Geprüft durch Ärzte
mothers-talk

A bis Z

Hier versuchen wir, einen Großteil der scheinbar unzähligen Fachbegriffe zu erläutern. Sollte der von Ihnen gesuchte Begriff nicht dabei sein, freuen wir uns, wenn Sie diesen an unsere Experten weiterleiten.

ADHS / AufmerksamkeitsDefizit-/HyperaktivitätsSyndrom

Auch Hyperaktivitätssyndrom, hervorgerufen durch Reizüberflutung und der abnehmenden Bereitschaft Kinder kindgerecht aufwachsen zu lassen, so eine Reihe von Entwicklungspsychologen (>Ritalin).

AFP / Alpha-Fetoprotein

Das ist ein fetales (kindliches) Eiweiss, das auch ins mütterliche Blut übergeht. Aus einem deutlich erhöhten AFP-Wert leitet sich der Verdacht ab, das Kind könnte einen offenen Rücken (spina bifida) oder einen Bauchwanddefekt haben. Hier ist eine genaue Ultraschalluntersuchung anzuraten, ggf. eine Fruchtwasserentnahme.

Alkohol

In der Schwangerschaft nicht erlaubt. Das Risiko von Fehlbildungen und Aborten ist deutlich erhöht, besonders ab Alkoholmengen ab 60g pro Woche. Am besten ist natürlich der totale Alkoholverzicht.

Aspirin / ASS / Acetylsalicylsäure

ASS hindert die Blutplättchen(Thrombozyten) im Blut daran, Blutgerinnsel zu bilden, die die Arterien verstopfen könnten. Es wird in der Schwangerschaft manchmal bei einer Gestose angewandt.

Einschätzung des Neugeborenen / Apgar-Score

Apgar-Score, nach einer schwedischen Kinderärztin benannt, bedeutet: A = Aussehen, P = Puls, G = Grimassieren beim Absaugen, A = Aktivität und R = Respiration (Atmung). Ein Apgar-Wert von 9-10 ist optimal, je niedriger, um so schlechter ist der Zustand des Kindes. Dadurch können schneller wirksame Massnahmen ergriffen werden.

Fehlgeburt / Abort (bis 16.Schwangerschaftswoche)

Frühaborte nennt am Fehlgeburten bis zur 16. Schwangerschaftswoche, meist hervorgerufen durch eine Chromosomenfehlverteilung oder durch äußere Einflüsse wie Alkohol, Rauchen, Infektionen u.v.m.

Fettleibigkeit / Adipositas

Man bezeichnet Fettleibigkieit ab einem BMI von 40. Adipöse Schwangere tragen ein deutlich höheres Risiko für sich und ihr Kind als Normalgewichtige.

Fruchtwasser / Amnionflüssigkeit

Die Amnionhöhle beinhaltet das Fruchtwasser und das ungeborene Kind. Produziert wird es anfänglich von den Eihäuten, später etwa ab 10. Schwangerschaftswoche ausschließlich vom Kind selbst, die Harnblasenentleerung erfolgt ins Fruchtwasser (Das haben wir auch 9 Monate so gemacht!).

Fruchtwasserpunktion / Amniocentese

Bei einer Amniocentese geht der Arzt mit einer feinen Spritze vom Bauch aus in das Fruchtwasser, um Zellen für eine Chromosomenuntersuchung zu gewinnen. Diese Zellen stammen aus der Blase und der Niere.

Fruchtwasserspiegelung / Amnioskopie

Einführen eines beleuchteten konischen Rohres in den Muttermundkanal zur Beurteilung der Fruchtwasserfarbe insbesondere bei einer Terminüberschreitung. Klares Fruchtwasser ist unverdächtig, grünes Fruchtwasser deutet auf einen möglichen Sauerstoffmangel des Feten hin. Sie ist aber mittlerweile ein wenig aus der Mode gekommen.

Krankheitsvorgeschichte / Anamnese

Die Anamnese ist erforderlich zur Feststellung von eigenen und familiären Vorerkrankungen, um das Risiko für eine derzeitige Erkrankung abzuschätzen.

Narkose / Anaesthesie

Wird meist, auch bei Kaiserschnitten, in Form der örtlichen >PDA (Periduralanaesthesie) durchgeführt. Manchmal wird beim Kaiserschnitt die Vollnarkose durchgeführt. Es gibt auch noch die >Pudendusanästhesie.

Stillen / Anlegen des Kindes an die Brust

Man unterscheidet "primäres" Abstillen, wo ein Milcheinschuß gar nicht erwünscht ist. Ein "sekundäres" Abstillen erfolgt meist aufgrund einer Brustinfektion.

TORCH / Abkürzung für pränatale Infektionen

Sammelbegriff für Infektionen in der Schwangerschaft: T = Toxoplasmose, O = other infections (andere Infektionen wie Lues und Listeriose), R = Röteln, C = Cytomegalie und H = Hepatitis. Zu "other infections" können aber auch noch HIV, Varizellen (Herpes), Ringelröteln, Clamydien und Ureaplasmen gehören.