Verschiedenes – Das mothers-talk Expertenteam wer macht was?

Endokrinologe

Ein Endokrinologe ist ein Spezialist in der Funktion unserer Hormon-bildenden Drüsen (sog. endokrine Organe).

Zu den Hormon- bildenden Drüsen gehören die Hirnanhangsdrüse, die Schilddrüse, die Nebennieren, die Eierstöcke und die Hoden um nur die wichtigsten zu nennen.
Er kümmert sich um die Phasen der starken hormonellen Veränderungen, so z.B. in der Pubertät, bei der Kinderwunschbehandlung und in den Wechseljahren.
Neben einer ausführlichen Anamnese stehen insbesondere Blut-Hormonuntersuchungen im Mittelpunkt der Betrachtung, um eine exakte Diagnose zu erstellen.
Bei der Kinderwunschbehandlung werden zunächst eine Reihe von Voruntersuchungen durchgeführt (Blutuntersuchungen zum Nachweis oder Ausschluss von Infektionen und Chromosomenanalysen, Hormonuntersuchungen u.ä.). Zusätzlich führt er entsprechende Behandlungen durch, wie z.B. Hormonbehandlungen, Inseminationen, die IVF-Behandlung (in-vitro-fertilisation =Befruchtung im Reagenzglas), ICSI (intracytoplasmatische Spermainjektion), dabei wird ein Spermium (Samenfaden) direkt in die Eizelle gespritzt und weitere Spezialbehandlungen.

Pränatalmediziner

(pränatal – "vor der Geburt"); Pränatale Untersuchung bedeutet die Untersuchung des ungeborenen Kindes.

Ein Pränatalmediziner ist also ein Arzt der, meist auf Überweisung des behandelnden Gynäkologen, bei Risiken in der Schwangerschaft wie Altersrisiken, bei Verdacht auf Fehlbildungen, bei Wachstumsverzögerungen, bei Diabetes und Gestosen hinzugezogen wird.
Er untersucht mit speziellen Untersuchungsverfahren wie hochauflösendem Ultraschall (eingesetzt beim First-Trimester-Screening und bei Fehlbildungsuntersuchungen), mit Doppleruntersuchungen, 3D-4D Ultraschall, Amniocentesen und Chorionzottenbiopsien das ungeborene Kind und legt gegebenenfalls nach Rücksprache mit anderen Spezialisten das weitere Vorgehen bis zur Geburt fest.

Humangenetiker

Ein Humangenetiker beschäftigt sich der Vererbung genetischer Merkmale, die Ursachen genetischer Erkrankungen des Menschen sind.

Zur humangenetischen Untersuchung gehören die Erstellung eines familiären Stammbaumes, um erbliche Erkrankungen herauszufiltern sowie eine genetische Beratung bei Risiken vor und in der Schwangerschaft bei Erkrankungen der Mutter selbst, insbesondere aber auch bei diagnostizierten Fehlbildungen des ungeborenen Kindes und vor invasiven Eingriffen wie Amniocentese und Chorionzottenbiopsien. Dazu bedarf es sowohl der Cytogenetik, d.h. der Chromosomenanalyse aus Blut-, Fruchtwasserzellen sowie Zellen aus der Plazenta. Er wendet auch die Molekulargenetik an, mit der isolierte Gendefekte erkannt werden können.

Gynäkologe

Ein Gynäkologe ist ein Arzt für Frauenheilkunde, der manchmal auch "Hausarzt der Frau" genannt wird.

Er ist also zuständig für alle medizinischen Belange der Frau, von der Pubertät, über die Verhütungsberatung, die Sterilitätsberatung, den regelmäßigen Krebs-Vorsorgeuntersuchungen bis hin zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden.

Zudem ist er einer der ersten Ansprechpartner wenn es um psychische und seelische Probleme geht.

Gleichzeitig ist er zuständig für alles Rund um die Schwangerschaft, also für Kinderwunschbehandlungen und Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen.

