Allgemein

Kann ich einem Baby einen Schnuller geben?

Zur Beruhigung und zum Einschlafen ist der Schnuller sehr sinnvoll. Der Schnuller sollte immer frühzeitig gewöhnt werden, bevor das Baby den Daumen oder die Hand findet und damit durch das einseitige Lutschen den Kiefer verformen kann.

Das Baby schreit sehr oft und anhaltend, wie kann man ihm helfen?

Gesunde Säuglinge schreien durchschnittlich 2-3 Stunden pro Tag, manchmal auch viel länger.
Das Schreien kann verschiedene Ursachen haben:
Eine laute und unruhige Umgebung, große Unsicherheit der Mutter mit schlechtem Gewissen konsequent zu sein oder aber Konflikte in der Familie, die das Baby mitbekommt. Hat die Mutter innere Ablehnung gegen das Kind? Regelmäßige Bauchschmerzen können bei falscher und nicht vertragener Ernährung ebenfalls die Ursache sein. Tropfen gegen Blähungen können manchmal wirksam sein. Ein Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit kann Aufschluss geben. Manchmal ist die Ursache genetisch bedingt, ein Elternteil ist ebenfalls unruhig, hektisch, zappelig.
Einige Tipps: nehmen Sie das Baby auf und halten es mit Körperkontakt / schaukeln Sie es sanft auf dem Arm und gehen mit ihm herum / sprechen Sie mit dem Baby, singen oder flüstern ihm etwas ins Ohr / versuchen Sie es mit einem Schnuller / massieren Sie sanft seinen Bauch oder Rücken / bieten Sie zu trinken an. Beim Einschlafen leise etwas erzählen oder summen, eventuell leise klassische Musik. Konsequent nach 5-10 Minuten aus dem abgedunkelten Zimmer gehen. Wenn das Baby sofort schreit, 2-3 Minuten warten, dann wieder ins Zimmer gehen, im Bett lassen, erzählen, wieder das Zimmer verlassen. Bei erneutem Schreien das gleiche "Spiel" wiederholen, nur den Zeitabstand des ins-Zimmer-gehens allmählich verlängern. Das Baby merkt, dass die Mutter es nicht alleine lässt und wird dann in der Regel auch einschlafen. Wenn das Baby länger und lauter als üblich schreit, wenn es einen kranken Eindruck macht oder Sie von dem Schreien beunruhigt sind, suchen Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt/Ärztin auf. In einigen Regionen gibt es "Schreiambulanzen", die sich sehr viel Zeit nehmen für die Findung der Ursachen und Behandlung des Schreiens. Einige Eltern sind mit ihren Nerven am Ende und schütteln ihr Baby kräftig. Dies kann in diesem Alter lebensgefährlich sein (Schütteltrauma des Gehirns).

Was hilft der Mutter, die ersten Tage mit ihrem Neugeborenen zu erleichtern?

Die Mutter sollte sich Ruhe und Geduld gönnen. Je entspannter und gelassener sie ist, umso leichter fällt es ihr, die anfänglichen Schwierigkeiten zu bewältigen.
Eine ruhige Atmosphäre und angenehme Umgebung erleichtern das Stillen.
Stillen macht durstig, ein Getränk und etwas zum Knabbern in Reichweite stärken die Mutter.
Gut gemeinte Besuche von Verwandten und Freunden auf ein Minimum reduzieren.
Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen annehmen.
Tagsüber sich eine kleine "Auszeit" vom Baby gönnen.
Nachts im Bett stillen und dem Baby die Nacht so langweilig wie möglich machen, Neugeborene haben nämlich noch keinen Tag -Nacht -Rhythmus.

Wie gestalten sich die ersten Tage mit einem Neugeborenen?

Ein Neugeborenes zu versorgen ist eine wunderschöne Aufgabe, die die Mutter rund um die Uhr beansprucht. Auch bei gut informierten Eltern tauchen anfangs noch viele Fragen und Unsicherheiten auf.
Besonders das Stillen eines Babys ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Neugeborene sind kleine Individuen mit ganz eigenen Trinkgewohnheiten und unterschiedlichem Temperament.
Hilfreich ist es sich in der Klinik für das Rooming-in zu entscheiden. Es erleichtert den Eltern das Kennenlernen des Kindes und hilft ihnen frühzeitig auf die Signale des Kindes zu reagieren.
Trotzdem können die ersten Tage nach der Geburt recht anstrengend für die Mutter sein und es dauert manchmal eine Weile, bis Mutter und Kind zu einer harmonischen Stillbeziehung zusammen finden.

Wie warm sollte eine Wohnung für einen Säugling sein?

Empfohlen wird eine Temperatur von ca. 22° C, da besonders Kleinkinder ihre Temperatur noch nicht so gut regulieren können.
Höhere Temperaturen sind bei nackten Kindern, z.B. auf dem Wickeltisch, erforderlich (deshalb ist eine Wäremlampe sinnvoll). Andererseits sollte das Kind nicht mit mehreren Decken zugedeckt werden. Nachts reicht eine Temperatur von 18° C.

