berliner Perinatologen Prof. Saling. Es gab mit dem Amnioskop zum ersten Mal die Möglichkeit, das Befinden des Kindes im Mutterleib zu erkennen, für die damalige Zeit eine sehr segensreiche Erfindung. Das Cardiotokogramm ist erst sehr viel später hinzu gekommen.

Was ist eine Steißlage (Beckenendlage)?

Von einer Steißlage spricht man, wenn das Kind mit dem Kopf nach oben und mit dem Steiß im Beckenbereich der Mutter, also mit dem Steiß (Po) bzw. dem kindlichen Becken nach unten liegt. Daher kommt die Bezeichnung Steiß- oder Beckenendlage.

Aber machen sie sich bitte keine Sorgen, wenn Ihr Arzt Ihnen in der 24. SSW mitteilt, dass Ihr Kind in Steißlage liegt. In dieser Schwangerschaftswoche ist das noch eine völlig normale Lage. Etwa 50 % aller Kinder liegen jetzt so, am Ende der Schwangerschaft sind es nur noch 5 %. Die meisten Kinder drehen sich also noch, manchmal auch erst kurz vor der Geburt.

Warum kann eine Steißlage problematisch sein?

Das Köpfchen ist der größte Körperteil des Kindes ist und dehnt bei üblicher Geburt, also bei Schädellage, den Gebärkanal so weit, dass anschließend der schlanke Körper leichter heraus gleiten kann.

Liegt das Kind anders herum, also in Steiß- oder Beckenendlage, muss der schmalere Körper den Geburtskanal aufdehnen, und dann erst folgt, im wahrsten Wortsinn ?das dicke Ende?, nämlich das Köpfchen nach. Diese Aufdehnung kann gelegentlich auch länger dauern; und da bei dieser Geburtslage die Nabelschnur noch am Köpfchen vorbei zur Plazenta zieht, kann die Blutzirkulation gestört werden. Das ist der Grund, dass dann bei Erstgebärenden häufig ein Kaiserschnitt veranlasst wird, um so einem eventuellen Sauerstoffmangel vorzubeugen. Bei Frauen, die schon mehrere Geburten hinter sich haben und nunmehr ein nicht zu großes Kind erwarten, kann auch bei Steißlage eine Spontanentbindung möglich sein. Allerdings braucht der Geburtshelfer in einem solchen Fall große Erfahrung, weil es ganz unterschiedliche Steißlagen gibt (beachten Sie dazu auch die nächste Frage). Die große Erfahrung aber fehlt heute vielen Geburtshelfern, da bei Steißlage meistens per Kaiserschnitt entbunden wird. Deshalb ist zu empfehlen, vor der Geburt in der Klinik nachzufragen, wie viele Steißgeburten dort im Jahr anfallen.

Welche unterschiedlichen Steißlagen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Steißlagen, und zwar:

  1. Reine Steißlage, dabei sind die Beine am Körper hochgeschlagen und die Füße liegen in der Nähe des Köpfchens. Das ist nun die beste Lage für eine Spontangeburt.
  2. Die Beine sind vor dem Körper gebeugt und der Po ist unten. In diesem Fall kann eine Spontangeburt versucht werden.
  3. Fußlage, dabei liegen die Beine unterhalb des Körpers und einer oder beide Füße gehen voraus. Bei dieser Kindslage wird man in aller Regel einen Kaiserschnitt empfehlen.

Sie sind in der 20. Schwangerschaftswoche und Ihr Kind liegt in Steißlage. Bleibt das so?

Zu diesem Zeitpunkt ist eine Steißlage völlig normal und rund 50 Prozent der Kinder liegen so im Mutterleib. Zur Zeit der Geburt sind es dann allerdings nur noch fünf Prozent. Es gibt also um die 20. Schwangerschaftswoche herum keinen Grund, über die Lage nachzudenken und sich gar Sorgen zu machen. Oft ändern Kinder noch kurz vor der Geburt ihre Lage und können dann bei Schädellage geboren werden. Das lässt sich vom Arzt mit einem einfachen Handgriff und natürlich auch per Ultraschall nachweisen. Zu Beginn der Schwangerschaft ist in der Fruchthöhle noch viel Platz für das Kind, der sich jedoch umso mehr einengt, je größer das Kind wird. Dennoch kann es sich, wie gesagt, auch noch kurz vor der Entbindung in eine günstige Geburtslage drehen.