Perinatologe

Den Begriff Perinatologe gibt es erst seit Beginn der 70er Jahre. Sein prominentester Vertreter ist Prof. Dr. Saling aus Berlin – übrigens Mitglied unseres Kompetenzteams – der in den 70er und 80er Jahren ganze Heerscharen von Gynäkologen und Geburtshelfern weltweit ausgebildet hat. Das Wort Perinatologie setzt sich zusammen aus "peri" lat. um/herum und dem Begriff "natologie". Letzterer ist aus dem Begriff "natus" lat. Geburt entwickelt worden.
Perinatologie bezeichnet also den Zeitraum in den letzten Wochen vor, bis zur Geburt einschließlich.

Ein Perinatologe ist somit für Schwangere rund um die Geburt zuständig, meist sind es Gynäkologen, die von Hebammen tatkräftig unterstützt werden.

Hebamme

Eine Hebamme betreut die Schwangere unter der Geburt. So ist es jedenfalls Jahrtausende lang gewesen. Schon bei den "alten Griechen" gab es ein Hebammenlehrbuch. Die reine Hebammen-betreute Geburt gab es bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Problem waren die hohen Sterberaten von Kindern und Müttern unter der Geburt.

Erst die neuen Erkenntnisse im Bereich der Perinatologie, die von Ärzten und Hebammen gemeinsam erarbeitet wurden, senkten diese Zahlen dramatisch. Heute sind Hebammen auch im Bereich der Schwangerenvorsorge, der Geburtsvorbereitung, der Geburt selbst und der Nachsorge für Mutter und Kind tätig. So werden z. B. in Geburtsvorbereitungskursen praktische Übungen zum Atmen und Entspannen unter der Geburt geübt.

Neonatologe

Wie bei den Gynäkologen und Geburtshelfern sich der Perinatologe herausgebildet hat, hat sich bei den Kinderärzten der Neonatologe etabliert. Der begriff setzt sich zusammen aus "neo" für "neu" und natologie (s.o.) "Geburt" zusammen und bezeichnet das neugeborene Kind.

Die wesentlichen Aufgaben sind für den Neonatologen die Betreuung von Frühgeborenen und Kindern die mit Fehlbildungen und Krankheiten auf die Welt kommen. Da sich insbesondere die Zahl der Frühgeborenen in den letzten Jahren auf 10 % gesteigert hat, und die Geburtskliniken des Level 1 (höchste Leistungsstufe) Neonatologen rund um die Uhr vorhalten müssen, aber auch Level 2 Geburtskliniken Neonatologen haben, gibt es einen steigenden Bedarf.

Stillberaterin

Eine Stillberaterin soll die junge Mutter in allen Fragen des Stillens als auch beim Übergangs auf andere Nahrungsformen beraten und das Stillen fördern. Auch die Weltgesundheitsorganisation unterstützt das Stillen.
Man nimmt an, dass nur wenige Frauen gar nicht stillen können. Wenn Probleme auftreten, sollte sich die junge Mutter an eine Stillberaterin oder Hebamme wenden, damit es gar nicht erst zu Stresssituationen zwischen Mutter und Kind kommt. Das größte Stillhindernis sind die mangelhaften Informationen über das Stillen oder die falschen Vorstellungen.
So treten z.B. häufig Probleme auf, wenn das Kind nach einem festen Zeitplan gestillt wird, also auch dann, wenn es selbst noch keinen Bedarf hat. Besser scheint das self-demand-feeding zu sein (das Stillen nach dem Bedarf des Babys).

Kinderarzt (Pädiater)

Jeder von uns kennst wahrscheinlich den Kinderarzt, der sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter befasst.

Kinderärzte sind natürlich in den ersten Jahren nach der Geburt besonders wichtig, da bei ihnen die vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen durchgeführt werden.

Internist

Der Internist ist zuständig die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen unserer inneren Organe wie Lunge, Herz, Leber, Nieren, und Darm.

Der Bereich der inneren Medizin ist nach dem der Allgemeinmedizin und der Kinderheilkunde das umfangreichste Gebiet, dass sich deswegen schon in eine ganze Reihe von Subspezialitäten gebildet haben wie Gastroenterologie (Verdauungsorgane), Kardiologie (Herz-Kreislaufsystem), Hämatologie (Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe), Diabetologie (Erkrankungen speziell des Zucker-Stoffwechsels) und vieles andere mehr.