Wann können die Kinder mit Büchern beschäftigt werden?

Eltern sollen unabhängig von ihrem sozialen, materiellen und kulturellen Hintergrund dazu ermutigt werden, ihr eigenes und das Leben ihrer Kinder zu bereichern. Das frühe Vertrautsein mit Büchern erleichtert den Umgang mit Büchern in der Schule und in der Ausbildung.
Kinder lieben es zu entdecken. Sie sind von Beginn ihres Lebens neugierig und wissensdurstig. Bücher sind ein ausgezeichneter Begleiter in der Bereitschaft zum Lernen. Babys lernen mit allen Sinnen, sie wollen ein Buch greifen, hochhalten, hineinbeißen. Sie hören der vertrauten Stimme zu, sie erfreuen sich an Reimen, Liedern und Fingerspielen. Sie lieben endlose Wiederholungen und freuen sich, etwas wieder zu erkennen. Frühes gemeinsames Lesen und Vorlesen von Büchern zusammen mit Eltern, Großeltern und Geschwistern fördert zusätzlich die engen Beziehungen in den Familien. Mit Büchern aufwachsen kann bedeuten, dass sich eine lebenslange Liebe zu Büchern entwickelt.
Damit wird schon vor dem 1. Lebensjahr ein Grundstein gelegt für das Interesse an Büchern. Bücher sind ein wichtiger Gegenpol zu Fernsehen und Computer und können eine einseitige Beschäftigung mit den Medien verhindern. Lesen erhält die eigene Aktivität und führt oft in geliebte Traumwelten.

Trinkt mein Säugling genügend?

Trinkstörungen bei jungen Säuglingen können problematisch sein. Wenn die Muttermilch bei gestillten Säuglingen innerhalb kurzer Zeit weniger wird, meldet sich der Säugling in der Regel durch kräftiges Schreien. Dadurch weiß die Mutter, dass sie zufüttern muss. Wenn das Kind danach wieder fröhlich und friedlich ist, war ihre Vermutung richtig und sie braucht den Arzt nicht aufsuchen. Wenn ein Neugeborenes in den ersten Lebenstagen zu wenig Muttermilch erhält, gewöhnt es sich sehr schnell daran und schreit nicht nach mehr Nahrung. Wenn die Familie nicht von einer Hebamme betreut wird, wiegt sich die Mutter in falscher Sicherheit. Der Säugling nimmt kaum an Gewicht zu und erhält zu wenig an Kalorien für die weitere Entwicklung des Gehirns und der übrigen Organe. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist in den ersten Lebenswochen eine Vorsorgeuntersuchung vorgesehen.

Im späten Säuglingsalter kommt es nicht selten zu Fütterstörungen durch die Löffelmahlzeit, die dann konsequent abgelehnt wird. Ebenso kann das nächtliche Abstillen Probleme bereiten. Hier muss die Mutter durch ein psychologisch einfühlsames Gespräch beruhigt werden, um die guten Beziehungen zwischen Mutter und Kind nicht zu stören. Das zweite Lebensjahr ist durch eine wachsende Autonomie des Kindes gekennzeichnet. Hier kann es beim Essen zur Austragung von Machtspielen kommen, in dem durch exzessives Trotzverhalten die angebotene Nahrung konsequent verweigert wird. Kinder sollen in dieser Phase auf keinen Fall zum Essen gezwungen werden. Sie können eher einmal hungern, wenn auf genügende Trinkmenge geachtet wird.

Was bedeutet die Geburt für mein Baby?

Die Geburt bedeutet für ein Baby einen einschneidenden Wechsel von einem Lebensmilieu in ein völlig anderes. Das Ungeborene kannte im Mutterleib keinen Tag – Nacht – Rhythmus. Schlief die Mutter, war es häufig munter und turnte im Bauch. War die Mutter wach, ließ es sich von ihren Bewegungen beruhigen und in den Schlaf schaukeln.
Es war mit der Mutter auf das Engste verbunden, lebte geborgen in einer wohltemperierten Hülle, umgeben von beruhigenden Geräuschen, wie z.B.: dem mütterlichen Herzschlag und wurde über die Nabelschnur mit allem Notwendigen zum Wachsen und Gedeihen versorgt.

Nach der Geburt, die eine Menge von dem Neugeborenen abverlangt, vermisst es die Enge des Mutterleibes und muss sich langsam an einen ganz anderen Lebensrhythmus gewöhnen:

1. Säuglinge haben ein unterschiedliches Schlafbedürfnis und müssen das Durchschlafen erst lernen.

2. Neugeborene und Säuglinge brauchen, vor allem in den ersten Lebensmonaten, viel Zuwendung und Körperkontakt.
Sie müssen ihren Rhythmus erst entwickeln und lernen, sich selbst zu beruhigen.