Was bedeutet der Eintrag BEL?

BEL ist lediglich die in der Geburtshilfe übliche Abkürzung für eine Beckenendlage, also für eine Steißlage.

Welche Gründe kann es für eine Steißlage geben?

Es gibt drei anatomische Gründe, und zwar:

  1. Zum Beispiel wenn die Maße des Beckens der Schwangeren einfach zu klein sind für den Kopf des Kindes.
  2. Wenn Myome, das sind in diesem Fall Muskelknoten der Gebärmutter, den Weg zum Muttermund versperren, so dass das Köpfchen des Kindes sich nicht richtig einstellen kann.
  3. Wenn das Kind eine sehr länglich-ovale Kopfform hat, so dass das Köpfchen nicht in das quer-ovale Becken passt. Es sucht sich dann eben eine andere Lage.

Ihr erstes Kind ist aus einer Steißlage geboren worden, muss das bei der zweiten Schwangerschaft auch so sein?

Eine zutreffende Antwort auf diese Frage kann nicht gegeben werden. Wenn allerdings bei einer vorangegangenen Geburt anatomische Besonderheiten, etwa im Bereich des Beckens, zu einer Steißlage geführt haben, wird das voraussichtlich bei einer folgenden Geburt nicht anders sein. Aber wie gesagt: mit Sicherheit voraussagen kann das niemand.

Muss bei einer Steißlage immer ein Kaiserschnitt durchgeführt werden?

Die Antwort auf diese Frage ist seit langem und nach wie vor umstritten. Erfahrene Geburtshelfer können eine vaginale Geburt bei einer Beckenendlage leiten, doch fragen Sie vor der Geburt in der von Ihnen gewählten Klinik nach, wie viele Geburten bei Beckenendlage dort im Jahr ablaufen und wie viele davon der Geburtshelfer selbst geleitet hat. Denn auch hier gilt: „Übung macht den Meister“. Zudem darf das mütterliche Becken nicht zu schmal und das Kind nachweislich, nämlich per Ultraschall gemessen, nicht zu groß sein.

Wenn Sie allerdings schon ein Kind spontan (also ohne Kaiserschnitt) geboren haben, kann beim zweiten Kind durchaus eine Geburt aus Steißlage erwogen werden. Geht allerdings ein Kaiserschnitt voraus, stellen Sie sich bitte auf einen weiteren Kaiserschnitt ein.

Was kann man tun, damit sich das Kind in die „richtige“ Lage begibt?

Zunächst sollte man wissen, dass sich im Laufe der Schwangerschaft die allermeisten Kinder ganz von selbst in die Schädellage, also mit dem Kopf nach unten, drehen und nur fünf Prozent der Kinder werden in der Steißlage oder einer anderen Lage verbleiben. Es soll dahingestellt sein, ob die verschiedenen angebotenen sanften Methoden zur Drehung des Kindes, zum Beispiel die „indische Brücke“, überhaupt eine Auswirkung haben. Sofern sie aber keinen Schaden anrichten, ist nichts dagegen einzuwenden. Problematischer ist es da schon bei der so genannten „äußeren Wendung“. Lesen Sie dazu auch die nächsten Antworten.

Welche Methoden werden angewendet, um das Kind in die richtige Lage zu bringen?

Fünf Methoden dazu sollen nachstehend erläutert werden:

Am bekanntesten, aber nicht ganz einfach anzuwenden, ist die „indische Brücke“. Das ist eine Becken-Hochlage, mit der ab der 32. Schwangerschaftswoche begonnen werden kann. Sie legen sich dazu mit dem Rücken und mit ausgestreckten Beinen auf eine Gymnastikmatte, auf eine Decke oder etwas ähnliches. Dann schieben Sie ein oder zwei Kissen unter das Becken, damit es deutlich höher liegt als der Brustkorb. Auf diese Weise wird eine starke Hohlkreuzlage erreicht, die für das Kind unbequem ist und die es dazu veranlassen soll, sich zu drehen. Diese Übung sollten Sie ein- bis zweimal am Tage ausführen. Das Ganze aber stets nur so lange, wie Sie sich dabei wohlfühlen. Treten Kreislauf-Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit auf, oder bildet sich im Mund vermehrt Wasser, dann sollten Sie unverzüglich die Hohlkreuzlage verlassen und sich zur Seite drehen, am besten auf die linke Seite.