Psychotherapeut

Die Psychotherapie ist der Überbegriff für die verschiedenen Formen der psychologischen Behandlung wie Gesprächs- , Familien-, Bewegungs- und anderer Therapien mit denen psychische und psychosomatische Erkrankungen und Verhaltensstörungen behandelt werden.

Physiotherapeut

Physiotherapie, auch physikalische Therapie oder Krankengymnastik genannt, ist eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln; im Zentrum steht, dem Patienten ein physiologisches Bewegungsverhalten zu vermitteln und durch Lockerung, Massagen oder andere Hilfsmittel Beschwerden zu verbessern und Rückfälle zu vermeiden. Die medizinische Notwendigkeit wird durch Ärzte festgestellt und auf Rezept verordnet.

Bei Säuglingen und Kleinkindern wird der Stand der Kindesentwicklung beurteilt und den Eltern Hilfsmittel an die Hand gegeben, um das Kind auf einen altersentsprechenden Stand zu bringen, sollte es Einschränkungen im Bewegungsverhalten oder im Wahrnehmungsbereich haben.

Homöopath

Die Homöopathie ist Therapiekonzept, das nicht darauf beruht, Krankheiten und Symptome durch von außen zugeführte Medikamente zu behandeln, sondern das auf dem sogennanten Ähnlichkeitsprinzip beruht. Substanzen, die in hoher Dosierung eine Erkrankung auslösen, werden meist in sehr niedriger Dosierung eingesetzt (Ähnliches mit ähnlichem heilen). Bei diesen Substanzen wird die Konstitution des Patienten berücksichtigt und mit individuellen Verordnungen (Pflanze, Mineral, Tier) darauf abgestimmt.

Viele Schwangere sind gerade in der Schwangerschaft nicht geneigt, die üblichen Medikamente einzunehmen und vertrauen der Homöopathie. Hier sollte allerdings unterschieden werden zwischen den "unangenehmen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft" wie z.B. der Behandlung der Übelkeit und des Sodbrennens, wo die Homöopathie helfen kann und der Behandlung echter Erkrankungen wie Blasenentzündungen und Diabetes, um nur einige zu nennen. Hier sollte der Arzt aufgesucht werden.

Orthopäde

Der Begriff der Orthopädie entstammt zwei griechischen Wortsilben, die in etwa bedeuten: "Erziehen zum aufrechten Gang".
Ein Orthopäde beschäftigt sich mit der Behandlung von angeborenen Anomalien oder erworbenen Störungen des Stützskeletts und des Bewegungsapparates, also der Knochen, Muskeln und Gelenke.
Zur Behandlung werden sowohl chirurgische Verfahren durchgeführt, als auch spezielle Hilfsmittel (Orthesen) und physiotherapeutische Methoden angewendet.

In der Schwangerschaft stehen insbesondere die Prophylaxe und Behandlung von Kreuzschmerzen im Vordergrund othopädischen Handelns.
Besonders wichtig ist der Orthopäde im Kindesalter, nicht nur bei den klassischen Anomalien wie Hüftgelenksdysplasien und Klumpfüssen, sondern mehr und mehr bei der Prophylaxe und Therapie von Haltungsschäden, die erheblich zugenommen haben. Dinge, die noch im Kindesalter beseitigt werden können, aber unbehandelt im Erwachsenenalter zu vielseitige Beschwerden führen können.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg

Jeder kennt wahrscheinlich den Begriff der Lippenspalte (volkstümlich: Hasenscharte genannt) oder den der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (auch Wolfsrachen genannt).
Derartige, bereits bei der Geburt vorhanden Fehlbildungen müssen operativ versorgt werden.

Das sind besonders schwierige Operationen die nicht nur einen guten kosmetischen Effekt haben sollen, sondern auch die Beseitigung der Schluck- und Atembeschwerden bewerkstelligen sollen und zukünftige Sprachstörungen verhindern sollen.

Wird eine derartige Fehlbildung bereits früh in der Schwangerschaft entdeckt (z.B. in der 20. Schwangerschaftswoche (SSW)), haben Eltern nach einfühlsamer Aufklärung durch einen Gesichtschirurgen eine weitaus bessere Möglichkeit, sich auf die kommenden Probleme und Operationen einzustellen, als wenn sie erst unter der Geburt von dem Ergebnis überrascht werden.