3. Schreit das Baby, ist es sehr wichtig, dass die Eltern auf sein Weinen reagieren, seine Bedürfnisse erfüllen und ihm Geborgenheit vermitteln.

Ab wann darf man zum Babyschwimmen?

Die Empfehlungen, wann ein Baby zum Schwimmen darf, werden in der Literatur unterschiedlich beschrieben.
Bei reifgeborenen Kindern ist das Schwimmen ab der 6.- 8. Lebenswoche möglich. Die meisten Kinder beginnen im Alter von 3 – 4 Monaten.

Was muss man beim Babyschwimmen beachten?

1. Badewindel:
Das Baby sollte beim Schwimmen eine engansitzende Schwimmwindel, Frottee-, Baumwoll- oder Badehose tragen, damit kein Stuhlgang in das Wasser gelangen kann. Urin ist für die modernen Wasseraufbereitungsanlagen kein Problem.

2. Wassertemperatur:
Viele Bäder bieten das Babyschwimmen an einem Warmbadetag an. Die Temperatur des Wassers sollte 32° – 34°C betragen, die Lufttemperatur nicht unter 30°C liegen.

3. Badedauer:
Die Badezeit des Babys ist individuell verschieden und hängt auch von seiner "Tagesform" ab. Die meisten Kinder fühlen sich 20 -30 Minuten im Wasser wohl. Die Eltern sollten ihr Baby beim Baden gut beobachten. Bei Anzeichen von Unwohlsein, wie Quengeln, Frieren oder blauen Lippen sofort reagieren, das Wasser verlassen, das Baby warm einwickeln und ihm etwas Warmes zu trinken geben.

4. Chlor ja oder nein
Das Badewasser sollte Trinkwasserqualität haben und die Filtertechnik den gesetzlichen Vorschriften genügen. Aus hygienischen Gründen muss dem Wasser Chlor hinzugefügt werden.
Nach dem Schwimmen empfiehlt es sich deshalb, die Babys abzuduschen und speziell bei trockener Haut einzucremen.

Wie oft soll/darf man sein Baby zu Hause baden?

Aus hygienischen Gründen reicht es, wenn das Baby einmal in der Woche gebadet und ansonsten mit klarem Wasser gewaschen wird. Säuglinge, die großen Spaß am Baden haben, dürfen natürlich auch öfter gebadet werden.

Welche Wassertemperatur ist beim Baden geeignet?

Die Wassertemperatur sollte 37°C betragen, die Zimmertemperatur ca. 22°C. Zugluft sollte vermieden werden.

Wann lächelt ein Baby erstmals?

Das erste Lächeln ihres Babys bekommen die Eltern meistens in der 4.- 6. Lebenswoche geschenkt.

Das Grimassieren oder Lächeln in den ersten Wochen nach der Geburt, das so genannte "Engels-Lächeln" ist ein Reflex, der meistens im Schlaf auftritt.

Wann erkennt ein Baby seine Mama, seinen Papa?

Schon Neugeborene können in den ersten Lebens Tagen die Mutter am Geruch und an der Stimme erkennen Der erste Hautkontakt zwischen Mutter und Kind unmittelbar nach der Geburt, das erste Anlegen und der Blickkontakt spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Auch die  die Stimme des Vaters ist dem Kind vertraut, denn während der Schwangerschaft dringen Stimme und Geräusche durch die mütterliche Bauchdecke zum Baby durch.

Wann kann ein Baby ein Nein verstehen?

Ein Nein verstehen die meisten Kinder am Ende des ersten Lebensjahres. Das Verständnis und Erfassen von Regeln und Verboten greift langsam bis zum Ende des zweiten Lebensjahres.

Wann beginnt ein Baby zu sprechen?

Im Alter von circa neun Monaten, manchmal auch früher, brabbelt das Baby und reiht Silben aneinander. Mit ca. zwölf Monaten spricht es dann ein bis zwei Wörter.

Wichtig für die Sprachentwicklung des Kindes ist vor allem die Kommunikation (das Miteinander Reden) und die liebevolle Ansprache zwischen Eltern und Kind auch in Betracht in Form von Fingerspielen, kleinen Gedichten, Vorsingen ohne dem Betrachten von Bilderbüchern. 

Ab wann kann ein Baby sich allein beschäftigen?

Schon im Alter von 3-4 Monaten kann ein Baby sich für einige Minuten selbst beschäftigen. Es brabbelt und lauscht seinen Tönen, spielt mit den Händen oder einer Rassel, blickt umher und betrachtet Gegenstände wie ein Mobile oder Spielzeug das über dem Bettchen hängt.

nach diesem Spiel braucht das Baby eine Pause und möchte sich auf dem Arm der Mutter ausruhen Reizüberflutung in Form von zu viel Spielzeug oder ständiger Animation vermeiden. Ebenso sollte die Reizüberflutung durch lautes Radio und insbesondere durch Fernsehen unterbleiben.