Die Taschenlampen-Methode nutzt erfahrungsgemäß das Phänomen, dass einige Babys durch den Einfluss des Lichtes der Taschenlampe den Drang verspüren, ihre Lage zu verändern. Dazu müssen Sie jedoch einschätzen können, wohin der Blick des Kindes im Mutterleib gerichtet ist. Wenn Sie das in etwa abschätzen können, dann setzen Sie eine starke Taschenlampe in Blickrichtung des Kindes auf den oberen Bereich des Bauches und führen sie langsam nach unten – in der Erwartung, dass das Kind dann quasi einen Purzelbaum nach vorne macht und so in die gewünschte Lage kommt.

Eine weitere Methode ist die Moxibustion, auch kurz Moxen genannt, die Sie auch von der Hebamme ausführen lassen können. Diese Methode ist aus der chinesischen Medizin abgeleitet, und es werden dabei bestimmte Punkte, zum Beispiel an der kleinen Zehe der Mutter, mit abgebrannten Beifußröllchen erwärmt. Damit soll ein ganz bestimmter Meridian stimuliert werden, der Einfluss auf die Beckenmuskulatur der Mutter hat, was wiederum dem Baby dabei helfen soll, seine Lage zu verändern. Insgesamt ist das eine aufwendige, etwa 20 Minuten dauernde Prozedur, die hintereinander an sieben bis zehn Tagen gemacht werden sollte, am besten in einer Becken-Hochlagerung oder in Knie-Ellenbogenlage. (Das Wort Moxibustion setzt sich zusammen aus dem japanischen Wort mogusa (Beifuß) und dem lateinischen combustus (verbrannt).

Die besten Erfolge bei dem Bemühen um eine Lage-Veränderung sollen mit der Akupunktur, einer weiteren Methode aus der chinesischen Medizin, erreicht werden. Dabei werden dieselben Punkte, die bei der Moxibustion erwärmt werden, nunmehr mit Nadeln stimuliert.

Dagegen können homöopathische Verfahren vermutlich nur die Beweglichkeit des Kindes verstärken. Eine Methode, die das direkte Drehen des Kindes bewirkt, ist indessen nicht bekannt.

Sofern das Baby in der 36. Schwangerschaftswoche sich noch nicht von selbst mit dem Kopf nach unten gedreht hat, kann dies auch von außen, also mit einer äußeren Wendung versucht werden. Lesen Sie dazu auch die nächste Frage und Antwort.

Was wird bei der äußeren Wendung gemacht?

Die äußere Wendung wird in einem dafür ausgerüsteten Krankenhaus und von einem darin erfahrenen Arzt vorgenommen. Dabei können im Einzelfall Situationen entstehen, die unverzüglich einen Kaiserschnitt notwendig machen, zum Beispiel eine Ablösung der Plazenta oder Komplikationen mit der Nabelschnur. Der Arzt wird dabei zunächst mit Ultraschall die Lage und Größe des Kindes sowie der Plazenta überprüfen. Sind alle Voraussetzungen für eine unkomplizierte Wendung gegeben, wird mit sanftem Druck auf den Bauch der Mutter versucht, das Baby nach vorne und in die Schädellage zu drehen. Das geschieht ohne Narkose und kann deswegen auch schon mal schmerzhaft sein. Gelingt die Drehung, sind die Chancen, dass das Kind nunmehr bis zur Geburt in dieser Lage bleibt, sehr hoch. Die äußere Wendung sollte allerdings nicht vor der 36. bis 38. Schwangerschaftswoche erfolgen, damit im Falle eines notwendigen Kaiserschnitts oder einer durch die Manipulation ausgelösten Geburt kein unreifes Kind zur Welt kommt. Ohnehin wird die äußere Drehung nicht vorgenommen, wenn Zwillinge erwartet werden, oder wenn die Mutter schon einmal ein Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht hat. Die Patientin bleibt nach der Drehung noch einige Stunden unter cardiotokografischer Kontrolle, also bei laufender CTG-Kontrolle der Wehentätigkeit und der kindlichen Herzfrequenz, im Krankenhaus. Gelingt die Drehung dagegen nicht, was leider in der Hälfte der Fälle so ist, kann sie in zwei Tagen erneut versucht werden.

Es gibt zudem auch noch eine so genannte „innere Wendung“, die aber wohl nur bei einer Zwillings-Schwangerschaft und auch nur dann angezeigt wäre, wenn das zweite Kind mit dem Steiß nach unten läge.

