Auch, wenn Sie schon sehnsüchtig eine Schwangerschaft erwarten und bei speziellen Fachärzten in Behandlung sind, vergessen Sie nicht, Sie befinden sich damit in einer Stresssituation auch und besonders für Ihrer Partnerschaft. Da ist zwischendurch eine gemeinsame Entspannung oder Erholung an einem anderen Ort angebracht. Wie der Stress letztlich auf unsere Hormonregulierung und damit auf die Realisierung Ihres Kinderwunsches wirkt, kann man nur vermuten. Einen besonders positiven Einfluss wird man aber kaum erwarten können.
Wenn Sie in den Urlaub fahren, lassen Sie alles, was an Schwangerschaftsplanung erinnert, zu Hause (Thermometer wirklich nur zum Fiebermessen, Basaltemperaturkurve, elektronischen Berechner der fruchtbaren Tage usw.). Verbringen Sie unbeschwert mit Ihrem Partner diesen Urlaub. Achten Sie nicht auf irgendwelche Termine, lieben Sie sich wann und wo auch immer sie wollen. Nutzen Sie die Zeit zum Wiederbeleben Ihrer Partnerschaft.
Vielleicht gehören Sie hinterher zu den Vielen, die feststellen, dass Ihr Kind gerade in dieser Zeit der Entspannung gezeugt worden ist, ohne den Druck, hier und heute den „einzigen“ fruchtbaren Tag zu erwischen.
Sie fühlen sich in der Schwangerschaft durch Ihren Arzt oder Ihre Hebamme gut betreut, nehmen alle Termine wahr, achten auf gesunde Ernährung und besuchen Geburtsvorbereitungskurse und, und, und... Dennoch kann von Ihnen oder Ihrem Partner der Wunsch nach ein wenig Entspannung geäußert werden. Die nämlich sollte Sie sich auch gönnen. Vielleicht ist es auf lange Zeit der letzte gemeinsame Urlaub zu zweit.
Allerdings sollte die Vorbereitung die speziellen Belange der Schwangerschaft berücksichtigen. So planen Sie bitte einiges etwas längerfristig vor.
Wer mit Babys und Kleinkindern in Urlaub fährt benötigt einen großen Wagen in dem das halbe Kinderzimmer verstaut wird. Kinder dieses Alters fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung am wohlsten. Insofern sollte man zweimal überlegen, ob man sich, dem Kind und ggf. auch den Mitreisenden den unvermeidlichen Reisestress zumuten möchte. Zumindest muten Sie den kleinen Kindern keine Reisen ins Hochgebirge (geringerer Sauerstoffgehalt in der Luft) und in die Tropen zu. Die dort häufig grassierenden Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber und Typhus können bei Kindern sehr schwer verlaufen, bzw. erfordern entsprechende Impfungen. Zudem können Durchfallerkrankungen durch nicht abgekochtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel bedrohliche Auswirkungen haben. Die Kinder verlieren dann in kurzer Zeit extrem viel Wasser und sind viel zu schwach, um ausreichend zu trinken. Hier sollte unverzüglich das nächste Krankenhaus angelaufen werden.
Vereinzelt gibt es Hotels, die Kinderwagen, Töpfchen, Babyflaschenwärmer und Badewanne bereithalten, sie sind aber eher die Ausnahme.
Anderenfalls müssen Sie das mitnehmen und los geht’s:
Spielsachen, Gitterbett ggf. mit wasserdichter Auflage, Flaschenwärmer, ggf. Babyphone, Babybadewanne, Kinder-WC-Brille, Kinderwagen bzw. Buggy mit Regenschutz, Wickelauflage u.v.a.m. Vergessen Sie bei Kleinkindern auch nicht die Steckdosensicherungen, Kuscheltiere, Spieluhr und Schnuller, Windeln, Babynahrung, Fläschchen mit ungesüßtem Tee (z.B. Fencheltee). Flüssigkeiten bei Flugreisen in durchsichtigen Flaschen, möglicherweise müssen Sie bei der (Handgepäckkontrolle das Getränk selber probieren) und Kleidung in Abhängigkeit vom Klima, Mützchen mit Nackenschutz nicht vergessen; zudem, je höher hinauf sie fahren und je weiter südlich, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein. Zudem trocknet die Sonne und die Höhe die Haut stärker aus, so dass Sie häufiger Ihr Kind eincremen sollten.
Legen Sie Ihre Abfahrtzeit so, dass es kurz vor dem üblichen Einschlafen losgeht, legen Sie Kuscheltuch und eine entsprechende Decke und vielleicht noch den Schnuller bereit; wenn es eine Spieluhr zum Einschlafen gewohnt ist auch die. Schlafende Kleinkinder sind nach dem Aufwachen am zufriedensten und Sie fahren am entspanntesten. Bitte bewahren Sie keinerlei Sachen auf der Ablage hinter dem Kind auf, die beim scharfen Bremsen auf das Kind fallen könnten.
Kindern wird auf der Fahrt schnell langweilig: Sie kennen das: „Mama, Papa, wann sind wir da?“, kaum nachdem man abgefahren ist. Hier ist jetzt Ihre ganze Kreativität gefragt. Liest Ihr Kind gerne und wird ihm nicht schlecht beim lesen im Auto, ist ein spannendes Kinderbuch geeignet oder eine Hörkassette. Auch Bücher zum Ausmalen sind zur Ablenkung geeignet. Ausnahmsweise, es ist meist schwer zu verhindern, tut der Gameboy seine Pflichten. Gut sind auch Gesellschaftsspiele wie Mühle, Dame, ggf. Schach oder Kartenspiele.
Sind die Kinder davon ermüdet und die Fahrt ist immer noch nicht zu Ende, bleibt immer wieder spannend: „ich sehe was, was Du nicht siehst“ o.ä. Oder es werden Autoschilder gelesen, und überlegt welche Städte hinter den 2 oder 3 Buchstaben sich verbergen und wo diese liegen könnten. Sie können sich Geschichten erzählen oder lesen etwas vor.
Was immer auch passiert, versuchen Sie ruhig und entspannt zu wirken, es färbt auf die Kinder ab.
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