Stillen, Vorbereitung

Muss die Brust in der Schwangerschaft auf das Stillen vorbereitet werden?

Durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft wird die Brust schwerer, größer und druckempfindlicher. Ein gut sitzender BH sollte die wachsende Brust in dieser Zeit unterstützen.

Talgdrüsen am Warzenhof sondern ein Fett ab, welches die Brustwarzen schützt und geschmeidig erhält.

Entgegen früherer Empfehlungen braucht man die Brustwarzen in der Schwangerschaft nicht mit besonderen Maßnahmen hinsichtlich des Stillens abzuhärten. Diese würden die schützende Talgschicht nur zerstören.
Die beste Vorbeugung gegen wunde Brustwarzen ist das korrekte Anlegen des Babys beim Stillen.

Sonne, Luft und das Waschen mit klarem Wasser sind als Pflege völlig ausreichend, deshalb bitte Seife oder alkoholhaltige Reinigungsmittel vermeiden, um den Schutzfilm der empfindlichen Haut zu erhalten.

 

Bei vorangegangenen Brustoperationen, bei Hohl- oder Flachwarzen, ist eine Beratung durch eine Hebamme oder Stillberaterin in der Schwangerschaft sinnvoll.
Die Größe der Brust hat keine Auswirkungen auf die Stillfähigkeit.

 

Was bedeutet „Stillen“?

Stillen bedeutet, im wahrsten Sinne des Wortes, sein Kind zu beruhigen, zu "stillen", indem das Baby an die Brust anlegt wird, um seinen Hunger oder seine Unruhe zu stillen. Stillen bedeutet aber auch, dass das Baby überwiegend mit Muttermilch ernährt wird.

Die WHO (Welt-Gesundheitsorganisation) empfiehlt Kinder mindestens 6 Monate voll zu stillen, und auf Tee oder Wasserfläschchen im ersten Lebenshalbjahr zu verzichten – besonders auf gesüßte Getränke.

Was ist wichtig für einen guten Stillbeginn?

Die werdende Mutter sollte sich in der Schwangerschaft über das Stillen informieren (Hebamme, Geburtsvorbereitungskurse, Literatur etc.) und in einer Klinik entbinden, in der das Stillen einen hohen Stellenwert hat. 

„Ammenmärchen“, die seit  Generationen in den Familien kursieren oder Berichte über negative Erlebnisse, die der Mutter gern ungefragt übermittelt werden, können einen guten Stillbeginn empfindlich stören. Schützen Sie sich davor und verbitten Sie sich die Einmischung.

 

Wie gestalten sich die ersten Tage mit einem Neugeborenen?

Ein Neugeborenes zu versorgen ist eine wunderschöne Aufgabe, die die Mutter rund um die Uhr beansprucht. Auch bei gut informierten Eltern tauchen anfangs noch viele Fragen und Unsicherheiten auf.  

Besonders das Stillen eines Babys ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Neugeborene sind kleine Individuen mit ganz eigenen Trinkgewohnheiten und unterschiedlichem Temperament.

Hilfreich ist es sich in der Klinik für das Rooming-in zu entscheiden. Es erleichtert den Eltern das Kennenlernen des Kindes und hilft ihnen frühzeitig auf die Signale des Kindes zu reagieren.

 

Trotzdem können die ersten Tage nach der Geburt recht anstrengend für die Mutter sein und es dauert manchmal eine Weile, bis Mutter und Kind zu einer harmonischen Stillbeziehung zusammen finden.

 

Wie oft trinkt das Baby?

Beim Stillen gibt es, im Gegensatz zu früher, keine festen „Fütterzeiten“. Das Kind wird nach Bedarf gestillt, d.h.: es darf essen, wann immer es Hunger hat.

Ein Kind, das sich nicht von allein meldet, sollte zum Trinken behutsam geweckt werden.

 

Reicht die Milch?

Fast alle Mütter haben genug Milch für ihr Kind, auch die  geringe Milchmenge in den ersten Tagen ist völlig ausreichend für das Neugeborene.  

Frühes und häufiges Stillen begünstigt die Milchproduktion (die Nachfrage regelt das Angebot).

 

Was hilft der Mutter, die ersten Tage zu erleichtern?

Die Mutter sollte sich Ruhe und Geduld gönnen. Je entspannter und gelassener sie ist, um so leichter fällt es ihr die anfänglichen Schwierigkeiten zu bewältigen.

Eine ruhige Atmosphäre und angenehme Umgebung erleichtern das Stillen.

 

Stillen macht durstig, ein Getränk und etwas zum Knabbern in Reichweite stärken die Mutter.

 

Versuchen Sie, gut gemeinte Besuche von Verwandten und Freunden auf ein Minimum zu reduzieren.

Nehmen Sie Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen an.

Es ist wichtig, sich tagsüber eine kleine „Auszeit“ vom Baby gönnen.

 

 

Stillen Sie nachts im Bett und machen Sie dem Baby die Nacht so langweilig wie möglich, da Neugeborene haben noch keinen Tag -Nacht -Rhythmus haben und Sie diesen erst einüben müssen.

 

 

Vorbereitung auf die Stillzeit. Wie bereite ich mich optimal auf das Stillen vor?

Stillen ist unbestritten das Beste für das Baby zudem für die Mütter das Natürlichste und Einfachste.

Die körperlichen Voraussetzungen für das Stillen sind der Mutter und dem Baby angeboren, die Technik muss allerdings erlernt werden. Hilfreich sind hierbei ein Stillvorbereitungskurs, der Besuch einer Stillgruppe, oder ein Gespräch mit einer Hebamme oder Stillberaterin.

Die Wahl einer Geburtsklinik (z.B.: www.stillfreundlicheskrankenhaus.de) mit ausgebildetem Fachpersonal, in der Sie gute Bedingungen für das Stillen finden, erleichtert den Stillstart.