Neueste Erkenntnisse zur Steißlage:

Es gibt Vermutungen, aber noch keine schlüssigen Beweise, doch angeblich soll der Mangel eines Schilddrüsenhormons (T4) die Bewegungsfähigkeit des Kindes einschränken und damit auch seinen Antrieb, die Beckenendlage zu verändern. Verspüren Sie also in den letzten Wochen der Schwangerschaft nur wenige Bewegungen des Kindes, kann der Gynäkologe mit Ultraschall das Bewegungsmuster des Kindes kontrollieren und gegebenenfalls Blut zur T-4-Bestimmung abnehmen. Aber wie schon gesagt: ob das Kind sich unter der T-4-Substitution von der Steiß- in die Kopflage dreht, ist leider nicht sicher.

Aus welchem Grunde wird ein geplanter Kaiserschnitt durchgeführt?

Grundsätzlich immer dann, wenn aufgrund der Vorgeschichte oder anhand der vorliegenden Befunde der Vorsorgeuntersuchungen eine Spontangeburt für Mutter und Kind nicht die sicherste Lösung ist, z.B.:

  1. Bei einer vorliegenden Plazenta (Placenta praevia). Aber Achtung, eine tiefliegende Plazenta vor der 24. Schwangerschaftswoche braucht Sie noch nicht zu beunruhigen. Meist dehnt sich der untere Anteil der Gebärmutter noch deutlich aus, so dass die Placenta mit „hochgezogen“ wird. Aus diesem Grunde sollte von einer Placenta praevia auch erst ab der 30. Schwangerschaftswoche gesprochen werden.

    Da im Falle einer Spontangeburt das Kind durch die stark durchblutete Plazenta hindurch geboren werden müsste, was zu lebensgefährlichen Blutungen führen würde, wird bei einer total vor dem Muttermund liegenden Plazenta immer ein Kaiserschnitt gemacht.

    Sollte bei Ihnen eine Plazenta praevia diagnostiziert worden sein und sie bekommen Blutungen, müssen Sie auf dem schnellsten Weg und ohne Verzögerungen ins Krankenhaus.

  2. bei einem Missverhältnis zwischen Kind und Mutter, also bei zu engem Becken und gleichzeitig großem kindlichen Köpfchen;
    allgemein bei sehr großen Kindern; bei Kindern mit Fehlbildungen, die sofort nach der Geburt behandelt werden müssen;
    bei mehreren vorausgegangenen Kaiserschnitten in der Vorgeschichte;
    häufig bei Steißlage des Kindes;
    bei einer HIV-Infektion der Mutter, um eine Übertragung des AIDS-Virus auf das Kind zu vermeiden ebenso wie bei einer akuten Herpes-genitalis-Infektion mit Blässchen (virale Bläscheninfektion).

Aus welchem Grunde kann auch unter der Geburt noch ein Kaiserschnitt erforderlich werden?

  1. Die Herzschlagfrequenz Ihres Kindes wird unter Wehen deutlich geringer (z.B. liegt der Herzschlag statt normal bei 120 Schlägen pro Minute nur noch bei 100 oder darunter). Das kann auf eine Nabelschnurumschlingung oder auf einen Sauerstoffmangel unter der Geburt hindeuten. Ein Kaiserschnitt befreit das Kind sehr schnell aus dieser problematischen Situation.
  2. Es kann eine ganze Reihe von weiteren Gründen geben, z.B. fehlender Geburtsfortschritt, Blutungen, mütterliches Fieber.

Kann die Kaiserschnitt-Narbe reißen?

Die in der Haut nicht, wohl aber die in der Gebärmutterwand. Das passiert allerdings sehr selten (1-3%). Wichtig ist unter der Geburt deshalb eine genaue CTG-Überwachung und die Überwachung vaginaler Blutungen. Ein Riss macht sich durch starke Schmerzen bemerkbar, muss es aber nicht. Deshalb verzichtet man heute eigentlich nicht mehr auf eine Betäubung mittels Periduralanaesthesie (PDA). Weitere Hinweise können ein mütterlicher Blutdruckabfall oder Dauerkontraktionen sein. Manchmal ist die sogenannte Ruptur (ein Riss) auch von außen zu tasten. Die Entbindung nach einem vorangehenden Kaiserschnitt sollte aber in jedem Fall in einer gut ausgerüsteten Klinik erfolgen.