Neurologe

Ein Neurologe diagnostiziert und behandelt alle Formen der Erkrankung des gesamten zentralen Nervensystems inklusive Gehirn, Rückenmark und des Nervensystems, das unsere Muskeln und damit die Bewegungen steuert. Auch die Beurteilung der Blutgefässe, die diese Organstrukturen versorgen, gehört zu seinem Aufgabenbereich.

Bei Schwangeren kommen aus dem neurologischen Bereich insbesondere die Unruhezustände der Beine (restless legs-Syndrom) als auch schwerwiegende Komplikationen wie Schlaganfälle vor.
Bei Kleinkindern, insbesondere bei Frühgeborenen, kann es häufiger zu Hirnblutungen oder Nervenlähmungen kommen, die ebenfalls neurologisch behandelt werden müssen.

Arzt für Laboratoriumsmedizin

Er arbeitet überwiegend auf Anforderung des behandelnden Arztes.

So untersucht er z.B. den Virus-Antikörperstatus bei Schwangeren und kann feststellen, ob die Patientin bereits mit Röteln, Lues (Syphilis), HIV-Viren, Windpocken (Varizellen), Ringelröteln u.ä. in Berührung gekommen ist.
Auch Blutgruppenbestimmungen sowie Blutgerinnungsstörungen werden mit verschiedenen Nachweismethoden incl. molekulargenetischer Untersuchungen untersucht. Bakteriologische Untersuchungen (Mikrobiologie) und Pilznachweise gehören ebenso zum Aufgabengebiet.

Urologe

Ein Urologe kümmert sich um alle Bereiche des ableitenden Harnsystem, also Nieren, Harnleitern, Blase, Harnröhre etc. Urologen behandeln aber auch die männlichen Geschlechtsorgane.

In der Schwangerschaft kann es häufig zu Blasenentzündungen kommen und zum Aufstau im Nierenbecken. Viele Jahre nach der Geburt können Senkungsbeschwerden mit Inkontinenz (unwillkürlicher Harn- oder Stuhlabgang) den Besuch beim Urologen erforderlich machen.
Beim Neugeborenen stehen insbesondere die Beurteilung und Behandlung von angeborene Fehlbildungen im Vordergrund wie Erweiterung und Aufstau der Nierenbecken, Fehleinmündung des Harnleiters in die Harnblase, wiederholte Blasen- und Nierenentzündungen, das Auftreten eines Refluxes (Zurückfließen des Urins) Im Vordergrund der Behandlung.

Dermatologe

Die Dermatologie ist die Lehre von den infektiösen und nichtinfektiösen Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute.

Ein Teilgebiet ist traditionell die Venerologie, die Lehre von den Geschlechtskrankheiten sowie die Phlebologie (Lehre von den Venenerkrankungen) und Allergologie (Lehre von den verschiedenen Überempfindlichkeitsreaktionen, den Allergien.
Bei Kindern stehen im Wesentlichen die Neurodermitis, die Windeldermatitis und schuppige Hautveränderungen im Vordergrund der dermatologischen Diagnostik und Therapie.

Fetalchirurg

Fetalchirurgen operieren Kinder bereits im Mutterleib.

Als Voraussetzung dafür dienen sorgfältige Ultraschalluntersuchungen, die z.B. einen Zwerchfellbruch, einen offenen Rücken oder spezielle Herzfehler frühzeitig diagnostizieren.
Chirurgische Operationen am ungeborenen Kind bieten sich allerdings nur an, wenn das Nicht-Operieren zu einer Verschlechterung des fetalen und kindlichen Befindens führen würde.
Zu der intrauterinen Fetalchirurgie gehört letztlich auch die Behandlung des feto-fetalen Transfusionssyndroms (siehe dort), das bei 15% der eineiigen Zwillinge auftritt, sowie intrauterine Transfusionen bei kindlichen Anaemien u.a.

Kinderneurochirurg

Die Kinderneurochirurgie befasst sich mit der Diagnose und Therapie der Erkrankungen des zentralen Nervensystems und der peripheren Nerven.

Die Haupttätigkeitsgebiete sind die Behandlung des Hydrocephalus (Wasserkopf) und der spina bifida (offener Rücken).