Übrigens, je geringer der zeitliche Abstand zwischen Kaiserschnitt und neuerlicher Geburt ist, um so höher ist das Rupturrisiko. Eine erneute Geburt sollte dann am besten erst in 2 Jahre geplant werden.

Welches ist der beste Zeitpunkt für einen Kaiserschnitt (Sectio)?

Wenn es keine Vorerkrankungen gibt, sollte ein Kaiserschnitt 7 bis 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin durchgeführt werden, da dann die Gefahr einer Lungenunreife weitestgehend ausgeschlossen ist, und das Kind auch ansonsten reif genug ist.

Liegt dagegen eine Plazentainsuffizienz (Mangelversorgung des Kindes hervorgerufen durch einen eingeschränkt funktionierenden Mutterkuchen), eine Präeklampsie oder eine Plazentaablösung vor, muss je nach Umständen auch eher operiert werden.

Bei Frühgeburten muss das Vorgehen gesondert betrachtet werden (s. Frühgeburt und Kaiserschnitt). Insbesondere, wenn der Muttermund bereits geöffnet ist, die Fruchtblase gesprungen ist oder sich vorwölbt, kann eine spontane Geburt versucht werden.

Sie haben sich für einen Kaiserschnitt entschieden. Wer trägt die Kosten?

Nein, Kaiserschnitte werden noch ( ! ) ohne Angabe von Gründen von den Krankenkassen bezahlt. Wenn Sie allerdings einen ganz bestimmten Geburtshelfer wünschen, benötigen Sie eine private Krankenversicherung oder Sie müssen die zusätzlichen Kosten für den Arzt selber bezahlen.

Was spricht für einen Kaiserschnitt (Sectio)?

  1. das Kind kann zum festgelegten Zeitpunkt geboren werden, was z.B. bei Kindern mit Fehlbildungen einen logistischen Vorteil bedeuten kann
  2. das Kaiserschnittrisiko für Mutter und Kind ist heute deutlich geringer als früher
  3. ein Kaiserschnitt geht erheblich schneller als eine Spontangeburt (ca. 30 min)
  4. mit einem Kaiserschnitt kann man nicht von unvorhersehbaren Dingen unter der Geburt überrascht werden
  5. Die Geburt verläuft schmerzlos, da eine Spinalanaesthesie (sog. Kreuzstich) 2-3 Stunden einer Schmerzfreiheit verspricht
  6. Der Beckenboden wird nicht so strapaziert und man erspart sich den nicht so seltenen Dammschnitt
  7. Ein stärkerer Geburtsstress für das Kind kann vermieden werden

Was spricht gegen einen Kaiserschnitt (Sectio)?

  1. der Kaiserschnitt ist eine Bauchoperation. Ein Null-Risiko gibt es nicht
  2. sollte ein Kaiserschnitt sehr plötzlich gemacht werden müssen, gibt es eine Vollnarkose, die insbesondere bei Schwangeren nicht risikolos ist, weil sie nie richtig nüchtern sind
  3. nach einem Kaiserschnitt können Infektionen der Gebärmutter und der Wunde entstehen
  4. man hat zwar keine Schmerzen unter der Geburt, aber teilweise doch stärkere nach der Geburt, die Sie in Ihren Bewegungen, insbesondere auch dem Heben und Tragen Ihres Kindes beeinträchtigen
  5. es können Narbenkeloide (kosmetisch unschöne Narben) entstehen
  6. die Gebärmutternarbe bleibt eine Schwachstelle oder kann bei einer weiteren Schwangerschaft zum gefährlichen Einwachsen der Plazenta führen
  7. zudem ist der Krankenhausaufenthalt etwas länger, ebenso wie möglicherweise die Zeit bis zu einer erneuten Schwangerschaft
  8. häufig wird nach einem Kaiserschnitt in der nächsten Schwangerschaft ein erneuter Kaiserschnitt durchgeführt

Wann spricht man von einer Frühgeburt?

Das ist dann der Fall, wenn die Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche erfolgt, oder wenn das Kind weniger als 2500 Gramm wiegt.

Die Säuglingssterblichkeit konnte in den vergangenen 40 Jahren deutlich gesenkt werden, und zwar unter anderem Dank der intensiven Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft, aber auch Dank der möglichen apparativen Überwachung mit Ultraschall und des CTG (Cardiotokographie – Herzton-Wehenschreibung). Die Rate der Frühgeburten bleibt dagegen weiterhin bei fast neun Prozent, und sie steigt in letzter Zeit sogar wieder an. Gründe dafür sind das höhere Alter der gebärenden Frauen und die häufigeren Mehrlingsschwangerschaften.

Was ist so gefährlich an einer Frühgeburt?

Grundsätzlich ist festzuhalten: Je früher ein Kind geboren wird, desto unreifer ist es. Und einer der entscheidenden Faktoren, weshalb das Überleben von Frühgeborenen erschwert ist, ist die mangelnde Lungenreife. Das Neugeborene hat dann Atemschwierigkeiten, und das Blut des Kindes kann deswegen nicht ausreichend mit Sauerstoff angereichert werden. Das kann zum Beispiel zu Folgeschäden im Gehirn führen.

Kann man bei einer drohenden Frühgeburt in jedes Krankenhaus gehen?

Grundsätzlich einmal dies: in einem Notfall muss jedes Krankenhaus Sie aufnehmen. Es kann aber sein, dass – sobald in Ihrem Fall die Notsituation unter Kontrolle gebracht ist – Sie und/oder Ihr Kind in ein Krankenhaus mit einem höheren Versorgungslevel verlegt werden müssen. Am besten findet eine solche Verlegung noch mit dem Baby im Bauch der Mutter statt; dann droht keine Unterkühlung auf dem Transportweg.

Es hat sich aus verschiedenen Gründen als sinnvoll erwiesen, die Betreuung von Frühgeburten in einigen wenigen Zentren zu konzentrieren, weil nur dort eine perfekte Versorgung rund um die Uhr gewährleistet ist. Dazu gehört zum Beispiel, dass jederzeit auch Neonatologen, also Kinderärzte für die spezielle Betreuung der früh geborenen Kinder nach der Geburt bereitstehen, und dass die apparative Ausstattung der Klinik eine intensiv-medizinische Behandlung ermöglicht.

Aus diesem Grund werden heute Geburtskliniken nach ihren Möglichkeiten bei der Betreuung von Frühgeburten bewertet, und in drei unterschiedliche Level eingeteilt:

Was ist eine Level-1-Geburtsklinik? :
Hier gibt es eine gesonderte Frühgeborenen-Station, wo extrem kleine Frühgeborene betreut werden können. Diese Neonatologie wird von einem eigens dazu ausgebildeten Leiter geführt, und auch ein Kinderarzt ist rund um die Uhr zur Stelle.

Was ist eine Level-2-Geburtsklinik?:
Hier werden Frühgeborene betreut, die mehr als 1500 Gramm wiegen, und solche, die nach der 30. Schwangerschaftswoche geboren wurden. Das Krankenhaus hat eine Frühgeborenen-Station und einen ständig anwesenden Kinderarzt.

Was ist eine Level-3-Geburtsklinik?:
In dieser Klinik werden Kinder mit einem Geburtsgewicht von mehr als 2500 Gramm in der Normal- und Regelversorgung betreut.

Diese Drei-Stufen-Unterteilung zeigt die Möglichkeiten der Versorgung von Frühgeburten auf, sagt darüber hinaus aber nichts Näheres aus über die übrige Qualität der Entbindungsklinik. Auch ein Level-3-Krankenhaus kann ohne weiteres ein als Notfall angekommenes Frühgeborene versorgen, das anschließend aber möglicherweise noch einmal verlegt werden muss. Die Transporte von Frühgeborenen sollten indessen möglichst vermieden werden, weil sie deutlich das Risiko für Komplikationen erhöhen.

Wodurch kann es zu einer Frühgeburt kommen?

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die eine Fehlgeburt auslösen können. An erster Stelle stehen vorzeitige Wehen sowie ein vorzeitiger Blasensprung.

Welche Risikofaktoren können eine Frühgeburt fördern?

Vier Risikofaktoren sollen nachstehend genannt werden:

Da sind einmal die Risiken, die in der Krankengeschichte der Frau begründet sind, und das sind häufigere Fehlgeburten, zurückliegende Früh- oder Totgeburten, und auch, wenn die Frau drei oder mehr Geburten schon hatte.

Dann gibt es die Risiken während einer bestehenden Schwangerschaft: vaginale Infektionen, Harnwegsinfektionen, das Vorliegen der Plazenta vor den Muttermund, die mangelnde Versorgung des Kindes als Folge einer Plazenta-Insuffizienz, wenn eine Mehrlings-Schwangerschaft vorliegt, wenn sich eine größere Fruchtwassermenge gebildet hat, bei Lageanomalien und bei Fehlbildungen.

Es gibt dann eine Reihe von sozialen Faktoren, dazu gehören alleinstehende Frauen, Frauen aus ungünstigen sozialen Verhältnissen, Raucherinnen, ganz junge und ebenso schon ältere Frauen sowie Frauen, die durch übermäßig starken Stress belastet sind.

Nicht zuletzt können auch Krankheiten der Schwangeren zu vorzeitigen Wehen und Frühgeburten führen: das sind insbesondere Nierenerkrankungen, spät auftretende Schwangerschaftstoxikosen (Präeklampsien, Gestosen), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Uterus-Fehlbildungen, große Myome und Virusinfekte.

Einige der aufgelisteten Faktoren sind nicht beeinflussbar und somit auch nicht zu ändern, andere können mit konsequenter vorbeugender Behandlung vermieden werden.

Was kann man tun, um eine Frühgeburt zu vermeiden?

Erkrankungen der Mutter wie Diabetes mellitus, Funktionsstörungen der Schilddrüse, Harnwegsinfekte und andere Infektionen müssen sorgfältig behandelt werden.

Bei vaginalen Infektionen hat sich die Bestimmung des Säuregrades (pH-Wert) der Scheide (Vagina) mit einem Lackmuspapierstreifen bewährt, oder noch besser mit einem Handschuh, bei dem am Zeigefinger ein Stück Lackmuspapier angebracht ist. Dieser Finger wird ab der 14. Schwangerschaftswoche zweimal wöchentlich etwa drei Zentimeter tief in die Scheide eingeführt. An der Verfärbung des Papierstreifens lässt sich, ablesbar auf einer Farbskala, der Säuregrad erkennen. Liegt der pH-Wert im alkalischen Bereich (über pH 4,4), sollte der Frauenarzt einen bakteriologischen Abstrich vornehmen und eine Behandlung einleiten. Diese Methode, vom Senior der vorgeburtlichen Medizin in Deutschland, Prof. Dr. E. Saling entwickelt, hat seinerzeit bei wissenschaftlichen Tests in der Region um Halle und Leipzig zu einem deutlichen Rückgang an Frühgeburten geführt.

Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob sie bereit ist, die Kosten für diese Vorsorge zuübernehmen.

Wenn sich eine Frühgeburt ankündigt, sollte Geschlechtsverkehr unbedingt unterbleiben, zumindest aber ein Präservativ benutzt werden, damit das im Samensekret enthaltene Prostaglandin keine vorzeitigen Wehen auslösen kann.

Es werden häufig auch Magnesiumtabletten eingesetzt, weil sie eine die Wehen hemmende Wirkung haben.

Was passiert im Krankenhaus zur Vermeidung der Frühgeburt?

Bei drohender Frühgeburt ist Bettruhe notwendig, und wenn das Kind, etwa vor der 34. Schwangerschaftswoche, noch sehr unreif ist, empfiehlt sich eine stationäre Behandlung, um in dieser Zeit mit Medikamenten eine beschleunigte Lungenreifung herbeizuführen. Zudem werden regelmäßig so genannte CTG`s (Cardiotokogramme) geschrieben. Diese bestehen aus einem Wehenmesser und einem Übertragungsgerät der Herzfrequenz, die mit einem Gurt auf dem Bauch der Mutter befestigt sind. Mit ihnen werden Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Wehen und die Herzaktionen des Kindes festgestellt. Sollten die laut hörbaren Herztöne des Kindes Sie ängstlich machen, dann bitten Sie die Hebamme, die Lautstärke ein wenig zurückzufahren.

Bei regelmäßigen Wehen und verkürztem Muttermund wird man versuchen, mit einer die Wehen hemmenden Infusion die Wehen zu stoppen. Die in der Fachsprache Tokolyse genannte Methode wird etwa von der 24. bis längstens zur 34. Schwangerschaftswoche eingesetzt.

Ein verkürzter Muttermund, die normale Länge beträgt etwa vier-fünf Zentimeter, kann bei einer vaginalen Untersuchung mit Ultraschall leicht festgestellt werden. Aber nicht nur die Länge des Muttermundes ist von Bedeutung, sondern auch seine innere Form an der tiefsten Stelle der Fruchthöhle. Es ist problematisch, wenn sich dort eine deutliche Eindellung, ein innerer Trichter, in Richtung zur Scheide befindet.

Früher hat man bei solchen und ähnlichen Fällen – was heute nur mehr in Notfallsituation geschieht – eine Cerclage (nach dem indischen Arzt Shirodkar benannt) angelegt, also operativ ein straffes Band um den Muttermund geschlungen und zugenäht. In größeren Studien ließ sich aber kein sicherer Vorteil für den Erhalt einer Schwangerschaft durch die Cerclage nachweisen.

Auch der totale operative Muttermundverschluss hat nicht völlig überzeugen können, möglicherweise wird dieser aber meist viel zu spät durchgeführt, so dass eine Infektion nicht mehr verhindert werden konnte.

Die Schwangere sollte in jedem Fall bei drohender Frühgeburt wissen: jeder Tag, den das Kind länger in der Gebärmutter verbleibt, ist ein gewonnener Tag für die bessere Reifung von Lunge und Gehirn. Und damit verbessern sich auch ganz wesentlich die Chancen für ein gesundes und zum Überleben befähigtes Kind.

Was sollte man bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen oder Drillingen (und mehr) noch beachten?

  1. s. unter Frügeburtenvermeidung: sorgfältige und bereits frühzeitige Überprüfung des Scheiden-pH-Wertes (Säuregrad) zur Vermeidung einer Scheideninfektion, die eine Frühgeburt auslösen könnte.
  2. Im Vergleich zur Einlingsschwangerschaft frühzeitigeres einschränken jeglicher Form der Belastungen in Freizeit und Beruf.
  3. Freistellung von der Arbeit ab 28. oder 30.SSW, ggf. durch Krankschreibung. Kommen Sie möglichst nicht auf die Idee nach dieser Zeit noch die Wohnung zu renovieren oder umzuziehen. Richten Sie und Ihr Partner alles darauf aus, die Kinder möglichst lange im Mutterleib zu behalten. Diese Phase ist ganz entscheidend für die gesamte Familie.
  4. Bereiten Sie sich in Ruhe auf die Geburt vor, wählen Sie frühzeitig ihre Hebamme und die Klinik, in der möglicherweise auch Frühgeborene behandelt werden können. Besuchen Sie mit Ihrem Partner gemeinsam Säuglingspflegekurse, denken Sie daran, in Zukunft dauert manches doppelt so lange.
  5. Wenn möglich kümmern Sie sich um eine Haushaltshilfe, insbesondere dann, wenn es Ihr erstes Kind ist oder Sie noch ein Kind unter 3-4 Jahren im Haushalt haben. Ihr Partner wird Ihnen eine große Unterstützung sein, aber der hat möglicherweise noch einen Nebenberuf, das kann dann schnell zur Überforderung führen. Aber auch Sie brauchen Ruhephasen.

Sind Eltern oder Schwiegereltern in der Nähe, vereinbaren Sie feste Zeiten zu denen Sie ihre Hilfe benötigen. Freundinnen, die sporadisch vorbeischauen, sind meist weniger hilfreich, es sei denn auch sie lassen sich in ein festes Hilfsschema einbinden.

Ein Trost: Einzelkinder fordern die ersten 1 ½ – 2 Jahre Ihre ganze Aufmerksamkeit und Zuwendung. Bei Mehrlingen braucht man, so man den Aussagen vieler betroffener Eltern glauben kann, weniger Präsenz (Anwesenheit), da diese Kinder nicht das Gefühl des Alleinseins erleben.

Wie genau ist die Gewichtseinschätzung mittels Ultraschall?

Die Gewichtseinschätzung, die ja für die Beurteilung, ob eine Level-1, -2 oder -3 Geburtsklinik aufgesucht werden muss, kann immer nur eine gewisse Einschätzung sein.

Häufig wird beim Frauenarzt nur der Schädel-Querdurchmesser des kindlichen Köpfchens (BIP) und der Brustkorb-Querdurchmesser (Thorax) für die Gewichtsmessung nach einer bestimmten Formel herangezogen. Etwas genauer wird die Gewichtsschätzung, wenn man zusätzlich den Kopfumfang (KU), den
Bauchumfang (AU) und die Länge des Oberschenkels (Fem) heranzieht.

Allgemein kann gesagt werden, dass die Gewichtsschätzungen in den niedrigeren Gewichtsklassen deutlich besser sind als in den Bereich über 3500g.